
- Mein Wortkarussell
- In Lyrik und Reime gepackt
- Leseproben Kurzgeschichten
- Mein Gedankengarten
- gelesene, gefundene Perlen
- Bildbetrachtungen
- Am Ufer meines Lebens
- Buchwussels Märchenwelt
- Buchwussels Gedichtewelt
- Hinter den Wolken
- Sonnenstrahlen für die Seele
- Den Tieren gewidmet
- Der Zaubervogel
- Balladen
- gegen Gewalt und Rassismus
- erlebte Geschichten
- Audiobücher
- NEWS/Aktuell
- Wuensche zum neuen Jahr
- Lachen ist gesund
- meine Drabbles
- Meine Bücher bei Bookrix
- Eigene Bücher und Anthologien
- Märchen für Kinder
- Märchen für Erwachsene
- In Anthologien bei Bookrix ve
- Leseperlen auf Bookrix
- einfach Gedanken
- eine Hand voll Mut
- Frühling
- Adventszeit
- Gastautoren
- alte Meister
- Naturwunder
- Andrea-die Waldameise
- Christa--Eiskristall
- Gelis Bilder und Gedanken
- Inge aus HH
- Liz--elisamara
- Ingrid-Hexerls schöne Seiten
- Bea im www
- Die Gedankenfee
- Katja Heimberg
- Bärbel das Sonntagskind
- Norbert van Tiggelen
- Das Schreibernetzwerk
- Miluna -mein Geheimtip
- Angela
- Beas Märchenblog
- Geistige Nahrung
- Rene Deter
- Katharinas Buchstabenwelt
Ausgewählter Beitrag
Von Sparkassen und Lebensbanken
Haben Sie schon einmal eine ganze Stunde, vor einem Bankinstitut, wartend im Auto verbracht?
Da kann man wirklich Etwas erleben, wenn man wie ich, neugierig die Menschen beobachtet.
Es war an einem unser wunderschönen Ausflugstage. Man traf sich mit der Familie um ein altes Sparbuch aufzulösen. Ich wollte nicht stören und blieb im Auto sitzen.
Anfangs schaute ich fasziniert den Bäumen zu, durch die der Sturm fegte.
Ich überlegte, aber das gehört hier nicht hin.
Es war langweilig. Draußen war es stürmisch, und die Sonne hatte sich hinter dunklen Wolken versteckt.
Ich begann, dem regen Treiben der Menschen, zuzuschauen. Irgendwann bemerkte ich neben mir im Nachbarauto einen Mann, der sich verzweifelt die Haare raufte, nachdem er seinen Kontoauszug gelesen hatte.
Er parkte genau neben meinem Autofenster, und er fiel mir auf, weil er beschwingt und fröhlich gewesen, vor wenigen Minuten auf den Eingang zugesteuert war.
Nun saß er wie ein Häufchen Elend in seinem Wagen. Was mochte wohl passiert sein?
Es gab nur einen möglichen Grund – sein Konto wird leergewesen sein.
Nun war die Langeweile verflogen denn ich hatte eine Lieblingsbeschäftigung wieder aufleben lassen. Ich hatte zwar kein Buch mit, las dafür aber in den Gesichtern der Menschen.
Es ist schon interessant, in welcher Körpersprache, Menschen in eine Sparkasse streben.
Der eine strotz vor Selbstbewusstsein und macht so richtig einen auf „dicke Hose.“
Andere wiederum schauen ein wenig ängstlich, ich sage mal, sie schleichen zum Geldautomaten. Dann gibt es da noch die ganz Geschäftigen, mit dem Gesichtsausdruck; „Ich bin wichtig," oder z.B., "Alles reine Routine.“
Ich habe sie also beobachtet, diese Kontobesitzer. Ich sah sie hineingehen aber auch wieder herauskommen. Und der Unterschied war manchmal verblüffend und zum Teil auch sehr traurig.
Ich las Fassungslosigkeit, Freude, Ratlosigkeit, Schmerz und Überheblichkeit.
Wie viele Schicksale hängen von ein paar Euros ab und was macht ein Mensch, der gar nichts mehr hat?
Ich habe nachgedacht, wie oft auch ich, in solchen Situationen gewesen bin. Alles was ich an diesem Nachmittag erlebt – in einer einzigen Stunde, hatte ich auch schon durchlebt, erlebt und überlebt.
Hast Du schon einmal über den Kontostand Deiner Lebensbank nachgedacht?
Nein, ich will hier niemanden veräppeln oder so.
Eine Lebensbank zu haben, ist sehr wichtig.
Hier zahle ich meine gelebten Glücksmomente, meine überlebte Traurigkeit mit Gebrauchsanweisung, meine Enttäuschungen, Erfahrungen aber auch meine Erfolgserlebnisse, seit ich denken kann, treu und brav ein.
Ich habe nun schon fast 60 Jahre eingezahlt. Immer wenn ein Tief meinen Lebenshimmel verdunkelt hat, konnte ich von meiner Lebensbank abheben, was ich brauchte.
Ein bisschen Glück für traurige Stunden, um wieder auf die Beine zu kommen. In traurigen Zeiten konnte ich gut meine Gebrauchsanweisungen lesen, und fand eine Lösung, wieder herauszukommen. Ich zehre also, von den Zinsen, meiner Erlebnisse und Erfahrungen.
Gelebte, durchlebte und überlebte Freude, Trauer und Schmerz, alles kann ich wirklich verwenden und gebrauchen. So mache ich es bis zum heutigen Tage.
Ich glaube, dass viele Menschen eine Lebensbank haben, und wer noch keine hat, der sollte schnellstens ein Konto eröffnen.
Erlebnisse und gefühlte Momente sollte man niemals wegwerfen.
Nichts in unserem Leben geschieht ohne Grund, und was man momentan nicht gebrauchen kann,
sollte man zur Seite legen, für spätere Tage.
Aber nun noch einmal zurück, zu dieser Stunde, vor der kleinen Sparkasse.
Es war ein Erlebnis, dass ich nicht missen möchte.
Ich habe seit jenem Nachmittag sehr viel nachgedacht, und mir sind Dinge eingefallen, die ich längst vergessen glaubte.
Vielleicht konnte ich ja meine Leser zum Nachdenken anregen. Ich bin mir einfach sicher, dass es sich lohnt, darüber nachzudenken.
© Celine Rosenkind
Kommentare hinzufügen
Die Kommentare werden redaktionell verwaltet und erscheinen erst nach Freischalten durch den Bloginhaber.
Kein Kommentar zu diesem Beitrag vorhanden
| 2012 | ||
| <<< | Mai | >>> |
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
| 01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | |
| 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 |
| 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 |
| 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 |
| 28 | 29 | 30 | 31 |
nach Kalendertagen
planen,lachen,
lieben,scherzen,
lasse dich
durchs Leben tragen,
mit Datenspeicherung
im Herzen
© Celine Rosenkind

Ist der Himmel grau
und trübe
glaub mir nur
die Sonne scheint
vom Strahlen ist sie
manchmal müde
wie auch ein Mensch
der einmal weint
© Celine Rosenkind

Gott lebt in uns und wir in ihm
das muss man nur erkennen
er ist des Lebens tiefster Sinn
egal wie wir ihn nennen
©Celine Rosenkind

Glückmomente sammle ich
lebe gut von ihren Zinsen
beutelt dann das Böse mich
reichen diese um zu grinsen
© Celine Rosenkind

Dem Negativen
die Stirn zu zeigen
weil es das Positive
nicht sehen will
erreicht man
mit vielen Kleinigkeiten
das will ich erreichen
weil es mein Ziel
©Celine Rosenkind


Meistens bete ich ganz leise
Still im Herzenskämmerlein,
Send den Kummer auf die Reise
Aber auch das Dankbar sein
© Celine Rosenkind

Ich nehme
gerne Platz
auf
hinteren Bänken;
so kann ich Jene,
die das
Rampenlicht suchen,
mit
gebührendem Abstand
bestaunen...
© Celine Rosenkind

Menschen richten zu Hause eine heile Welt ein, wenn die Welt draußen vor die Hunde geht.
powered by BlueLionWebdesign




















