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Gedanken über die Zärtlichkeit



Gedanken über die Zärtlichkeit

Nichts ist wichtiger als Zärtlichkeit,
weil ohne sie keine positiven Gefühle
existieren oder entstehen können.
Dankbarkeit und Verständnis könnten
ohne sie den Weg zu unserem Herzen niemals finden!
Zärtlichkeit hat viele Gesichter
Zärtlich ruht auf dir mein Blick Geliebter
wenn ich dir beim Schlafen zusehe,
Zärtlichkeit ist der Mechanismus der meine Hände
dich liebkosen lässt,
sie auf Entdeckungsreise schickt um
deinen Körper zu erkunden.

Zärtlichkeit ist die Tochter der Liebe,
sie ist sanft, nicht aufdringlich
und wohltuend für Mensch, Tier und alles
was sich im Universum bewegt.

Wenn unsere Sinne wach sind, begegnen wir auch
in der Natur mit ihren so verschiedenen Gesichtern,
den Spuren dieser sanften und zärtlichen Kraft!
Das Wasser der Quelle,
wenn es über unsere Hände läuft,
das Singen der Vögel,
das Rauschen der Bäume,
die Sonne, die uns sanft wärmt,
das weiche Gras, das zum Ausruhen einlädt.
Alle die vielen Blüten, die sich öffnen,
das Treiben der immer emsigen Ameisen.
ein Regenwurm der sich im  nassen Sand genüsslich
bewegt -
die vier Jahreszeiten welche
uns den ewigen Kreislauf versuchen
verständlich zu machen.
Der Stein welcher manchem Getier einen Ruheplatz
bietet!
Es will mir scheinen, als seien sie nichts anderes
als eine Symphonie der Zärtlichkeit.

Sehr viele Menschen denken im Hinblick
auf das Thema Zärtlichkeit vor allem an das,
was sie für sich ersehnen.
Ich bin mir nicht sicher, was beglückender ist,
Zärtlichkeit verschenken zu können oder sie empfangen
zu dürfen.
Beides ist von unendlicher Kostbarkeit.

Es ist die Zärtlichkeit, der ich begegne, wenn sich die
feuchte, kühle Schnauze meines Hundes in meine
Hand schmiegt.
Die flaumige Feder,
das welk gewordene Blatt
oder die Schneeflocke die der Wind
unerwartet vor meine Füße weht, ist ein Gruß
der Zärtlichkeit meines Schöpfers  an mich.

Wer verbinden Zärtlichkeit meistens mit einem
Geschehen zwischen dem ICH und DU. Es gibt
jedoch auch eine Zärtlichkeit jenseits des
Zwischenmenschlichen.
Die Art und Weise etwa, wie ich etwas in die Hand
nehme, dessen Wert ich tief in meinem innersten begriffen habe,
 kann von Zärtlichkeit
durchdrungen sein. Zärtlich bin ich den Dingen
gegenüber, wenn ich den
den Charakter erkenne und es zulassen kann,
mich berühren lassen
von Gefühlen, Formen, Farben und Düften.
In meiner Nachbarschaft lebt ein alter Mann,
der selbstversunken mit
seinen Händen die Blüte einer Rose streichelt,
dankbar den Blick zum Himmel schickt und,
sich zu ihr herunterbeugt
um sie mit den welkgewordenen Lippen zu liebkosen!
Wie liebevoll und zärtlich ist diese Geste!
Während ich ihn heimlich beobachte
macht sich ein Riesenglücksgefühl in meinem Herzen breit
und ich  freue mich weil ich sicher bin
den wahren Reichtum erkannt zu haben!
                 

 Urheberrecht Celine Rosenkind



Nickname 11.09.2009, 17.08

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