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Seine wichtigste Entscheidung

Seine wichtigste Entscheidung

Karl hatte sich mit seinem seelischen Durcheinander und dem Stückchen
Papier in der Hosentasche auf den Balkon geflüchtet. Unbemerkt war es ihm gelungen, die Party zu verlassen.
Plötzlich war seine kleine Welt nicht mehr so heil und er fühlte sich mies und unbehaglich. Mit ein paar lumpigen Zahlen hatte dieser Mensch im Nadelstreifenanzug ihm einen dicken roten Strich durch sein bisheriges Leben gemacht. Seine Gefühle schlugen Purzelbäume, fuhren Achterbahn und lösten in ihm ein Chaos aus, welches er bisher nicht kannte. Verzweifelt blickte er in den sternenklaren Himmel und glaubte auf dem Vollmond ein breites Grinsen zu entdecken.
Verdammt, warum musste gerade ihm das passieren und warum gerade jetzt. Jetzt wo sein Glück doch rundherum perfekt war. In einem Lebensabschnitt, auf den er und seine Frau Laura 15 Jahre hingearbeitet hatten.
Es war nicht immer einfach gewesen aber sie fühlten sich unendlich reich. Hatten einander, liebten einander. Zusammen hatten sie diesen Traum von der Eigentumswohnung wahr gemacht. Die Tatsache, dass Felix sich auf dem Weg zum Ziel dazwischengedrängelt hatte, war nur eine überaus angenehme Überraschung. Er war es, der allen Dingen noch einen tieferen Sinn gab.
Nein und nochmals nein! Niemals würde er dieses Glück aufs Spiel setzen.
Nicht er, Karl Petersen, der stolze Vater eines siebenjährigen Jungen. Nicht er, Karl Petersen, der stolze Ehemann einer liebenswürdigen und reizenden Frau deren Liebe er sicher sein konnte.
Nicht er, Karl Petersen, der sein Leben, so wie es wahr als ausgefüllt und beglückend empfand.
Sicher, wenn er diesem kleinen Stück Papier nun die Oberhand über sein Leben  abtreten würde, wäre er für die Finanzwelt ein gemachter Mann. Ein sogenannter dicker Fisch den zu ködern man gerne bereit war.
Wie ferngesteuert kramte er aus seiner Hosentasche den verhassten Lottoschein hervor. "Ich werde dich das Fliegen lehren," murmelte er, während er ihn zu einem millionenschweren Papierflugzeug umdeklarierte. Der Nachtwind schien, um die nicht gewollte Kostbarkeit zu wissen, und trug es sanft davon.
Erleichtert rückte Karl seine Krawatte zurecht, um zur Party zurückzukehren.
Nichts konnte sein Glück nun mehr stören.
Übrigens hat er nie wieder Lotto gespielt; denn der Einsatz erscheint ihm noch heute zu hoch!

Urheberrecht Celine Rosenkind

Nickname 09.09.2009, 19.15

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Kommentare zu diesem Beitrag

1. von Ellen Hoffmann

Es ist wundervoll zu wissen, wo das wahre Glück liegt! Eine gute Geschichte!

vom 09.09.2009, 20.02
Antwort von Nickname:


Hallo liebe Ellen,
daran könnte ich mich gewöhnen! Schön, dass Du hier warst und gelesen hast.
Ich würde mich über Gedankenaustausch sehr freuen.
Liebe Grüße an Dich von Celine

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