Das Wortkarussell
 

© für den Buchwussel-Gif

 Wolfgang Stoesser



Ein schöner Ort



Zufallsspruch:
Es ist schon ein Beigeschmack von Wahrheit in dem Wort „Familienbande“.

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Lyrikecke - Lyrik-Linkliste


Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: nachdenklich

Der Narr



Der Narr
 
Ich war so oft in meinem Leben,
Ein Narr, ich wusste nichts davon,
Mit Ratschlag wollt ich helfend geben
Höhnisch Gelächter war mein Lohn !
 
Stets trug ich Herz und Ohren offen,
Für den, der schwer am Kummer trug.
Lehrte so manchen wieder Hoffen,
und galt doch oft als Neunmalklug.
 
Gewiss gab es auch Freudentage,
Denk ich heut nach, die Zahl ist klein.
Legt´ ich heut beides auf die Waage
Hat´s sich gelohnt ein Narr zu sein.?
 
Wenn es nach meiner Waage ginge,
Würd der Erfolg mich mutlos machen.
Doch mehr als tausend schwere Dinge,
Wiegt oft ein klitzekleines Lachen !
 
© Celine Rosenkind

Nickname 09.08.2010, 15.44 | PL

Das Gegenstück



 Das Gegenstück

Mein Wäschekorb war längst aussortiert
als ich sie sah und fragend beschaute,
da waren zwei einzelne Strümpfe noch da
und ich meinen Augen kaum traute
.
Wo waren die Gegenstücke geblieben,
sollten sie etwa in einer Ecke noch liegen,
oder vielleicht in der Waschmaschine noch hängen
gar im Sonnenschein auf der Leine noch brennen?

Ich hab nachgeschaut, hab sie nie wieder gefunden,
denk ich so nach, fühl ich mich ihnen verbunden!

War auch einmal ein kleiner Strumpf
das Gegenstück mir fehlte,
und hab begriffen damals schnell,
was für mich zum Leben zählte!

Ich habe mein Gegenstück gefunden,
die Strümpfe aber blieben verschwunden........

© Celine Rosenkind
 

Nickname 09.08.2010, 15.26 | PL

Der Lumpensammler

Der Lumpensammler

Ich saß an meinem Tisch im Garten,
nachdenkend über dies und das,
als plötzlich wider mein Erwarten,
Melodie so schön, die Stille durchbrach.

Erstaunt lief ich ganz schnell zur Straße,
ein kleiner Wagen fuhr vorbei,
mein Schatz auf meine Frage sagte,
dass dies der Lumpensammler sei!

Sah staunend nach dem bunten Wagen,
der langsam fuhr von Haus zu Haus
sah meine Nachbarn Sachen tragen
und räumen ihre Keller aus.

Wollt meinen Augen gar nicht trauen,
verwundert war ich, fassungslos,
nicht aufhör`n wollt ich mit dem Schauen
was man Ihm warf in seinen Schoß.

Die alte Standuhr von Herrn Scholz-
wie ehrfurchtsvoll hört ich sie schlagen,
aus wundervollem dunklem Holz,
auch sie lag auf dem kleinen Wagen.

Juliane stand am Straßenrand ,
die Kindheit hielt sie in den Armen,
Teddys und Puppen in der Hand,
ohne Bedauern , kein Abschied , kein Klagen!

Das kleine Dreirad aus Haus Nr. 7
viele Kinder fuhren auf ihm einst so stolz,
wo ist die glückliche Zeit nur geblieben,
nun muss es weg, wie das Pferdchen aus Holz!

Der Lumpensammler griff gierig zu,
ein Lächeln lag auf seinen Lippen
Topfpflanze, Vogelkäfig, Teppich und Schuh,
er brauchte nicht einmal zu bitten.

Während ich so stand und schaute,
musste ich dran denken,
wie oft ich auf Gefühle baute,
Liebe und Freundschaft gern verschenkte.

Da griff auch mancher gierig zu,
hab großzügig gegeben,
manch Mensch warf sie weg im Nu,
Gefühle achtlos zertreten!

Ich sah dem kleinen Wagen nach
mit Tränen in den Augen,
voll gepackt bis unters Dach
mit Zeitzeugen die nichts mehr taugen.

Es liegt wohl in des Menschen Natur
mit Gefühlen und Dingen so umzugehen.
Doch kann ich Euch versichern nur,
Ich werde und will das niemals verstehen!

© Celine Rosenkind

Nickname 09.08.2010, 15.10 | PL

Ein bisschen Zartgefühl

Ein bisschen Zartgefühl

Ein fünffacher Großvater, der sollte doch wirklich
gelernt haben". Sie sah ihren Mann vorwurfsvoll und
kopfschüttelnd an.
"Was denn gelernt?", fragte er und zupfte verlegen
an seinem grauen langen Bart.
"Ach, das weißt du ganz genau, ich habs dir schon
hundertmal erklärt!"
"Was man hundertmal sagt, wird dadurch auch nicht richtiger."
Er lächelte versonnen.
"Also, ich verwöhne unsere Enkel zu sehr?"
"Viel zu sehr", sagte sie und schaute ihn vorwurfsvoll an.
"Na gut, ich werde standhaft bleiben, wie ein Felsen in der Brandung!"

Das Weihnachstfest kam.

Alle 5 Enkel hatten wunderschöne Bastelarbeiten gemacht, hatten
etwas gemalt, ausgesägt, modelliert und geklebt.
Wunderschöne Geschenke waren das für die Großeltern.
Mal mehr, mal weniger gelungene kleine Kunstwerke.
Nach der Bescherung telefonierte der Großvater mit seinen Kindern
und bedankte sich für die vielen liebevoll handgemachten Geschenke.
Er sagte, wie stolz er sei, dass seine Enkelkinder so wohlgeraten,
noch auf alte Tradition achten würden.
"Immer dieses Loben" murmelte die Frau, "du verwöhnst sie."
"Nein, ich ermutige sie weiterzumachen und zu bleiben wie sie sind."
"Aber, du siehst doch, dass manches nur oberflächlich zusammengebastelt
wurde so in letzter Minute und dafür bedankst du dich noch?"
Der Großvater drehte sich wortlos um und ging zum Gabentisch zurück,
der von den Geschenken der Enkelkinder übersät war.
Er betrachtete eines nach dem anderen in bedächtig, versonnen
in tiefer Beseeltheit.
Von wem war nun eigentlich was?
Am nächsten Tag meldete sich der älteste Sohn mit Familie zu einem
Weihnachtsbesuch an.
Nach einer freudigen Begrüßung am Telefon
meldete sich ein kleine zarte und traurige Stimme. Es war Anna, seine
kleine zehnjährige Enkeltochter. "Ich habe es eben erst bemerkt", schluchzte sie.
"Schade, dass mein Geschenk nicht so schön geworden ist,
Großvater, ich hab euch sehr lieb"
Der Großvater antworte mit Tränen in den Augen, wie schön das
Geschenk doch sei und dass allein das Wollen und der Zeitaufwand
schon für ihn das Größte wäre.
Dann suchte er auf dem Gabentisch nach den verunglückten Geschenk von Anna.
Er fand eine kleine Schachtel, einst mit Muscheln beklebt,
welche sich aber nun auf dem Gabentisch zwischen den Geschenken gelöst und
einzeln wiederfanden.
"So, so und dafür hast du sie noch gelobt", sagte die Großmutter vorwurfsvoll.
Er konnte es nicht mehr ertragen und sank in seinem Stuhl zusammen.
Hatte er all die Jahre nie bemerkt, wie negativ sich Martha entwickelt hatte?
Er schaute sie traurig an während er bemerkte:
"Man muss auch über Fehler hinwegsehenkönnen so, wie ich
dir Jahre lang verziehen habe, obwohl du nicht perfekt bist."
"Keiner ist das Martha. Ein bisschen Zartgefühl, das würde ich
dir gerne von mir abgeben."
"Warum hast du nie etwas gesagt, ich habe, so oft vergeblich auf
eine kleine Zurechtweisung gewartet."
"Ja, siehst du, man muss sich in den anderen hineinversetzen können,
dann kommt alles von allein."
"Die Kleine, hat keinen guten Klebstoff verwendet," sagte Martha
und dann saßen die beiden einträchtig am Tisch und klebten gemeinsam die Muscheln
auf die kleine Schachtel!
Nicht nur die Muscheln klebten gut, es war, als hätte dieser Klebstoff auch die Großeltern
aufs Neue verbunden.
Zartgefühl regierte nun ihrer beider Leben.

© Celine Rosenkind

Nickname 12.01.2010, 13.31 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Der Bettler



Der Bettler

Nun sitzt er wieder da,
wie jedes Jahr um diese Zeit,
am Straßenrand,
viel zu dicht am Verkehr.

In eine kleine weiche Decke gehüllt-
sein Hund an dessen Fell er sich
die blaugefrorenen Hände wärmt,
die streichelnd
über den warmen Körper zucken.

Hoffnugslosigkeit in seinen Augen,
neben ihm Habseligkeiten
in einem verbogenen Einkaufswagen,
dass Pappschild ;  "Ich habe Hunger",
vom Regen längst durchgeweicht.

Nicht beachtent fängt er
so manchen  Fußtritt sich ein,
verächtliches Tuscheln
geschäftiger Menschen ,
auf der Jagd nach Weihnachtsgeschenken.

In den Jackentaschen nestelnd,
findet er, eine verbeulte Zigarette,
einst achtlos wegeworfen von einem,
der es sich leisten kann.

So wie man ihn auch wegwarf schon vor Jahren,
er, der einst so stolz auf Job und Familie.
Seine Zeit schlagartig vorbei,
durch ein Blatt Papier, mit der Aufschrift,
Kündigung.

Kündigung , ein Wort welches sein Leben zerstörte,
ihn ins nichts schleuderte,
hinauskatapultiert aus dem Leben der Seinen
die er einst liebte.

Nun sitzt er wieder am Straßenrand,
während die welche sich Menschen nennen,
verächtlich auf ihn herniederschauen,
regt sich Mitleid in
seinem Herzen!

Mit den Unwissenden, Überheblichen,
die es morgen auch treffen kann,
dieses unheilvolle Wort:
" Kündigung."

© Celine Rosenkind




Nickname 20.10.2009, 17.03 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der Fehdehandschuh

Der Fehdehandschuh

Vor langer Zeit, vor vielen Jahren,
lebte ein Ritter jung und stolz,
im Kampf war er recht unerfahren,
sein Herz zu weich und nicht aus Holz!

Sein ganzes Herz in Liebe glühte
zu einem Fräulein was so hold,
er sich um ihre Gunst bemühte,
mit Augen blau und Haaren gold.

Doch buhlte er nicht ganz alleine
um ihre Liebe, Herz und Hand.
Da gab es noch den Ritter Heine,
den sie auch bracht um den Verstand.

Sie war der Schönheit sich bewusst,
die nicht versprach ein liebes Wesen,
so kam es wie es kommen musst,
und wir es oft in  Sagen lesen.

Aus den Rivalen wurden Feinde
warfen sich den Fehdehandschuh zu,
denn jeder von den beiden meinte
durch einen Kampf gäbe es Ruh.

Man forderte sich zum Duell
würdevoll durch Adjutanten,
das angenommen auf der Stell
von zwein,die sich nicht kannten!

Getrennt standen sie im Nebelforst
von hundert Fuß sich gegenüber,
getragen hoch vom Lieblingsross,
 dem Ruf: “Der Überlebende sei Sieger!“

Die Kugel traf den Ritter jung
er fiel vom Ross tot auf der Stell,
während stolz und voller Schwung,
Heiner ritt  zum Schloss gar schnell.

Den Fehdehandschuh mitgenommen
als Zeichen dass er hart gekämpft
auf dem  Schloss dann angekommen
ward Freud und Hoffnung schnell gedämpft.

Die Schöne lachte als sie hörte
was todesmutig er gewagt,
auch als er ewige Liebe schwörte,
hat sie höhnisch nein gesagt.
Er wünschte sich ihn hätt getroffen
die Kugel die das Leben nahm
am Unglücksort der Sarg noch offen
er spürte Schmerz, Trauer und Gram.

Verzeih dass ich mit dir gestritten
glaub mir du hast den bessren Part,
zum Zeichen dass wir umsonst gelitten
den Handschuh leg ich in den Sarg.

Es lohnt sich nicht um was zu streiten
Und sei`s von außen noch so schön,
das Innere muss sich beweisen,
 man sollte mit dem Herzen zu sehn!

© Celine Rosenkind

Nickname 17.09.2009, 16.46 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Das Puzzleteil

Nickname 11.09.2009, 16.59 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Seine wichtigste Entscheidung


Seine wichtigste Entscheidung

Karl hatte sich mit seinem seelischen Durcheinander und dem Stückchen
Papier in der Hosentasche auf den Balkon geflüchtet. Unbemerkt war es ihm gelungen, die Party zu verlassen.
Plötzlich war seine kleine Welt nicht mehr so heil und er fühlte sich mies und unbehaglich. Mit ein paar lumpigen Zahlen hatte dieser Mensch im Nadelstreifenanzug ihm einen dicken roten Strich durch sein bisheriges Leben gemacht. Seine Gefühle schlugen Purzelbäume, fuhren Achterbahn und lösten in ihm ein Chaos aus, welches er bisher nicht kannte. Verzweifelt blickte er in den sternenklaren Himmel und glaubte auf dem Vollmond ein breites Grinsen zu entdecken.
Verdammt, warum musste gerade ihm das passieren und warum gerade jetzt. Jetzt wo sein Glück doch rundherum perfekt war. In einem Lebensabschnitt, auf den er und seine Frau Laura 15 Jahre hingearbeitet hatten.
Es war nicht immer einfach gewesen aber sie fühlten sich unendlich reich. Hatten einander, liebten einander. Zusammen hatten sie diesen Traum von der Eigentumswohnung wahr gemacht. Die Tatsache, dass Felix sich auf dem Weg zum Ziel dazwischengedrängelt hatte, war nur eine überaus angenehme Überraschung. Er war es, der allen Dingen noch einen tieferen Sinn gab.
Nein und nochmals nein! Niemals würde er dieses Glück aufs Spiel setzen.
Nicht er, Karl Petersen, der stolze Vater eines siebenjährigen Jungen. Nicht er, Karl Petersen, der stolze Ehemann einer liebenswürdigen und reizenden Frau deren Liebe er sicher sein konnte.
Nicht er, Karl Petersen, der sein Leben, so wie es wahr als ausgefüllt und beglückend empfand.
Sicher, wenn er diesem kleinen Stück Papier nun die Oberhand über sein Leben  abtreten würde, wäre er für die Finanzwelt ein gemachter Mann. Ein sogenannter dicker Fisch den zu ködern man gerne bereit war.
Wie ferngesteuert kramte er aus seiner Hosentasche den verhassten Lottoschein hervor. "Ich werde dich das Fliegen lehren," murmelte er, während er ihn zu einem millionenschweren Papierflugzeug umdeklarierte. Der Nachtwind schien, um die nicht gewollte Kostbarkeit zu wissen, und trug es sanft davon.
Erleichtert rückte Karl seine Krawatte zurecht, um zur Party zurückzukehren.
Nichts konnte sein Glück nun mehr stören.
Übrigens hat er nie wieder Lotto gespielt; denn der Einsatz erscheint ihm noch heute zu hoch!

Urheberrecht Celine Rosenkind



Nickname 09.09.2009, 19.15 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Die Ballade vom guten Menschen




Die Ballade vom guten Menschen

Will euch erzählen die Geschichte
Von einem Menschen gut und lieb
Las nie eine Regung in seinem Gesichte
Weiß nicht was zu guten Taten ihn trieb

Er wollte viele Freunde haben
Denn er war reich und hatte Geld
An Dankbarkeit tat er sich laben
Feierte sich jeden Tag als Held

Er führte penibel eine Liste
Von allem was er gut getan
Verwahrte sie in einer Kiste
Damit er es stets belegen kann.

Die Achtung die man ihm hier zollte
War ihm nicht wichtig war nichts Wert
Auch Freunden die er einst gern wollte
Hat er den Rücken stolz gekehrt.

Aus seiner Liste wurden Listen
Für ihn der allergrößte Schatz
Aus seiner Kiste wurden Kisten
Für seinen Himmelsehrenplatz

So blieb der Erdenmensch allein
Stets lauernd, wo er helfen konnte
War auch sein Dasein trist und klein
Er sich in seinen Taten sonnte

Dann kam der Tag wo Gott ihn rief
Sein Erdenleben musste enden
Bereits bepackt er sie verließ
Die Kisten stolz in beiden Händen.

Die stellt er stolz dem Herrgott hin
Siegesgewiss mit stolzem Blick
Er hatte doch erfüllt des Lebens Sinn
er schenkte so vielen Menschen Glück.

Umringt von seiner Engelschar
Hörte er verdutzt Gottvater fragen
Wo denn die Freude zu finden war
Bei all den aufgeschriebenen Taten

Auch Dankbarkeit würde er vermissen
Erklärte ihm der Herrgott dann
Auch die gehöre in die Kisten
Wenn man von Herzen schenken kann
Nur wer mit reinem Herzen gibt
Und Freude hat am schenken
Beweist, dass er die Menschen liebt
Fremd ist ihm Vorteilsdenken


Er achtet Freud und Dankbarkeit
Bewahrt sie tief im Herzen
die führen ihn zur Seligkeit
leuchten wie tausend Kerzen!
So sprach der Schöpfer wollt ich noch berichten

Und traf einen weisen Entschluss

Die Koffer samt Listen befahl er zu vernichten
Weil man mit Gepäck dort nicht anreisen muss!

~*~*~*~

© Celine Rosenkind
 
 

 

Nickname 09.09.2009, 19.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Gelebtes Leben

Gelebtes Leben

Es war an einem dieser wundervoll sonnendurchfluteten Tagen.
Alles schien perfekt, meine Stimmung war der Natur angepasst.
Hochsommer in meiner Seele, hoffnungsvoll, zuversichtlich überlegte ich meine Ziele die ich mir gesteckt.

Während ich zufrieden mit mir so vor mich hinträumte, genüsslich meinen Kaffee schlürfte, kam SIE in unseren Garten, warf sich auf den Stuhl, der mir gegenüberstand, und begann nervös in ihrer Hosentasche zu kramen.
„Verdammt, ich habe sie doch eingesteckt oder doch nicht,“ flüsterte SIE verärgert.
Resigniert saß SIE mir gegenüber,  die Frau, die ihr Leben bereits gelebt und für die alles  hier auf  Erden keinen Sinn mehr machte.

Unbehagen machte sich in mir breit wie das bei mir eben so ist, wenn ich in Gesellschaft von negativen Menschen bin.

Dabei hatte ich mir doch vorgenommen, ganz fest vorgenommen, IHR zu sagen, wie sehr mich diese Gespräche mit IHR belasten. Mir gar die Luft zum Atmen nahmen.

Nur, wie sollte ich das IHR antun. Ihr, dieser Frau, die das Leben bereits gelebt hatte?

Ihr, die ich weder für die Natur noch den Sommer begeistern konnte, weil sie das schon zu oft erlebt als langweilig empfand?

Ihr, die sich über Kinderlachen und Hundegebell genau so wenig freuen konnte, wie über einen kleinen Blumengruß, der meinen Frühstückstisch zierte?

Es ist wirklich nicht leicht mit Menschen, die ihr Leben bereits gelebt, und damit abgeschlossen haben.

Auch sei Sex in ihrem Alter so was von öde - versuchte sie mir an diesem Sommermorgen eindringlich zu erklären.

Dass es keine Liebe gäbe, davon versuchte sie mich lauthals zu überzeugen, obwohl ich doch zuhörte  - IHR doch gar nicht dazwischen geredet habe.

Hoffnungslos sei die Lage in unserem Land, weil wir doch so viele soziale Ungerechtigkeiten hätten.

Ich kam mir dumm und unerfahren vor und doch,
vielleicht werde ich das ja auch so sehen,
wenn ich mein Leben gelebt habe, wer weiß das schon?

Die Worte: „Na, dann geh ich mal wieder und vergiss die Feier zu meinen 21. Geburtstag nicht,“ rissen mich aus meinen Gedanken.
Während ich dieses „Bis bald"  erwiderte, versuchte ich mich zu erinnern, wie das den damals
bei mir gewesen ist, damals... vor 38 Jahren

Urheberrecht Celine Rosenkind


Nickname 29.07.2009, 19.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

2010
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Nicht nur

nach Kalendertagen

planen,lachen,

lieben,scherzen,

lasse dich

durchs Leben tragen,

mit Datenspeicherung

im Herzen

© Celine Rosenkind



Glückmomente sammle ich

lebe gut von ihren Zinsen
beutelt dann das Böse mich
reichen diese um zu grinsen 

© Celine Rosenkind








Ganz privat erlebt man mich :





Gefühle muss man sorgsam hegen

mit Liebe wie mit Ehrlichkeit
es ist ein gar aufwendiges Pflegen
doch sicher ist´s es lohnt die Zeit

©Celine Rosenkind






Ist der Himmel grau
und trübe

glaub mir nur
die Sonne scheint

vom Strahlen ist sie
manchmal müde

wie auch ein Mensch
der einmal weint

© Celine Rosenkind


Online seit dem: 30.06.2009
in Tagen: 430