Das Wortkarussell
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Die Schöne

Ich bewunderte sie  oft wegen ihrer Stärke und Schönheit.
Auch lies ihre glitzernde Gestalt mich ins Träumen versinken.
Sie funkelte stets in den allerschönsten Farben egal, mit was man sie füllte. Auch genoss ich es, um sie beneidet zu werden.
Die Bemerkungen, dass sie einzigartig in ihrer Schöpfung sei, tat mir gut.
In meinen Augen war sie etwas ganz Besonderes.
Dann kam jener Morgen der auf recht ungewöhnliche Art, so erlebte ich es,
alles veränderte.
Lautlos, glitt sie mir aus den Händen, fiel zu Boden, zerbrach in tausende kleiner Splitter!
Was sie mir wohl damit sagen wollte, meine stabile
Kristallschale?

© Celine Rosenkind

Nickname 19.02.2010, 16.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: meine Drabbles

Nicht eingeplant

Auf meinem Einkaufszettel
an erster Stelle stand es jenes verhängnisvolle Wort
Eigentlich war es gar nicht eingeplant und nun habe ich den Salat!
Unmöglich dich im Badezimmer durch den Wassernebel zu sichten
Während das Sprudelbad höllische Geräusche macht die unseren Hund unter dem Teppich verschwinden lassen, trällerst du fröhlich vor dich hin.
Hättest du dir nicht wenigstens eine andere Duftnote aussuchen können?
Nun trete ich entnervt den Rückzug an, weil meine Augen brennen,
mein Nase zu laufen beginnt und überhaupt;
Ich frage mich, wie wirst du erst riechen, wenn du aus der Wanne kommst?
Blöde Frage, natürlich nach diesem
Fichtennadelbadesalz!

© Celine Rosenkind

Nickname 19.02.2010, 16.34 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: meine Drabbles | Tags: Drabbles

Der Umweltschützer

Gerhard Obermann erwartete in seinem neuen Haus Besuch. Seine Spendenfreudigkeit zur Erhaltung von Arten- und Naturschutz war im ganzen Ort bekannt. Da sein Freund, der Bürgermeister persönlich vorbeikommen wollte, konnte er diesem sein neues Haus präsentieren. Der ersehnte Moment war gekommen. Stolz bat er Johann herein. Während Gerhard Obermann den Scheck noch unterschrieb, meinte er erklären zu müssen, dass die Treppe aus wundervollem Regenwaldholz gearbeitet sei nicht, ohne dabei zu erwähnen, dass sein Briefbeschwerer aus echtem Elfenbein geschnitzt und das Fell vor dem Kamin von einem echten Eisbären stammte.
In seiner Begeisterung bemerkte er nicht, dass sein Gast längst gegangen….

© Celine Rosenkind

Nickname 19.02.2010, 16.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: meine Drabbles | Tags: Drabbles

Mit dabei auch......

 

Nickname 11.02.2010, 13.58 | PL | einsortiert in: Meine Bücher bei Bookrix | Tags: dabei

Hier bin ich auch dabei

 

Nickname 11.02.2010, 13.54 | PL | einsortiert in: Meine Bücher bei Bookrix | Tags: dabei

Nur eine Mutter?

Ein Menschenleben

Zweiundsiebzig lange Jahre
ist durchs Leben sie gerannt,
zweiundsiebzig lange Jahre,
man hat ihr soviel abverlangt.

Immer nur im Lärm der Großstadt
zog sie sieben Kinder auf,
schlechte Luft, die ihr nicht gut tat,
nahm sie all die Zeit in Kauf.

Heute ist sie alt und müde,
allein ist sie tagein tagaus.
Der Mann, den sie ein Leben liebte,
liegt auf dem Friedhof hinterm Haus.

Die Kinder gehen eigene Wege,
zum Rasten fehlt ihnen die Zeit,
sie haben keine Lust zur Pflege,
wissen nicht mal, was Mutter noch bleibt.

Zweiundsiebzig lange Jahre
wünschte sie sich insgeheim,
dass nur ein wenig Zeit sie habe,
manchmal ganz allein zu sein.

Nur, um einmal abzuschalten
wünschte sie ein wenig Ruh’,
die Stille ist kaum auszuhalten,
die Tür des Lebens, sie schlug zu.

Am Fenster sitzend sieht sie traurig
die Kinder toben, hört Hundegebell,
wünscht sich die lauten Tage zurück,
denn sie vergingen viel zu schnell.

So hat ein jedes Ding zwei Seiten,
wie alles hier auf dieser Welt.
Man muss es nur erst mal begreifen,
bevor der letzte Vorhang fällt.

Urheberrecht Celine Rosenkind

Nickname 21.01.2010, 20.03 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Gedankengarten | Tags: Lebensabschnitte

Die kleine Nonne




Die kleine Nonne
Eine wahre Begebenheit

Es war an einem jener grauen Novembertage, die ich eigentlich so liebte.
Der Regen trommelte leise an die Scheiben, während der Wind ungeduldig
und erbarmungslos den Bäumen das letzte verwelkte Laub entriss.
Zu dieser Zeit lag ich im Krankenhaus und teilte mir das kleine Zimmer
mit zwei liebenswerten alten Damen. Es war ein katholisches Krankenhaus, in welchem die größte Anzahl der Schwestern noch aus Nonnen bestand. Stets waren sie gut gelaunt und zum Scherzen aufgelegt.
Die Arbeit auf dieser Station erforderte viel Menschlichkeit und Einfühlungsvermögen, was ihnen aber nichts auszumachen schien.
Eine der Nonnen fiel mir besonders auf, ja ich habe mir sogar ihren Namen gemerkt. Sie hieß Ludovika und war schon hochbetagt. Ihr Rücken war durch das hohe Alter und die schwere Arbeit leicht gekrümmt und sie war von zierlicher, kleiner Statur.
Wenn sie über den Gang huschte an unserem Zimmer vorbei, war es immer ein leichter Windhauch, der uns wissen ließ, dass sie da gewesen.
Sie hatte wunderschöne Augen, aus denen so viel Liebe und Güte strahlten, wie ich es noch nie bei einem Menschen gesehen. Niemals redete sie mit den Patienten, ohne dass ihre kleinen Hände tröstend deren Körper streichelten. Sie war für mich ein Wunder und ist es immer noch.
Das Allerschönste, was sie besaß, war eine glockenhelle Stimme, die sie - wann immer ihr danach war - erklingen ließ. Keiner konnte das Ave Maria so schön singen wie sie. Lustige Volkslieder wurden durch ihre Stimme zum Choral.
Ich habe, so oft es ging, mit ihr geredet. Wir sprachen über Gott, über Jesus, dem sie ihr Leben bereits als junge Frau geweiht hatte und über ihr Leben als Nonne. Sie hat mich tief beeindruckt und mir Weisheit mit auf meinen Weg gegeben. Wir waren zwar lt. unserer Taufe in unterschiedlichen Kirchen aber im Glauben eins.
Stolz trug sie ihre immer gut sitzende schwarze Tracht, aber sie war sehr weltlich und offen. Ihr Wissen um das Thema Politik, Arbeitslosigkeit usw. bewies, dass auch solche Menschen durchaus nicht weltfremd sind. Was sie für mich zu einem besonderen Menschen machte, war aber ihre Einstellung zu Partnerschaft  und Liebe, Kindern und Eltern. Sie redete nicht nur, sie strahlte jene Liebe aus, die ich so gerne mit vollen Händen verteilen möchte.
Neulich musste ich noch einmal in die Klinik, um meine Befunde abzuholen. Was glaubt Ihr wohl, wer da ganz stolz am Empfang saß und mit leuchtenden Augen den Menschen Auskunft erteilte? Meine "kleine Nonne". Sie zwinkerte mir zu und sagte: "Nun hat der Herrgott mir einen neuen Wirkungskreis gegeben, denn hier habe ich alles im Auge - ich sitze am Empfang!"

Vielleicht wird sie mir eines Tages, wenn meine Erdenzeit vorbei ist, auch mit ihren leuchtenden Augen Einlass gewähren, weil sie ganz bestimmt auch dort am Empfang genau richtig ist.
Diese kleine Begebenheit ist für manche, denke ich, nicht so wichtig - bei mir aber hat sie tiefe Spuren hinterlassen, und ich muss schmunzeln, weil ich sie wieder vor mir sehe meine „kleine Nonne“!

Urheberrecht Celine Rosenkind

Nickname 21.01.2010, 19.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: erlebte Geschichten | Tags: erlebt

Schlussbilanz

Eine Lebensbilanz

Ausgelassen
Übermütig
Ja
Fröhlich
Wie ein Kind
Toben
Ihre Gedanken umher

Hüpfen,
Springen
Auf einem Bein
Von einer Erinnerung
Zur nächsten
Purzelbaum schlagend
In jene Glücksmomente
Die rar gewesen

Innehaltend, um
Andächtig den Duft
Lebendiger Augenblicke
Zu atmen,
Tränen weinend
Über das, was ihr weh getan!

Sie tanzen um ihren
Lebensbaum,
Lassen sich fallen
In
Gras, welches weich,
Hören
Vertraute Stimmen
Vergessene Lieder
Entferntes Lachen

Rennen flink
Auf
Dem nicht immer
Sonnigen
Lebensweg entlang,
Um
Atemlos zurück
in der
Gegenwart anzukommen.

Das Schlagen
Der
Alten Wanduhr,
lässt sie zusammenzucken!

Ungläubig starrt sie
Auf ihre runzlige Hand,
Welche
Zitternd die kalt gewordene
Suppe zu löffeln beginnt…

Urheberrecht Celine Rosenkind

Nickname 21.01.2010, 19.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: In Lyrik und Reime gepackt | Tags: Lebensabschnitte

Als die Erde schrie




Als die Erde schrie….

Wie oft hat sich unsere Erde gewehrt
gewarnt  mit  gar vielen Signalen,
traf auf Ohren die taub nicht zugehört,
wir hausten auf ihr wie die Vandalen!

Was wir alles getan um kaputt sie zu machen,
darüber brauchen wir  nicht diskutieren;
nun hat sie sich gewehrt, es verging uns das Lachen,
wir wollten nicht glauben an das „alles verlieren“!

Sie bäumte sich auf  wie wir`s niemals gedacht,
zerstörte mit Beben und Wasserflut unser Eden,
jetzt hat sie uns den Tod und Zerstörung gebracht,
vor Verzweiflung und Trauer vergeht uns das Reden!

Sie hat uns in unsere Schranken gewiesen,
erinnert an Dinge die wir längst vergessen,
lasst aus den Trümmern Menschlichkeit sprießen,
endlich  teilen mit den Armen Wasser und Essen.

Wie oft hat sich unsere Erde gewehrt
gewarnt mit gar vielen Signalen,
dieses Mal haben wir`s nicht überhört,
unter Tränen begraben wir die ums Leben kamen.

Das so Etwas nie wieder geschehen soll,
das wünschen sich alle Völker und Rassen,
gemeinsam die Erde zu schützen wäre toll,
den Bruder zu achten statt bekriegen und hassen.

Gute alte Mutter Erde mit all den tiefen Wunden,
wir werden in Eintracht dich reparieren,
nun macht die Menschheit gern Überstunden,
denn wir dürfen und wollen  dich niemals verlieren!

Ohne Gewähr....?



Urheberrecht Celine Rosenkind

Nickname 21.01.2010, 18.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Gedankengarten | Tags: Erde

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Nicht nur

nach Kalendertagen

planen,lachen,

lieben,scherzen,

lasse dich

durchs Leben tragen,

mit Datenspeicherung

im Herzen

© Celine Rosenkind




Ist der Himmel grau
und trübe
glaub mir nur
die Sonne scheint
vom Strahlen ist sie
manchmal müde
wie auch ein Mensch
der einmal weint

© Celine Rosenkind






Gott lebt in uns und wir in ihm
das muss man nur erkennen
er ist des Lebens tiefster Sinn
egal wie wir ihn nennen

©Celine Rosenkind




Glückmomente sammle ich
lebe gut von ihren Zinsen
beutelt dann das Böse mich
reichen diese um zu grinsen

© Celine Rosenkind



Dem Negativen
die Stirn zu zeigen
weil es das Positive
nicht sehen will
erreicht man
mit vielen Kleinigkeiten
das will ich erreichen
weil es mein Ziel

©Celine Rosenkind







Meistens bete ich ganz leise
Still im Herzenskämmerlein,
Send den Kummer auf die Reise
Aber auch das Dankbar sein

© Celine Rosenkind




Ich nehme
gerne Platz
auf
hinteren Bänken;
so kann ich Jene,
die das
Rampenlicht suchen,
mit
gebührendem Abstand
bestaunen...

© Celine Rosenkind





Zufallsspruch:
Eine stille und doch glühende Leidenschaft ist die Zärtlichkeit.

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