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Macht erreichst du oft damit, dass du den Daumen auf deinem Geldbeutel hältst.
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Ein Menschenleben
Ein Menschenleben
Zweiundsiebzig lange Jahre
ist durchs Leben sie gerannt,
zweiundsiebzig lange Jahre,
man hat ihr soviel abverlangt.
Immer nur im Lärm der Großstadt
zog sie sieben Kinder auf,
schlechte Luft, die ihr nicht gut tat,
nahm sie all die Zeit in Kauf.
Heute ist sie alt und müde,
allein ist sie tagein tagaus.
Der Mann, den sie ein Leben liebte,
liegt auf dem Friedhof hinterm Haus.
Die Kinder gehen eigene Wege,
zum Rasten fehlt ihnen die Zeit,
sie haben keine Lust zur Pflege,
wissen nicht mal, was Mutter noch bleibt.
Zweiundsiebzig lange Jahre
wünschte sie sich insgeheim,
dass nur ein wenig Zeit sie habe,
manchmal ganz allein zu sein.
Nur, um einmal abzuschalten
wünschte sie ein wenig Ruh’,
die Stille ist kaum auszuhalten,
die Tür des Lebens, sie schlug zu.
Am Fenster sitzend sieht sie traurig
die Kinder toben, hört Hundegebell,
wünscht sich die lauten Tage zurück,
denn sie vergingen viel zu schnell.
So hat ein jedes Ding zwei Seiten,
wie alles hier auf dieser Welt.
Man muss es nur erst mal begreifen,
bevor der letzte Vorhang fällt.
Urheberrecht Celine Rosenkind
21.01.2010, 20.03 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedichte und Lyrik | Tags: Lebensabschnitte
Die kleine Nonne

Die kleine Nonne
Eine wahre Begebenheit
Es war an einem jener grauen Novembertage, die ich eigentlich so liebte.
Der Regen trommelte leise an die Scheiben, während der Wind ungeduldig
und erbarmungslos den Bäumen das letzte verwelkte Laub entriss.
Zu dieser Zeit lag ich im Krankenhaus und teilte mir das kleine Zimmer
mit zwei liebenswerten alten Damen. Es war ein katholisches Krankenhaus, in welchem die größte Anzahl der Schwestern noch aus Nonnen bestand. Stets waren sie gut gelaunt und zum Scherzen aufgelegt.
Die Arbeit auf dieser Station erforderte viel Menschlichkeit und Einfühlungsvermögen, was ihnen aber nichts auszumachen schien.
Eine der Nonnen fiel mir besonders auf, ja ich habe mir sogar ihren Namen gemerkt. Sie hieß Ludovika und war schon hochbetagt. Ihr Rücken war durch das hohe Alter und die schwere Arbeit leicht gekrümmt und sie war von zierlicher, kleiner Statur.
Wenn sie über den Gang huschte an unserem Zimmer vorbei, war es immer ein leichter Windhauch, der uns wissen ließ, dass sie da gewesen.
Sie hatte wunderschöne Augen, aus denen so viel Liebe und Güte strahlten, wie ich es noch nie bei einem Menschen gesehen. Niemals redete sie mit den Patienten, ohne dass ihre kleinen Hände tröstend deren Körper streichelten. Sie war für mich ein Wunder und ist es immer noch.
Das Allerschönste, was sie besaß, war eine glockenhelle Stimme, die sie - wann immer ihr danach war - erklingen ließ. Keiner konnte das Ave Maria so schön singen wie sie. Lustige Volkslieder wurden durch ihre Stimme zum Choral.
Ich habe, so oft es ging, mit ihr geredet. Wir sprachen über Gott, über Jesus, dem sie ihr Leben bereits als junge Frau geweiht hatte und über ihr Leben als Nonne. Sie hat mich tief beeindruckt und mir Weisheit mit auf meinen Weg gegeben. Wir waren zwar lt. unserer Taufe in unterschiedlichen Kirchen aber im Glauben eins.
Stolz trug sie ihre immer gut sitzende schwarze Tracht, aber sie war sehr weltlich und offen. Ihr Wissen um das Thema Politik, Arbeitslosigkeit usw. bewies, dass auch solche Menschen durchaus nicht weltfremd sind. Was sie für mich zu einem besonderen Menschen machte, war aber ihre Einstellung zu Partnerschaft und Liebe, Kindern und Eltern. Sie redete nicht nur, sie strahlte jene Liebe aus, die ich so gerne mit vollen Händen verteilen möchte.
Neulich musste ich noch einmal in die Klinik, um meine Befunde abzuholen. Was glaubt Ihr wohl, wer da ganz stolz am Empfang saß und mit leuchtenden Augen den Menschen Auskunft erteilte? Meine "kleine Nonne". Sie zwinkerte mir zu und sagte: "Nun hat der Herrgott mir einen neuen Wirkungskreis gegeben, denn hier habe ich alles im Auge - ich sitze am Empfang!"
Vielleicht wird sie mir eines Tages, wenn meine Erdenzeit vorbei ist, auch mit ihren leuchtenden Augen Einlass gewähren, weil sie ganz bestimmt auch dort am Empfang genau richtig ist.
Diese kleine Begebenheit ist für manche, denke ich, nicht so wichtig - bei mir aber hat sie tiefe Spuren hinterlassen, und ich muss schmunzeln, weil ich sie wieder vor mir sehe meine „kleine Nonne“!
Urheberrecht Celine Rosenkind
21.01.2010, 19.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Geschichten | Tags: erlebt
Das alte Kind
Das alte Kind
Vergeblich sucht sie das Kind,
was einst sie gewesen,
was sie pflegte, damals zu sein.
Stets fröhlich, übermütig und unbeschwert
tanzte es wie ein Wirbelwind unter Bäumen,
während die Blätter vor Entzücken raunten.
Es liebte den Gesang der Vögel,
jubilierte mit ihnen in den schönsten Tönen.
Nichts schien falsch - schien verkehrt in jener Zeit.
Mit einem Lied auf den Lippen,
einem Traum im Herzen, glaubte es fest,
seine Bestimmung zu kennen.
Es liebte, zu malen und liebte, zu schreiben,
es fand immer eine Schönheit, in allem was es sah.
Die Zeit, erwachsen zu werden, zog achtlos an ihm vorbei.
Heute ist sie alt und die Träume verblasst,
die sie vergaß, in die Tat umzusetzen – sie zu leben.
So sind sie gegangen, mit all den schönen Melodien.
Mit traurigem Herzen und müden Augen
sucht sie vergeblich das Kind, was sie einst gewesen
und pflegte zu sein.......
Urheberrecht Celine Rosenkind
21.01.2010, 19.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Gedichte und Lyrik | Tags: Lebensabschnitte
Schlussbilanz
Eine Lebensbilanz
Ausgelassen
Übermütig
Ja
Fröhlich
Wie ein Kind
Toben
Ihre Gedanken umher
Hüpfen,
Springen
Auf einem Bein
Von einer Erinnerung
Zur nächsten
Purzelbaum schlagend
In jene Glücksmomente
Die rar gewesen
Innehaltend, um
Andächtig den Duft
Lebendiger Augenblicke
Zu atmen,
Tränen weinend
Über das, was ihr weh getan!
Sie tanzen um ihren
Lebensbaum,
Lassen sich fallen
In
Gras, welches weich,
Hören
Vertraute Stimmen
Vergessene Lieder
Entferntes Lachen
Rennen flink
Auf
Dem nicht immer
Sonnigen
Lebensweg entlang,
Um
Atemlos zurück
in der
Gegenwart anzukommen.
Das Schlagen
Der
Alten Wanduhr,
lässt sie zusammenzucken!
Ungläubig starrt sie
Auf ihre runzlige Hand,
Welche
Zitternd die kalt gewordene
Suppe zu löffeln beginnt…………..
Urheberrecht Celine Rosenkind
Ausgelassen
Übermütig
Ja
Fröhlich
Wie ein Kind
Toben
Ihre Gedanken umher
Hüpfen,
Springen
Auf einem Bein
Von einer Erinnerung
Zur nächsten
Purzelbaum schlagend
In jene Glücksmomente
Die rar gewesen
Innehaltend, um
Andächtig den Duft
Lebendiger Augenblicke
Zu atmen,
Tränen weinend
Über das, was ihr weh getan!
Sie tanzen um ihren
Lebensbaum,
Lassen sich fallen
In
Gras, welches weich,
Hören
Vertraute Stimmen
Vergessene Lieder
Entferntes Lachen
Rennen flink
Auf
Dem nicht immer
Sonnigen
Lebensweg entlang,
Um
Atemlos zurück
in der
Gegenwart anzukommen.
Das Schlagen
Der
Alten Wanduhr,
lässt sie zusammenzucken!
Ungläubig starrt sie
Auf ihre runzlige Hand,
Welche
Zitternd die kalt gewordene
Suppe zu löffeln beginnt…………..
Urheberrecht Celine Rosenkind
21.01.2010, 19.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Gedichte und Lyrik | Tags: Lebensabschnitte
Als die Erde schrie

Als die Erde schrie….
Wie oft hat sich unsere Erde gewehrt
gewarnt mit gar vielen Signalen,
traf auf Ohren die taub nicht zugehört,
wir hausten auf ihr wie die Vandalen!
Was wir alles getan um kaputt sie zu machen,
darüber brauchen wir nicht diskutieren;
nun hat sie sich gewehrt, es verging uns das Lachen,
wir wollten nicht glauben an das „alles verlieren“!
Sie bäumte sich auf wie wir`s niemals gedacht,
zerstörte mit Beben und Wasserflut unser Eden,
jetzt hat sie uns den Tod und Zerstörung gebracht,
vor Verzweiflung und Trauer vergeht uns das Reden!
Sie hat uns in unsere Schranken gewiesen,
erinnert an Dinge die wir längst vergessen,
lasst aus den Trümmern Menschlichkeit sprießen,
endlich teilen mit den Armen Wasser und Essen.
Wie oft hat sich unsere Erde gewehrt
gewarnt mit gar vielen Signalen,
dieses Mal haben wir`s nicht überhört,
unter Tränen begraben wir die ums Leben kamen.
Das so Etwas nie wieder geschehen soll,
das wünschen sich alle Völker und Rassen,
gemeinsam die Erde zu schützen wäre toll,
den Bruder zu achten statt bekriegen und hassen.
Gute alte Mutter Erde mit all den tiefen Wunden
wir werden in Eintracht dich reparieren
nun macht die Menschheit gern Überstunden
denn wir dürfen und wollen dich niemals verlieren!
Ohne Gewähr....?
Urheberrecht Celine Rosenkind
Wie oft hat sich unsere Erde gewehrt
gewarnt mit gar vielen Signalen,
traf auf Ohren die taub nicht zugehört,
wir hausten auf ihr wie die Vandalen!
Was wir alles getan um kaputt sie zu machen,
darüber brauchen wir nicht diskutieren;
nun hat sie sich gewehrt, es verging uns das Lachen,
wir wollten nicht glauben an das „alles verlieren“!
Sie bäumte sich auf wie wir`s niemals gedacht,
zerstörte mit Beben und Wasserflut unser Eden,
jetzt hat sie uns den Tod und Zerstörung gebracht,
vor Verzweiflung und Trauer vergeht uns das Reden!
Sie hat uns in unsere Schranken gewiesen,
erinnert an Dinge die wir längst vergessen,
lasst aus den Trümmern Menschlichkeit sprießen,
endlich teilen mit den Armen Wasser und Essen.
Wie oft hat sich unsere Erde gewehrt
gewarnt mit gar vielen Signalen,
dieses Mal haben wir`s nicht überhört,
unter Tränen begraben wir die ums Leben kamen.
Das so Etwas nie wieder geschehen soll,
das wünschen sich alle Völker und Rassen,
gemeinsam die Erde zu schützen wäre toll,
den Bruder zu achten statt bekriegen und hassen.
Gute alte Mutter Erde mit all den tiefen Wunden
wir werden in Eintracht dich reparieren
nun macht die Menschheit gern Überstunden
denn wir dürfen und wollen dich niemals verlieren!
Ohne Gewähr....?
Urheberrecht Celine Rosenkind
21.01.2010, 18.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Gedichte und Lyrik | Tags: Erde

























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