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Mitten in Berlin



Heimweh nach Spandau bei Berlin
Vieles könnte ich über Berlin schreiben.
Vielleicht liegt es ja an meinen Heimwehattacken, die mich ab und zu noch überfallen.
Niemals hätte ich gedacht, dass ich dieser Stadt mit ihren Menschen einmal nachtrauern würde.
Wenn ich an Berlin denke, dann erzähle ich oft und gerne folgende kleine Begebenheit.
In unserem Stadtteil Spandau entstand Mitte der 80er Jahre ein wunderschönes kleines Einkaufzentrum. Es war ein kleine Einkaufsoase inmitten einer neuen großen Plattenbausiedlung. Bequem war das Einkaufen geworden, und es dauert nicht lange, bis ein  großes Metallhäuschen in der Fußgängerzone auftauchte.
Rote Plakate vermittelten den Käufern, dass hier Imbissläden eröffnet würden. "Dette iss ja echt dufte", meinten wir Anwohner und rätselten, was man dort wohl kaufen könnte.
Des Rätsels Lösung ließ nicht lange auf sich warten.
Nur wenige Tage später pries auf der einen Seite Achmed seine türkischen Spezialitäten an, während auf der anderen Seite Kalle mit seiner echten Berliner Currywurst in hausgemachter Zwiebelsoße lockte.
Döner und Currywurst unter einem kleinen Imbissdach zusammen mit Achmed und Kalle das geht gar nicht?
Das haben wir anfangs auch gedacht aber die Beiden haben sich super verstanden.
Achmed hatte für seine kleinen hungrigen Besucher sogar eine immer gut gefüllte Eis-Truhe  angeschafft.
Es war eine familienfreundliche kleine Ecke vor der man sich gerne
auf einen Snack und ein Schwätzchen traf. Eitel Freude Sonnenschein könnte man nun denken.
Aber die Zeit blieb nicht stehen und der Ideenreichtum unserer Stadtväter auch nicht brach liegen.
Schließlich musste das Einkaufszentrum ja attraktiv gestaltet Käufer anziehen.
Es dauerte nicht lange, da zog Pedro mit seinem Eiskaffee ein, Yang Li eröffnete genau um die Ecke ein prächtiges Chinarestaurant, und genau auf der anderen Straßenseite, konnte man bei Alfredo, Pizza und Muscheln verzehren.
Das war wirklich ein breit gefächertes Angebot.
Wer nun denkt, einer der genannten Personen habe umsatzmäßig einen Nachteil gehabt der irrt sich.
Genau das Gegenteil war der Fall. Im Eiskaffee wurde der Gast nach Verzehren seines Eisbechers freundlich auf die umliegenden deftigen Nahrungsquellen hingewiesen. Bei Achmed und Kalle machte man den Kunden auf das leckere Eis bei Pedro aufmerksam. Das war nach einem herzhaften Döner oder einer scharfen Currywurst für manchen eine richtige Erlösung.
Kalle verkaufte in seinem Imbiss kein kaltes Bier mehr, nein er schickte seine durstigen Gäste zu Pedro, nicht ohne dessen Salatteller in den höchsten Tönen zu loben. Auch erzählte man so nebenbei, wie lecker man bei Yang Li Sake schlürfen könne oder dass der Lycheewein etwas ganz besonders sei.
Nicht lange danach feierten wir alle den Fall der Berliner Mauer und bekamen noch unser Gretchen mit ihrem Quarkbällchenstand dazu.
Nun hatten wir ein kleine, kulinarische Insel, inmitten eines der schönsten Stadtteile Berlins .
Während ich diese Geschichte schreibe, kommt mein Heimweh zurück und mir wird klar; "Icke liebe mein Spandau immer noch…….."

© Celine Rosenkind

Nickname 05.09.2009, 18.13

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Kommentare zu diesem Beitrag

1. von Carol

Liebe Celine,
ich war 1982 für ein Wochenende in Berlin und erinnere mich gerne daran. Die Stadt hat wirklich ihren ganz eigenen Charme. Ich war damals sehr fasziniert von dem freizügigen, multikulturellen und glitzernd lautem Leben. Auch wenn ich niemals in einer so "lebenshungrigen" Stadt wohnen möchte, einen Besuch ist sie allemal Wert. Wer weiß, irgendwann einmal vielleicht wieder ...
Sei ganz herzlich gegrüßt !

Carol

vom 05.09.2009, 18.46
Antwort von Nickname:

Liebe Carol,
ich habe mich riesig über Deinen Besuch, das Lesen und den Kommentar gefreut.
Berlin ist immer noch wunderschön aber riesig groß - eine Weltstadt eben aber mit viel Herz!

Ganz liebe Grüße an Dich von Celine

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vom Strahlen ist sie
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das muss man nur erkennen
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egal wie wir ihn nennen

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mit vielen Kleinigkeiten
das will ich erreichen
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