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Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Geschichten
Die wundersame Reise des positiven Gedankens
Die Artenvielfalt der Gedanken ist unermesslich.So wie es negative, lähmende Gedanken gibt, existieren aber auch positive welche ungeahnte Kräfte haben. Leider haben viele Menschen die Macht des positiven Denkens längst verdrängt. Es scheint einfacher und interessanter, allem Schönen misstrauisch und argwöhnisch gegenüberzustehen. Dabei hatte alles einst so schön und vielversprechend begonnen. Einst schwebte der positive Gedanke über die Erde, um nach einem geeigneten Ruheplatz Ausschau zu halten.. Auch war er auf der Suche nach einem Wesen, was sich Mensch nannte. Er ließ sich auf einer leuchtend roten Blüte nieder. Doch diese schwankte nur im Winde und puderte ihn mit Blütenstaub. So verließ er sie. Er bewunderte die Schöpfung in all ihrem Facettenreichtum. So sah er die emsige, fleißige, kleine Ameise, bewunderte die Spinne welche in feinster Kleinstarbeit ihr Netz webte und freute sich an den Kreaturen, die in Wald, Wiese und Wasser zu Hause waren. Es schien, als wären alle rundherum zufrieden und glücklich. Der positive Gedanke flog weiter und fand ein sonderbares Wesen, welches lustlos und traurig auf dem Boden hockte. Es schien Langeweile zu haben und stocherte ohne aufzuschauen in der Erde herum. Das also war die Krone der Schöpfung? Dieses Wesen nannte der Schöpfer Mensch. "Lass mich in dein Herz!" sagte der Gedanke. "Als Belohnung werde ich dir die Lebensfreude schenken, den Spaß und den Genuss." So zog der Gedanke in das ihm unbekannte Wesen ein. Der Mensch aber wurde neugierig und begann sich umzusehen. Alles, was er fand und tat, bereitete ihm große Freude. Dankbarkeit und Frieden zogen in sein vormals unruhiges Herz ein. Er freute sich an den Blumen. Er genoss den Anblick der Wolken. Er liebte es, umher zugehen und innezuhalten. Er aß mit Freude und trank das Wasser mit Wonne. Leider genoss er es auch, die Blumen zu zertreten, das Wasser zu verschmutzen, und die schwachen Kreaturen zu fangen um sie zu quälen. Er entdeckte die Gewalt und den Hass, mit welchem er glaubte, sein Eigentum verteidigen zu müssen. Da gebot ihm der positive Gedanke Einhalt: "Ich werde dich das Zweifeln lehren, damit du bereit bist, über alles, was du tust, vor dir Rechenschaft abzulegen." Nicht lange, da saß der Mensch wieder auf dem Boden,zerrissen zwischen dem, was er tun wollte, und der Furcht davor, etwas zu zerstören. Er war darauf bedacht, alles zu vermeiden, was er nicht ausführlich bedacht und vorhergesehen hatte. "So ist das nicht gut", sagte der Gedanke. "Als ich dich traf, warst du lustlos und ohne Ziel. Doch jetzt weißt du, was Lebensfreude ist, und versagst sie dir aus Angst, dein Ziel zu verfehlen. So will ich dir die Hoffnung schenken, die dich aus der eisernen Umklammerung von Lust und Zweifel befreien soll!" Mutig geworden richtete sich der Mensch wieder auf. Er sammelte und zimmerte sich eine Welt, von der er glaubte, dass sie lebenswert sei. Auch sammelte er Blumensamen, säte und hoffte, sich an ihrem Duft und ihrer Schönheit zu laben. Er er erfand köstliche Speisen und unterhaltsame Spiele. Doch er konnte die Zeit nicht vergessen, wo er nur pure Lust empfand; wo alles, was er tat, ihm Spaß bereitete, ohne dass Zweifel an ihm nagten. Die Hoffnung , dass es, so sehr er sich auch mühte, je wieder so sein würde, schwand immer mehr. Ja der Zweifel drohte, ihn wieder Trübsal versinken zu lassen. Jedes Misslingen schien ihm ein Zeichen, Schmerz brannte sich in seine Seele Jedes Scheitern ließ ihn verzweifeln. Die Hoffnung schwand und verwandelte sich in Sehnsucht. Da schaute ihn der positive Gedanke ein letztes Mal an und sagte: "Ich werde dir eine letzte Tugend schenken. "Du sollst vergessen können, damit die Hoffnung nicht stirbt und die Freude ungetrübt sein kann." Schnell geriet der positive Gedanke mit all seinen wundervollen Kräften in Vergessenheit. So kam es, dass der Mensch seine größte Chance leider nicht erkannte, und sie auch bis zum heutigen Tage leider nur selten wahrnimmt. Ich habe dem positiven Gedanken in meinem Herzen ein großes helles Zimmer eingerichtet.Wir haben uns viel zu erzählen, erleben gemeinsam große Wunder.Falls dich diese Geschichte neugierig gemacht hat, probiere seine Wirkung doch einfach einmal aus. Er ist einfach zu bekommen, lässt sich leicht einfangen, mit offenem Herzen und einem strahlenden Blick. Ich bin mir sicher, seine Anhängerschaft wird bald mächtig ansteigen denn schließlich kostet er nicht einen einzigen Cent.Noch eine Nachdenklichkeit sei erlaubt; sind wir nicht alle Teil eines einzigen, großen und unbegreiflich positiven Gedankens.Ich habe für mich eine Antwort gefunden und du lieber Leser?
@Celine Rosenkind
24.02.2010, 14.33 | PL
Der Pressetermin
Der Pressetermin
Lizzy, die ewig beflissene Labormaus, so nannte Robert sie,war heute besonders aufgeregt.
Seit nunmehr fünf Jahren war dieser nörgelnde große Mann im Rollstuhl, der Dreh- und Angelpunkt in ihrem Leben.
Ein Pressetermin war für den heutigen Tag angesagt und es sollte alles perfekt sein.
Prüfend sah sie sich im Zimmer um.
Ja, die goldenen Pokale funkelten so, wie es sein sollte.
Der von ihr ausgesuchte Platz war perfekt. Gewiss würden sie den Reportern sofort auffallen.
Alles schien perfekt, jedenfalls war Lizzy davon überzeugt.
Robert indessen saß stumm in seinem verhassten Gefährt, welches vor einem Tisch, mit Zeitschriften und Frischobstteller bestückt, geparkt war.
Wie gerne hätten seine Hände, zu Fäusten geballt, einmal auf die Tischplatte geschlagen.
Sein Mund einmal losgebrüllt, wie sehr er ihm verhasst war, dieser ganze Rummel.
Heute jedoch hatte er eingeladen.
Heute sollte es die ganze Welt erfahren!
Heute wollte er diesem Spuk ein Ende machen!
Seit er denken konnte, wurde er von der Presse begleitet.
Robert das Wunderkind war allen Medien ein Begriff. Er brachte die Mediziner zum Staunen,
als er mit 5 Monaten stolperfrei die ersten Schritte alleine machte.
Schnelligkeit schien sein Leben zu bestimmen. Auch wollte das Wachsen seines Körpers, sich nicht an vorgegebene Zeiten zu halten. Der Pfarrer meinte, Roberts Eltern seien gesegnet mit solch einem Multitalent. Nun ja, sie waren sehr fromm gewesen. Er konnte sich noch gut daran erinnern, wie Großeltern, Onkels und Tanten rätselten, woher er diese ganzen Veranlagungen habe.
Keiner in seiner Schule konnte schneller laufen als er.
Keiner konnte im Basketballverein höher springen und somit die Körbe besser treffen.
Keiner war mit der Schule schneller fertig als er.
Schneller, höher, weiter, diese Gaben schienen ihm in die Wiege gelegt zu sein.
Vater und Mutter waren kleine, untersetzte, ja fast dicke Menschen gewesen. Als Beamter war Vater niemals an Sport interessiert gewesen.
Dafür hatte er, Robert, viele Pokale gewonnen. Er war der Stolz seiner Eltern, seiner Schule und später eines ganzen Landes.
Dann kam er, jener verhängnisvolle Tag.
Früher als erwartet war Robert nach Hause gekommen.
Seine Eltern waren noch nicht von der Urlaubsreise zurück und Robert leerte den Briefkasten.
Ein brauner dicker Briefumschlag weckte sein Interesse.
Als Absender war ein Forschungslabor aus den USA benannt.
Neugierig öffnete er den Umschlag und fand einen dicken Fragebogen.
Wie schnell eine heile Welt in Scherben gehen kann, erinnerte sich Robert.
Gerne hätte er sein Geheimnis hinausgeschrien in die ganze Welt.
Jene bestraft, die ihm das angetan hatten. Seine Eltern hatten nie erfahren, dass er die Wahrheit kannte.
Nein, das brachte der große Mann nicht übers Herz.
Er fühlte sich betrogen. Glaubte zu wissen, dass er die ganzen Jahre in einer Scheinwelt gelebt hatte.
Nicht einmal der Versuch diesem aufgezwungenen Leben ein Ende zu machen war ihm gelungen. Statt einen richtigen Abgang hinzulegen, saß er nun gelähmt in diesem verhassten Stuhl.
Er hatte es nicht richtig in Angriff genommen war seine traurige Schlussfolgerung.
Zu viele Emotionen machten ihm viele Dinge unmöglich.
Die einzige kleine Schwachstelle, die man bei seiner Zeugung, nicht bedacht hatte,
wurde ihm somit zum Verhängnis.
Heute war sein Tag gekommen. Heute sollten es alle erfahren, um daraus zu lernen.
Die Mischung im Reagenzglas 937 war nicht ausgewogen, war ein Kunstfehler.
Menschen mit den Eigenschaften, höher, schneller, weiter, sollte man mit weniger Herz züchten …
Urheberrecht Celine Rosenkind
09.07.2009, 13.41 | PL
Später
Später
Er war wie immer in jedem Jahr unweigerlich gekommen.
Einzig, eine vergilbte Urkunde bescheinigte, dass sie vor 65 Jahren, in dieser Welt gelandet war.
Niemand hatte sie je gefragt noch war sie erwünscht!
Mutter nannte sie immer ein Kuckucksei …
Von klein auf, hatte sich das unerwünschte Menschenkind, selbst Trost zugesprochen.
Es schien fast so, als habe SIE sich aus diesem Wort „Später“ eine Liane gebastelt, um sich von Ast zu Ast, ihrer Lebensabschnitte zu schwingen.
Ihr Blick streifte prüfend den von ihr liebevoll gedeckten Kaffeetisch.
„Sie hätten doch längst hier sein müssen;“ meldete sich traurig das Unterbewusstsein.
Blitzschnell meldete sich die Hoffnung, um ihr zu versichern, dass es bestimmt später würden werde.
Da war er wieder, der Rettungsanker ihrer Seele. "Später," tröstete sie sich!
Später, ja sicher, später würden bestimmt einige Gäste vorbeikommen.
SIE setzte sich in ihren alten Ledersessel, sah versonnen in das Licht ihrer Geburtstagskerze,
als sie auf ihrem Sofa eine kleine Gestalt bemerkte.
Ein kleines zierliches Wesen, hatte dort unbemerkt Platz genommen, und schaute SIE mit traurigen Augen an.
SIE rückte ihre Brille zurecht, um den seltsamen Gast genauer zu betrachten.
Ein zerfetztes Kleid, bedeckte einen zusammengekauerten, geschundenen Körper.
Offene Wunden, blaue Flecken und zerbeulte Knochen, boten keinen schönen Anblick.
„Wer bist Du,“ fragte SIE erstaunt.
„Ich bin Dein Leben;“ erwiderte eine schwache Stimme. „Heute möchte ich Dir einmal zeigen,“ wie es mir geht. Haben wir heute nicht Geburtstag?“
„Du willst mein Leben sein?“ erwiderte SIE aufgewühlt.
„Schau Dich doch einmal an. Zerbeult bist Du, klein und armselig.
Übersät mit Wunden und blauen Flecken! Nein, das kann nicht sein.
Auch bist Du ohne Kraft und Power!
Du wirst Dich wohl in der Tür geirrt haben!“
Das kleine verkrümmte Etwas öffnete ganz weit seine blauen Augen.
Magisch wurde SIE von diesem Blick angezogen und tauchte ein,
in das, was sie Leben genannt.
Alles huschte an Ihr vorbei.
Ihre Kindheit mit den Schlägen der Mutter.
Ihre Ehe mit all jener Gewalt und Brutalität, die sie jahrzehntelang ertragen hatte.
Die Freude, welche ihr durch die Geburt der Kinder wiederfahren.
Die Trauer als sie das Haus verließen!
Die Entbehrungen, welche sie mit dem Wort „Später“ verdrängt.
Der erlebte Missbrauch welchen SIE überlebt.
Sogar die Tränen, die sie nicht mehr weinen konnte, fand sie wieder.
Als sie wieder zu sich kam, war der merkwürdige Gast verschwunden.
Draußen begann es bereits dunkel zu werden und die Geburtstagskerze war längst erloschen.
Die alte Wanduhr schlug zur Abendstunde.
Mühsam erhob sie sich aus dem alten Sessel, um ein kleines Kästchen aus der Kommode zu holen. Verstummt waren die tröstenden Worte welche sie gehegt und gepflegt.
Sie goss sich einen Brandy ein, streichelte die kleine Kapsel, welche sie sich vor Monaten besorgt hatte, und schluckte Beides hinunter.
Später, war ihr letzter Gedanke, später ist noch früh genug.
Vielleicht würde man sie ja dann vermissen... später… wenn es zu spät war…
Urheberrecht Celine Rosenkind
09.07.2009, 13.23 | (0/0) Kommentare | TB | PL
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nach Kalendertagen
planen,lachen,
lieben,scherzen,
lasse dich
durchs Leben tragen,
mit Datenspeicherung
im Herzen
© Celine Rosenkind

Ist der Himmel grau
und trübe
glaub mir nur
die Sonne scheint
vom Strahlen ist sie
manchmal müde
wie auch ein Mensch
der einmal weint
© Celine Rosenkind

Gott lebt in uns und wir in ihm
das muss man nur erkennen
er ist des Lebens tiefster Sinn
egal wie wir ihn nennen
©Celine Rosenkind

Glückmomente sammle ich
lebe gut von ihren Zinsen
beutelt dann das Böse mich
reichen diese um zu grinsen
© Celine Rosenkind

Dem Negativen
die Stirn zu zeigen
weil es das Positive
nicht sehen will
erreicht man
mit vielen Kleinigkeiten
das will ich erreichen
weil es mein Ziel
©Celine Rosenkind


Meistens bete ich ganz leise
Still im Herzenskämmerlein,
Send den Kummer auf die Reise
Aber auch das Dankbar sein
© Celine Rosenkind

Die Ehe vermag jene seelische Krankheit, die sich Liebe nennt, leicht zu heilen.
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