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Gelebtes Leben
Es war an einem dieser wundervoll sonnendurchfluteten Tagen.
Alles schien perfekt, meine Stimmung war der Natur angepasst.
Hochsommer in meiner Seele, hoffnungsvoll, zuversichtlich überlegte ich meine Ziele die ich mir gesteckt.
Während ich zufrieden mit mir so vor mich hinträumte, genüsslich meinen Kaffee schlürfte, kam SIE in unseren Garten, warf sich auf den Stuhl, der mir gegenüberstand, und begann nervös in ihrer Hosentasche zu kramen.
„Verdammt, ich habe sie doch eingesteckt oder doch nicht,“ flüsterte SIE verärgert.
Resigniert saß SIE mir gegenüber, die Frau, die ihr Leben bereits gelebt und für die alles hier auf Erden keinen Sinn mehr machte.
Unbehagen machte sich in mir breit wie das bei mir eben so ist, wenn ich in Gesellschaft von negativen Menschen bin.
Dabei hatte ich mir doch vorgenommen, ganz fest vorgenommen, IHR zu sagen, wie sehr mich diese Gespräche mit IHR belasten. Mir gar die Luft zum Atmen nahmen.
Nur, wie sollte ich das IHR antun. Ihr, dieser Frau, die das Leben bereits gelebt hatte?
Ihr, die ich weder für die Natur noch den Sommer begeistern konnte, weil sie das schon zu oft erlebt als langweilig empfand?
Ihr, die sich über Kinderlachen und Hundegebell genau so wenig freuen konnte, wie über einen kleinen Blumengruß, der meinen Frühstückstisch zierte?
Es ist wirklich nicht leicht mit Menschen, die ihr Leben bereits gelebt, und damit abgeschlossen haben.
Auch sei Sex in ihrem Alter so was von öde - versuchte sie mir an diesem Sommermorgen eindringlich zu erklären.
Dass es keine Liebe gäbe, davon versuchte sie mich lauthals zu überzeugen, obwohl ich doch zuhörte - IHR doch gar nicht dazwischen geredet habe.
Hoffnungslos sei die Lage in unserem Land, weil wir doch so viele soziale Ungerechtigkeiten hätten.
Ich kam mir dumm und unerfahren vor und doch,
vielleicht werde ich das ja auch so sehen,
wenn ich mein Leben gelebt habe, wer weiß das schon?
Die Worte: „Na, dann geh ich mal wieder und vergiss die Feier zu meinen 21. Geburtstag nicht,“ rissen mich aus meinen Gedanken.
Während ich dieses „Bis bald" erwiderte, versuchte ich mich zu erinnern, wie das den damals
bei mir gewesen ist, damals... vor 38 Jahren
Urheberrecht Celine Rosenkind
29.07.2009, 19.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Leseproben Kurzgeschichten | Tags: nachdenklich
Kurios
Er hascht nach jedem Sonnenstrahl
Zahlt gern für Zeit auf Sonnenbänken
Will seine Haut die weiß und fad
Zur Schokoladenbräune lenken
Braun sein ist schön und es ist schick
Ist angesagt zu allen Jahreszeiten
Schenkt Selbstbewusstsein gibt den Kick
Er lächelt wenn andere ihn darum beneiden.
Und wenn das alles noch nicht genug
Greift er zu Cremchen und zur Pillen
Denn er ist clever smart und klug
Was braun betrifft eisern sein Wille
Der Mieter aus dem Nachbarhaus
Würde gern ein Bier mit ihm mal trinken
Doch er sagt nein da wird nichts draus
Denn der ist schwarz und Schwarze stinken…
Urheberrecht Celine Rosenkind
23.07.2009, 16.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: gegen Gewalt und Rassismus | Tags: nachdenklich
Naiv
Ich höre die Menschen so gerne lachen
Bin ich deshalb ein Träumer,
bin ich hoffnusglos naiv?
Ich kann mich über viele Dinge freuen,
freuen wie ein kleines Kind über
Dinge, die umsonst zu haben sind.
Sind meine mir so wichtigen Erfahrungen
nur ein Teil meiner ausgeprägten Fantasie?
Fantasie ist doch ein wichtiger Bestandteil
der Betrachtungsweise,
wie werte ich was.........
Wenn man alles wissenschaftlich sieht
dann ist Fantasie fehl am Platz.
Wissenschaft ist objektiv und weiß alles.
Zum Beispiel ist der Mensch nur ein "Ding"
und
seltsames Produkt
einer blinden Natur.
Auch hat das Weltall keine Seele
und Sonne , Mond und Sterne
wissen nicht,
dass sie strahlen und leuchten.
Die Erde ist angeblich gefühllos.
Ich bleibe dabei-----
Ich höre die Menschen so gerne lachen!
© Celine Rosenkind
22.07.2009, 15.27 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Gedankengarten | Tags: nachdenklich
Einfach glücklich

Einfach glücklich….
Ich hab viel Schönes heut erlebt
Dass mein Herz vor Freude bebt
Gedanken schlagen Purzelbäume
Zurückgekehrt sind schöne Träume
Erfolgreich das Negative verjagt
Positiv denken wieder gefragt
Meine Seele sie jubelt und singt
So dass mir einfach alles gelingt
Mein Selbstwertgefühl ist wieder da
Hell leuchtet was nur noch dunkel war
Ich sage der Bosheit und ihren Genossen
Zutritt verboten für Euch ist geschlossen!
Urheberrecht Celine Rosenkind
20.07.2009, 17.19 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: In Lyrik und Reime gepackt | Tags: Glück
Freude schenken
Sie muss nicht materieller Natur sein,
nein oft sind es nur ein paar liebevolle Blicke,
die ich einem Kind, einem traurigen Menschen
oder einem Bettler schenke.
Ich schaue einfach hin und schenke Aufmerksamkeit verbunden mit liebevollen Gedanken.
Manchmal ist es ein tröstendes Wort
und manchmal eine sanfte Berührung oder Umarmung.
Aber die besten Geschenke sind die, welche die Seele eines Menschen berühren!
Dazu braucht man sehr viel Einfühlungsvermögen, Sensibilität und Zeit.
Zeit, sich in andere Menschen hineinzudenken.
Aber brauche ich die nicht bei allen Dingen um Freude zu schenken?
Urheberrecht Celine Rosenkind
20.07.2009, 16.20 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Gedankengarten | Tags: Freude
Glück.....
Glücklich sein
Es gibt viele Menschen die können es nicht,
obwohl es doch so einfach ist, das Glücklich sein!
Meist sind es materielle Dinge denen sie meinen,
nachtrauern zu müssen.
Stets schweift ihr Blick unruhig zu jenen Menschen,
die behaupten, sie hätten ihr Glück gefunden.
Das passt einfach nicht in ihr Weltbild.
So kommt es, dass sie sich statt auf den Weg zu machen,
um nach dem Glück zu suchen, versuchen das was andere
Glück nennen, Stück für Stück auseinander zu nehmen.
Es gibt nichts, was sie nicht anzweifeln.
So wird dann mit Gleichgesinnten, die reichlich vorhanden,
getuschelt über das Wenige, mit dem sich manch einer zufrieden gibt.
Der Neid, den sich nicht wahrhaben wollen, lässt sie immer mehr verbittern,
ihren Alltag grau werden und ihre Seele traurig.
So sind sie immer nur mit sich selbst beschäftigt und vergeuden jene Kraft,
die sie eigentlich brauchen, um ihr Leben schön und harmonisch zu gestalten.
Denn das gehört nun einmal dazu um glücklich sein zu können.
So werden nette Gesten und liebe Worte als Belästigung empfunden,
gute Ratschläge werden als Bevormundung und Besserwisserei abgetan.
Treffen sie auf Menschen die in sich selbst ruhen, sich selbst genug sind,
dann werde diese als überheblich abgestempelt.
Glückliche Menschen sind für alles dankbar, was ihnen gegeben wird.
Sie freuen sich am kleinen Wunder ohne Wunder von anderen zu erwarten.
Schade nur, dass manche anders denkende das nicht akzeptieren können…….
© Celine Rosenkind
20.07.2009, 16.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Gedankengarten | Tags: Glück
Der Hirte mit dem goldenen Herzen

Es war einmal ein junger Ziegenhirte.
Sein Zuhause war eine einsame Alm tief im Gebirge.
Hingebungsvoll und mit viel Liebe hütete er seine kleine Herde.
Arm war er und hatte keine Eltern mehr; aber der Herrgott hatte
ihm in seine Armut ein gutes Herz, ein paar blanke Augen und
einen hellen Verstand gegeben.
Menschen sah der junge Hirte in seiner Einsamkeit nur selten; dann und wann kam einmal ein Fremder, dessen Weg über die grünen Bergwiesen führte, angelockt durch des jungen Hirten liebliches Flötenspiel vorbei. Aber jeder, der mit dem hübschen blauäugigen Jüngling ins Gespräch kam, mochte ihn gerne und wunderte sich über die Worte voll Güte, Weisheit und Verstand, die aus seinem Munde kamen.
So blieb es auch nicht aus, dass man bald weit und breit von dem gütigen und klugen Hirtenknaben im Gebirge sprach. Ein goldenes Herz habe er, so wurde gemunkelt.
Nun war es vorbei mit seiner Ruhe denn viele Ratsuchende machten sich auf den Weg zu ihm.
Für jeden hatte dieser ein offenes Ohr und Herz.
Auch konnte er allen Kummer und auch das Leid verstehen. Unermüdlich erteilte er Ratschläge aber vergaß niemals darüber, seine Ziegen zu versorgen. Nur etwas war ihm zuwider. Es machte ihn traurig, wenn jemand meinte, ihm Taler schuldig zu sein.
Er verlangte lediglich als Dank, das Versprechen, so zu handeln, wie er es dem Hilfesuchenden angedeihen ließ.
Auch die Königin des Landes hörte von ihm.
Eines Tages erschien ihr Bote bei dem Jüngling mit der Bitte, sogleich zu ihr zu kommen.
„Ich will es gerne tun!“ entgegnete dieser bereitwillig, wenn du solange hier bleibst und für meine Ziegen sorgst, bis ich zurückkehre.“
Damit der Wunsch seiner Königin alsbald erfüllt würde, blieb der Bote bei der Herde, und der Hirte machte sich auf den Weg.
Am nächsten Tag hatte er ihr Schloss erreicht und trat sittsam und bescheiden, aber ohne Furcht vor die hohe Frau.
„Sei gegrüßt, Hirte mit dem goldenen Herzen,“ sprach die Königin und ihr Blick ruhte mit Wohlgefallen auf dem hübschen Jüngling. „Viel schon hörte ich von dir, nun beweise es mir, ob die Menschen recht haben ; denn alle die dich besuchten, rühmen dein goldenes Herz und deinen Verstand. Heute möchte ich dich nun selbst um Rat fragen. Ich habe Tage und Nächte nachgedacht, doch weiß ich keine Antwort.“
Bei diesen Worten zog sie ein kleines goldenes Kästchen aus ihrem Gewande, öffnete es und zeigte seinen Inhalt dem staunenden Hirten.
Es beherbergte drei Edelsteine in den Farben grün, rot und blau.
„Siehe“, fuhr die Königin fort, diese Edelsteine schickte mir meine Patin, die liebe Fee Stine, damit ich von den dreien mir einen auserwähle.
Jeder Stein besitzt eine wundersame Kraft, die dem zuteil wird, der ihn trägt. Nun sage du mir, welcher wohl der wertvollste sein mag. Welchen davon soll ich behalten?“
Der Hirte nahm zuerst den grünen Stein aus dem Kästchen, betrachtete ihn nachdenklich und sprach: „Es ist ein Smaragd, das Sinnbild für Hoffnung, und es gibt dem, der ihn trägt, die süße Hoffnung im Herzen. Sicher, nichts kann süßer sein als die Hoffnung! Doch der wertvollste dieser Steine ist er nicht Frau Königin –denn die Hoffnung stirbt in der Erfüllung!“
„Wer sagt dir das?“ fragte verwundert die Königin.
„Dies sagte mir die Kirschblüte, die sich im Frühjahr voller Hoffnung erschloss, und die starb, als sie zur Frucht sich bildete“, antwortete der Jüngling.
Er legte den Smaragd in das Goldkästchen zurück und nahm den roten Stein in seine Hand. Auch diesen betrachtete er eine Weile, dann sprach er: „Es ist ein Rubin und schenkt dem, der ihn trägt, die Liebe ins Herz. Was ist seliger als die Liebe? Und doch, Frau Königin, dieser Stein ist der wertvollste nicht, denn die Liebe stirbt oft im Leid!“
„Wer sagte dir das?“ fragte wieder erstaunt die Königin.
„Das sagte mir die stolze Rose, die im Sommer voller Schönheit blühte, und die der Sturm gebrochen“, antwortete der Jüngling und legte den Rubin in das Kästchen zurück.
Nun nahm er den blauen Edelstein in die Hand und auch diesen prüfte er lange und nachdenklich. Dann sprach er: „Es ist ein Saphir, das Sinnbild der Treue, und schenkt dem, der ihn trägt, die kostbare Treue ins Herz. Süß ist die Hoffnung; selig ist die Liebe! Aber kostbarer als beide ist die Treue, denn sie ist ewig!
Darum rate ich dir, diesen Stein zu wählen, er ist der rechte!“
„Wer sagte dir das?“ fragte aufs höchste erstaunt die Königin.
„Das sagte mir der Abendstern, der in unveränderter Klarheit jeden Abend über meiner kleinen Hütte steht.“ erwiderte der Jüngling.
Die Königin spürte in ihrem Herzen eine tiefe Zuneigung zu diesem einfachen Hirten. Sie war tief gerührt von der Weisheit seiner Worte.
„Ich wähle den blauen Stein und werde ihn immer tragen, damit mir seine Wunderkraft zu eigen werde“, sprach sie. Dich aber Jüngling, will ich fürstlich belohnen. Bleibe bei mir und führe fortan das Leben eines Edelmannes.
„Meine Freiheit und meine Tiere sind mein höchstes Gut!“ erwiderte da der Hirte, deshalb erbitte ich als Lohn, lasst mich zurückkehren zu meiner Wiese, meinen Ziegen und der kleinen Hütte.
So geschah es dann auch, und wenn man ganz still ist, kann man ihn spielen hören auf seiner Flöte, den Hirten mit dem goldenen Herzen….
© Celine Rosenkind
20.07.2009, 16.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Märchen für Kinder | Tags: Kinder
Beten

Meistens bete ich ganz leise
Still im Herzenskämmerlein,
Send den Kummer auf die Reise
Aber auch das Dankbar sein
Es gibt manche schweren Tage
Die ich nicht verstehen mag,
Wenn ich sie zum Herrgott trage,
Hör ich manchen guten Rat.
Mag es nicht das Herden beten
Wie man es vorschreiben will,
Nein das ist kein innig reden
Darum schweig ich lieber still.
Die Natur ist meine Kirche,
Vogelsang der schönste Chor
Zwischen Hase, Reh und Hirsche
Kehr mein Innerstes hervor!
© Celine Rosenkind
20.07.2009, 15.51 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hinter den Wolken | Tags: Glaube
Blauäugig
An Hoffnung hat es mir niemals gefehlt
auf meinem Wandel durch`s Leben
hab immer geglaubt, dass Wahrheit nur zählt,
das konnte mir niemand ausreden
Oft musste ich begreifen wie`s andersrum ist
wie mächtig auch unehrliche Worte
sie schlugen wie Peitschenhieb mir ins Gesicht
von Menschen gar übelster Sorte
Aus Weiß wurde Schwarz, aus Rot wurde Gelb
vielleicht hab ja falsch ich gesehen
Glaubte nur immer als ehrlicher Held
aufrecht durchs Leben zu gehen
Auch glaubte ich, mich kann man nicht schrecken,
weil doch Liebe und Wahrheit stet´s nur siegt
hab nie heimlich getuschelt in dunklen Ecken
war gern in der Sonne, wo jeder mich sieht
Ich liebte die Menschen egal wie sie waren
ob gut oder böse, ich wollt sie verstehn
nun musste ich lernen in all den Jahren
hab blauäugig Wichtiges übersehn
Doch werd ich mit meinem Gott nicht hadern
jammern gar schimpfen auf all sein Gebot
werd meinen Glauben niemals verraten
und sei ich in noch so großer Not
Hab Menschen getroffen die nachdenklich stimmen
sie leben die Liebe im Handeln und Tun
werd weiter gegen den Strom gerne schwimmen
hab noch vieles zu lernen, keine Zeit auszuruhn
An Hoffnung hat es mir niemals gefehlt
auf meinem Wandel durch´s Leben
glaub immer noch dran, dass nur Wahrheit zählt
werd niemals geschlagen mich geben
Urheberrecht Celine Rosenkind

20.07.2009, 15.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Am Ufer meines Lebens | Tags: Glaube
Die Kirchgängerin

Die Kirchgangerin
Pünktlich Sonntags um halb zehn
sah ich sie zur Kirche gehen.
Eingehüllt in schwarz ganz züchtig,
denn sie nahm die Kirche wichtig.
Mit kalten Augen und einem Lächeln
kam sie oft auch an mir vorbei,
ich grüßte sie leise fast ehrerbietig,
doch sie sah durch mich hindurch,
so, als ob ich ein niemand sei.
Klein kam ich mir vor und ich fragte mich:
“Hat sie unseren Gott lieber als ich?“
In der Kirche da saß sie in der Reihe ganz vorn,
damit ihr kein Wort der Predigt ihr ginge verlorn.
Ja, so erlebte ich sie an heiligen Tagen,
glaubte fest, sie würde viel Liebe in sich tragen,
doch eines Tages, da wurde mir klar,
dass alles nur Maskerade war.
Es war im Sommer, im Schlussverkauf,
ich ging durch ein Kaufhaus,
sah die Menschen im Rausch,
mit Gier in den Augen auf Schnäppchenjagd,
die wohl keiner verpassen mag.
Auch ich stand am Wühltisch und fand dort ein Stück,
doch plötzlich zog jemand dran, riss es wieder zurück!
Erstaunt sah ich auf, wollte höflich was sagen,
doch da traf mich ein Blick, kaum zu ertragen,
aus jenen Augen, die beim Kirchgang so warm,
sie riss weiter und ich zog zurück meinen Arm.
Blieb sprachlos nur stehn, um sie anzuschaun,
sie bebte vor Zorn, ich glaubte es kaum,
versuchte vergeblich, sie zu verstehen,
um dann wortlos ihr den Rücken zu drehen.
An jenem Tag hab ich endlich begriffen,
dass fromm aussehende Menschen nicht gut sein müssen.
Im Alltag zu strahlen und gütig zu sein
ist mehr wert, als nur Sonntags ein Christ zu sein!
© Celine Rosenkind
20.07.2009, 15.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hinter den Wolken | Tags: Glaube
Sich rechtzeitig auf den Weg machen

Es war einmal eine Schnecke, die sich an einem nasskalten, grauen und stürmischen Frühjahrstag aufmachte, am Stamm eines Kirschbaumes hinaufzuklettern.
Die Spatzen, die überall im Garten saßen, lachten über die Schnecke und zwitscherten: "Du bist ja ein Dummkopf - schau doch, da sind überhaupt keine Kirschen am Baum! Warum machst du dir die Mühe, da hochzuklettern?"
Die Schnecke kroch unbeirrt weiter und sagte zu den Spatzen: "Das macht mir nichts - bis ich oben angekommen bin, sind Kirschen dran!"
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
So wie der kleinen Schnecke ergeht es mir auch oft.
Ich stecke mir Ziele, mache mich rechtzeitig auf den Weg, um sie im Schneckentempo zu erreichen.
Das geht nun einmal bei mir nicht anders.
Oft macht es mich schon ein wenig traurig, dass ich nicht schneller vorankomme. Da habe ich eine Geschichte im Kopf, möchte unbedingt drauflos schreiben nur, es fehlt mir einfach die Zeit.
Ich liebe die Weisheit der kleinen Schnecke, weil es sich immer wieder dann doch erweist, dass wenn ich mein Ziel erreicht habe, alles, was ich erreichen wollte, bereits fertig ist.
Sicher, es dauert alles etwas länger, aber wenn ich dann oben angekommen bin, darf ich ernten.
Manchmal ist man sich selbst der ärgste Feind.
Mir geht es oft so. Wenn ich meinen Tag gut und mit Freude geplant habe, kommt oft etwas dazwischen und ich bin abends unzufrieden und ärgerlich.
Denke ich zurück, lasse den Tag noch einmal an mir vorbeiziehen, stelle ich fest, dass ich wieder einmal selbst schuld bin.
Warum habe ich unwichtige Telefonate in die Länge gezogen?
Warum musste ich mich am täglichen Treppenhausplausch beteiligen?
Warum musste ich mir den neusten Kollegentratsch anhören?
Es gibt viele Dinge, die mir dazu einfallen.
Aber ist es nicht wichtig, sich auch Zeit für solche Dinge zu nehmen.
Das eigene Ziel einmal für kleine Momente, Stunden, Tage oder gar Wochen
in den Hintergrund zu stellen um ganz und gar für meine Mitmenschen da zu sein?
Ein Telefonat kann für den Menschen am anderen Ende der Leitung sehr wichtig sein.
Der sogenannte Treppenhaustratsch trägt zu einer besseren Hausgemeinschaft bei, wenn es inhaltlich nicht nur darum geht, was Herr Müller und Frau Maier wieder angestellt haben.
Und wenn schon, ich kann ja dem Inhalt des Gespräches eine positive Wendung geben.
Wenn ich mich jedoch aus allem ausschließe, entsteht leicht der Eindruck ich sei eingebildet oder
wolle gar etwas Besseres sein.
Es sind diese Kleinigkeiten, diese kleinen Momente Zeit zu schenken, die für mich selbst zur täglichen Pflicht gehören um nicht unhöflich
zu erscheinen~~aber sie summieren sich!
So hat der Tag dann viel zu wenig Stunden und ich habe nicht annähernd das getan,
was ich doch eigentlich wollte. Aber hätte es mir mehr Freude bereitet, meine mir
selbst gestellten Aufgaben konsequent zu erfüllen zu erfüllen ohne meine Mitmenschen zu beachten?
Sie sind mir wichtig um mich innerlich gut zu fühlen.
Wie aber soll ich es anstellen, konsequent den angeblich unwichtigen Dingen aus dem Weg zu gehen, ohne einen Menschen zu verletzen?
Ich bin kein Einzelgänger, doch wenn ich so darüber nachdenke, wäre es nicht besser auch öfters einmal nein zu sagen?
Wenn da nur nicht mein Gewissen wäre…
Na ja, ich arbeite daran, aber ein Trost ist es mir nicht, weil NEIN sagen mir viel zu oft furchtbar schwer fällt.
Ich bin und bleibe eben eine Schnecke,
oft belächelt aber immer mein Ziel im Auge....
Ich habe für mich entschieden, dass es nicht auf die Schnelligkeit ankommt.
Sich rechtzeitig auf den Weg machen, damit noch Zeit bleibt nach links und rechts zu schauen, darauf kommt es an.
Situationen einschätzen lernen, um zu wissen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist.
So habe ich auch meine Gedanken im "Schneckentempo" lange geplant -
aber doch noch geschafft sie heute aufzuschreiben...
© Celine Rosenkind
20.07.2009, 15.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Gedankengarten | Tags: nachdenklich
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nach Kalendertagen
planen,lachen,
lieben,scherzen,
lasse dich
durchs Leben tragen,
mit Datenspeicherung
im Herzen
© Celine Rosenkind

Ist der Himmel grau
und trübe
glaub mir nur
die Sonne scheint
vom Strahlen ist sie
manchmal müde
wie auch ein Mensch
der einmal weint
© Celine Rosenkind

Gott lebt in uns und wir in ihm
das muss man nur erkennen
er ist des Lebens tiefster Sinn
egal wie wir ihn nennen
©Celine Rosenkind

Glückmomente sammle ich
lebe gut von ihren Zinsen
beutelt dann das Böse mich
reichen diese um zu grinsen
© Celine Rosenkind

Dem Negativen
die Stirn zu zeigen
weil es das Positive
nicht sehen will
erreicht man
mit vielen Kleinigkeiten
das will ich erreichen
weil es mein Ziel
©Celine Rosenkind


Meistens bete ich ganz leise
Still im Herzenskämmerlein,
Send den Kummer auf die Reise
Aber auch das Dankbar sein
© Celine Rosenkind

Ich nehme
gerne Platz
auf
hinteren Bänken;
so kann ich Jene,
die das
Rampenlicht suchen,
mit
gebührendem Abstand
bestaunen...
© Celine Rosenkind

Niemand ist einsamer als der Mensch, der nur sich selber liebt.
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