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Annies Tochter (kleine Leseprobe)


Celine~~~alias Silvia 1968

Celine~~~alias Silvia 1968

Annis Tochter

Wer war Annie?

Warum meine Mutter so war, wie sie war? Nichts habe ich später unversucht gelassen, mehr über sie zu erfahren. Ich kann guten Gewissens sagen, dass ich sie zu keiner Zeit gehasst oder verachtet habe. Sie war dennoch grausam, sadistisch und gemein, seit ich mich erinnern kann. Ein Mensch, welcher z. B. Festtage die im Kalender standen
für uns Kinder zu schrecklichen Erlebnissen machte. Ostern, Weihnachten oder gar Geburtstage gab es für uns nicht.
Sie war eine sehr stolze Mutter, wenn ich bei Veranstaltungen Auftritte hatte und im Mittelpunkt stand. Mein Beifall war dann natürlich Ihr Beifall und sie genoss es, wenn man Ihr zu der begabten Tochter gratulierte.
Sie gab sich dann sehr souverän und verständnisvoll, gab meinem Musiklehrer und Chorleiter Recht und versprach mich später auf das Musikkonservatorium zu schicken.
Auch schien sie begeistert und überzeugt von meinen Fähigkeiten, was mein Hobby das Schreiben betraf. Sie schien begeistert….

Bereits auf dem Nachhauseweg aber hagelte es böse Worte, sie war dann leider wieder eine ganz andere Person.

Vielleicht zweifele ich deshalb so oft an meinen Fähigkeiten?

Eine ihrer Eigenschaften aber hat mich in manchen Stunden diese breite Kluft welche zwischen uns herrschte ein wenig näher zu ihr rücken lassen. Wenn sie Angst hatte, durch bestimmte Lebenssituationen dann brauchte sie mich. Ich durfte ihr zuhören und sie trösten.

So erfuhr ich, dass sie ihre Mutter mit 4 Jahren verloren hatte und ihr Vater, eine einst bekannter Frankfurter Goldschmied sich darauf das Leben nahm.
Sie landete im Waisenhaus und wurde ein Jahr später das Adoptivkind meiner Pflegeeltern.
Sie habe sich auf unserem Bauerhof niemals richtig wohlgefühlt versicherte sie mir.
Aber man habe recht früh ihre große Begabung für das Klavierspiel erkannt und die Eltern, also meine Großeltern, hatten ihr dann einen richtigen Konzertflügel besorgt. Sie hatte Klavierunterricht und einige Auftritte am Frankfurter Opernhaus. Während des Krieges habe Großvater heimlich geschlachtete Schweine gegen schwarzen Samt getauscht. So entstanden unter Großmutters geschickten Händen die Kleider für ihre Auftritte. Na ja, und dann platzte ich in ihren schönsten Jahren, gerade mal siebzehnjährig in ihr Leben.
Ich war schuld, ich war das AUS für ihren Traum un d für mich begann das Leben als Albtraum.
Wie traurig das gewesen sein muss, darüber denke ich oft nach, noch heute.




Wie lange ich an meinem Buch noch schreiben werde , ob es überhaupt je fertig wird, kann ich heute noch nicht versprechen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Welt diese Geschichten in Buchform braucht.
Ich werde die Antwort finden ganz gewiß. Spätestens dann, wenn es endlich fertig ist.


Nickname 09.08.2010, 13.17

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die Sonne scheint
vom Strahlen ist sie
manchmal müde
wie auch ein Mensch
der einmal weint

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Gott lebt in uns und wir in ihm
das muss man nur erkennen
er ist des Lebens tiefster Sinn
egal wie wir ihn nennen

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Glückmomente sammle ich
lebe gut von ihren Zinsen
beutelt dann das Böse mich
reichen diese um zu grinsen

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Dem Negativen
die Stirn zu zeigen
weil es das Positive
nicht sehen will
erreicht man
mit vielen Kleinigkeiten
das will ich erreichen
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Meistens bete ich ganz leise
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Send den Kummer auf die Reise
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