Mein Wortkarussell

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Ein Wunder im Advent...



Es geschah an einem Sonntag mitten im Advent.
Auf unserer Einkaufstour entdeckten wir das kleine gelbe Zettelchen.
Flohmarkt im Nachbardorf und das wie gesagt, am Adventssonntag.

Ich witterte die Chance, vielleicht noch ein paar seltene, alte Bücher zu ergattern
und mein Mann brauchte zum Basteln dringend noch ein paar Trucks.
Also planten wir unseren Flohmarktbesuch, beschlossen danach unseren Hattinger
Weihnachtsmarkt zu besuchen, und in unserem Lieblingslokal essen zu gehen.
Klar , dass da Freude aufkam.

Am Sonntag war es mehr als nur stürmisch. Der Wind war eisig und das Wetter ungemütlich.
Regen hatte uns der liebe Wettermann angekündigt aber wir ließen uns nicht beirren.

Wir waren wie immer ziemlich lustig, schmiedeten Pläne fürs das bevorstehende Weihnachtsfest und waren neugierig was wir alles finden würden.

Nur wenige Buden fanden wir vor. Einige Kinder und ältere Menschen boten das Mitgebrachte auf kleinen Wolldecken oder Bettwäsche auf dem Pflaster zum Verkauf an.

Das Angebot war wirklich nicht groß! Eine alte Frau, die frierend vor einer weißen Decke stand, zog uns magisch an.
Wunderschönes edles Porzellan war dort liebevoll ausgebreitet! Sie hatte gerade ihren Wohnzimmerschrank ausgeräumt, erklärte sie uns, und dass man doch vor Weihnachten ein wenig Zubrot brauche weil die Renten so gering.
Inmitten von Sammeltassen und allerhand anderen Kostbarkeiten aber standen viele Engel.
Engel in allen Größen wunderschön waren sie anzusehen aber dementsprechend auch die Preise. Mein Sammlerherz hüpfte, denn ich hatte zwei wunderschöne Exemplare entdeckt die in meiner Sammlung noch Platz haben würden. Es war der Preis welcher mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholte.

Mein Mann hat nicht lange überlegt, er wollte sofort zugreifen – er ist eben der liebste und beste Ehemann der Welt. Ich konnte ihn jedoch überzeugen, dass meine Sammlung wirklich groß genug sei.

Aber – der Mensch denkt und Gott lenkt – so heißt es doch oder?

Wir befanden uns gerade auf der gegenüberliegenden Seite, als eine Windbö über den kleinen Platz fegte. Teddys, Puppen und vieles mehr flogen wild durcheinander.
Staub hatte ich in die Augen bekommen, als ich es klirren hörte.

Oh weh, die alte Dame und das schöne Porzellan.
Als wir zu Hilfe eilten, war es schon fast zu spät. Auch die Engelchen hatte der Sturm nicht verschont und viele - fast alle – lagen zerbrochen am Rand der Decke.
Nur zwei waren heil geblieben – genau die beiden die ich gerne gekauft hätte.
Während wir uns bückten und versuchten zu trösten hörte der Sturm nicht auf und so kam es, dass mir die zwei Engelchen regelrecht entgegen flogen.

Da stand für mich fest, dass ich sie mitnehmen musste. Wir haben auch nicht mehr über Preise gesprochen. Die alte Dame zeigte mir aufgeregt das Handarbeit Zertifikat welches der rote Engel am Händchen trug. Sie hatte Tränen in den Augen, als sie auf die Scherben der anderen wirklich hochwertigen zerbrochenen Engelchen sah.

Sie meinte, ich hätte die beiden doch gleich kaufen sollen, denn anscheinend hätten sie zu mir gewollt. Ich weiß, das hört sich komisch an, und doch machte es mich nachdenklich.

So kam es, dass ich an diesem Adventssonntag zu zwei weiteren Engelchen kam.
Die Worte der alten Frau aber gehen mir nicht mehr aus dem Kopf und ihren Blick, mit dem sie uns beide ansah, den werde, ich niemals vergessen.

Schade, dass ich im Zeichnen so unbegabt bin, denn immer, wenn ich die Engelsgruppe betrachte, scheint mir, als würde die alte Frau dazwischen sitzen und mir zulächeln.

Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die wir nicht begreifen können und das ist auch gut so
glaubt Eure © Celine Rosenkind

Nickname 04.12.2016, 12.19

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