
- Mein Wortkarussell
- In Lyrik und Reime gepackt
- Leseproben Kurzgeschichten
- Mein Gedankengarten
- gelesene, gefundene Perlen
- Bildergeschichten
- Am Ufer meines Lebens
- Buchwussels Märchenwelt
- Buchwussels Gedichtewelt
- Hinter den Wolken
- Sonnenstrahlen für die Seele
- Den Tieren gewidmet
- Der Zaubervogel
- Balladen
- gegen Gewalt und Rassismus
- erlebte Geschichten
- Bahnhofstraße 41
- Annies Tochter
- Audiobücher
- NEWS/Aktuell
- Wuensche zum neuen Jahr
- Lachen ist gesund
- meine Drabbles
- Meine Bücher bei Bookrix
- Eigene Bücher und Anthologien
- Märchen für Kinder
- Märchen für Erwachsene
- In Anthologien bei Bookrix ve
- Leseperlen auf Bookrix
- aus dem Bauch heraus
- eine Hand voll Mut
- Adventszeit
- Gastautoren
- alte Meister
Ausgewählter Beitrag
Später
Später
Er war wie immer in jedem Jahr unweigerlich gekommen.
Einzig, eine vergilbte Urkunde bescheinigte, dass sie vor 65 Jahren, in dieser Welt gelandet war.
Niemand hatte sie je gefragt noch war sie erwünscht!
Mutter nannte sie immer ein Kuckucksei …
Von klein auf, hatte sich das unerwünschte Menschenkind, selbst Trost zugesprochen.
Es schien fast so, als habe SIE sich aus diesem Wort „Später“ eine Liane gebastelt, um sich von Ast zu Ast, ihrer Lebensabschnitte zu schwingen.
Ihr Blick streifte prüfend den von ihr liebevoll gedeckten Kaffeetisch.
„Sie hätten doch längst hier sein müssen;“ meldete sich traurig das Unterbewusstsein.
Blitzschnell meldete sich die Hoffnung, um ihr zu versichern, dass es bestimmt später würden werde.
Da war er wieder, der Rettungsanker ihrer Seele. "Später," tröstete sie sich!
Später, ja sicher, später würden bestimmt einige Gäste vorbeikommen.
SIE setzte sich in ihren alten Ledersessel, sah versonnen in das Licht ihrer Geburtstagskerze,
als sie auf ihrem Sofa eine kleine Gestalt bemerkte.
Ein kleines zierliches Wesen, hatte dort unbemerkt Platz genommen, und schaute SIE mit traurigen Augen an.
SIE rückte ihre Brille zurecht, um den seltsamen Gast genauer zu betrachten.
Ein zerfetztes Kleid, bedeckte einen zusammengekauerten, geschundenen Körper.
Offene Wunden, blaue Flecken und zerbeulte Knochen, boten keinen schönen Anblick.
„Wer bist Du,“ fragte SIE erstaunt.
„Ich bin Dein Leben;“ erwiderte eine schwache Stimme. „Heute möchte ich Dir einmal zeigen,“ wie es mir geht. Haben wir heute nicht Geburtstag?“
„Du willst mein Leben sein?“ erwiderte SIE aufgewühlt.
„Schau Dich doch einmal an. Zerbeult bist Du, klein und armselig.
Übersät mit Wunden und blauen Flecken! Nein, das kann nicht sein.
Auch bist Du ohne Kraft und Power!
Du wirst Dich wohl in der Tür geirrt haben!“
Das kleine verkrümmte Etwas öffnete ganz weit seine blauen Augen.
Magisch wurde SIE von diesem Blick angezogen und tauchte ein,
in das, was sie Leben genannt.
Alles huschte an Ihr vorbei.
Ihre Kindheit mit den Schlägen der Mutter.
Ihre Ehe mit all jener Gewalt und Brutalität, die sie jahrzehntelang ertragen hatte.
Die Freude, welche ihr durch die Geburt der Kinder wiederfahren.
Die Trauer als sie das Haus verließen!
Die Entbehrungen, welche sie mit dem Wort „Später“ verdrängt.
Der erlebte Missbrauch welchen SIE überlebt.
Sogar die Tränen, die sie nicht mehr weinen konnte, fand sie wieder.
Als sie wieder zu sich kam, war der merkwürdige Gast verschwunden.
Draußen begann es bereits dunkel zu werden und die Geburtstagskerze war längst erloschen.
Die alte Wanduhr schlug zur Abendstunde.
Mühsam erhob sie sich aus dem alten Sessel, um ein kleines Kästchen aus der Kommode zu holen. Verstummt waren die tröstenden Worte welche sie gehegt und gepflegt.
Sie goss sich einen Brandy ein, streichelte die kleine Kapsel, welche sie sich vor Monaten besorgt hatte, und schluckte Beides hinunter.
Später, war ihr letzter Gedanke, später ist noch früh genug.
Vielleicht würde man sie ja dann vermissen... später… wenn es zu spät war…
Urheberrecht Celine Rosenkind
Kommentare hinzufügen
Die Kommentare werden redaktionell verwaltet und erscheinen erst nach Freischalten durch den Bloginhaber.
Kein Kommentar zu diesem Beitrag vorhanden
| 2012 | ||
| <<< | Februar | >>> |
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
| 01 | 02 | 03 | 04 | 05 | ||
| 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 |
| 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 |
| 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 |
| 27 | 28 | 29 |
nach Kalendertagen
planen,lachen,
lieben,scherzen,
lasse dich
durchs Leben tragen,
mit Datenspeicherung
im Herzen
© Celine Rosenkind

Ist der Himmel grau
und trübe
glaub mir nur
die Sonne scheint
vom Strahlen ist sie
manchmal müde
wie auch ein Mensch
der einmal weint
© Celine Rosenkind

Gott lebt in uns und wir in ihm
das muss man nur erkennen
er ist des Lebens tiefster Sinn
egal wie wir ihn nennen
©Celine Rosenkind

Glückmomente sammle ich
lebe gut von ihren Zinsen
beutelt dann das Böse mich
reichen diese um zu grinsen
© Celine Rosenkind

Dem Negativen
die Stirn zu zeigen
weil es das Positive
nicht sehen will
erreicht man
mit vielen Kleinigkeiten
das will ich erreichen
weil es mein Ziel
©Celine Rosenkind


Meistens bete ich ganz leise
Still im Herzenskämmerlein,
Send den Kummer auf die Reise
Aber auch das Dankbar sein
© Celine Rosenkind

Unsere Eigenliebe wird eher dann verletzt, wenn unsere Neigungen abgelehnt werden, als dann, wenn unsere Meinungen verurteilt werden.
powered by BlueLionWebdesign
















