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Fremde Schuhe

 Fremde Schuhe
(Eine wahre Episode aus meine Kindheit)

Die wichtigsten Jahre meines Lebens habe ich in fremden Schuhen laufen müssen.
Das war sehr schmerzhaft zumal die Schuhe entweder zu klein oder zu groß gewesen.
Wenn ich Schuhe brauchte, kletterte meine Mutter auf den Dachboden, um in ihrer großen Kiste zu wühlen. Allerlei wunderliche Schätze flogen mir, während sie stöberte um die Ohren.
Zerfledderte Notenblätter, wundervoll weiche Stoffe und zusammen mit vergilbten Fotos  die geheimnisvollen alten Bücher.
Meistens wurde sie schnell fündig auf ihrer Suche nach Schuhen, die sie mir grinsend übereignete.
Immer mit den Worten, „es wird schon für eine Weile gehen.“
Dann sammelte sie in Windeseile ihre Schätze wieder ein, um die Truhe zu verschließen.
Davon abgesehen, dass die Schuhe mir nie gepasst haben, tröstete mich die Gewissheit, eines Tages einmal das Geheimnis der alten Kiste lösen zu können.
Die Schuhe gehörten nicht zu mir, meine Füße fühlten sich darin nicht zuhause.
Jeder Schritt tat unheimlich weh und die Tränen kullerten, ohne dass ich sie zurückhalten konnte. Das machte mich oft wütend, denn keiner durfte sehen, dass ich und ob ich traurig war oder Schmerzen hatte. Meistens musste ich meine Fußzehen umklappen, um laufen zu können. Die Schuhe waren meistens zu klein. Oft trug ich aber auch große schwere Skistiefel, in denen meine Füße keinen Halt hatten. Ich rutsche darin haltlos hin und her und bekam große Blasen beim Laufen.
Aber ich bin gelaufen, ich bin nicht stehen geblieben und habe niemals aufgegeben.
Oft stand ich in unserem kleinen Dorf vor dem einzigen Schuhladen und bewunderte diese blank polierten wundervollen Schuhe. Ich las die Preise und träumte davon, ganz schnell groß zu werden, um Geld zu verdienen. Dann wollte ich mir auch eigene Schuhe kaufen.
Ich habe mich nicht unterkriegen lassen. Ich lernte darin, auch unter Schmerzen Würde zu bewahren. Jammern vor anderen Kindern oder gar den Erwachsenen, habe ich niemals getan. Das Einzigste, was mir sehr schwer fiel. war meine Gangart zu beherrschen.
Dann kam der große Tag in meinem Leben.
Ich hatte mein erstes Lehrlingsgehalt bekommen. und ich kaufte mir die ersten eigenen Schuhe. Ich weiß noch, dass sie aus schwarzem Lack waren, und ich gerade 14 Jahre alt.
Sie passten, sie waren bequem und ich war so stolz.
Für mich war es eigentlich das erste Mal, wo ich erfahren durfte, wie sehr es sich lohnt warten zu können, wenn man sein Ziel nicht aus den Augen verliert.
Übrigens das Geheimnis der Kiste habe ich niemals lösen können.
Man hat mir später nur versichert es sei besser gewesen.
Und ich habe von vielen Menschen in dem kleinen Dorf Anerkennung eingeheimst.
Eigentlich bin ich dankbar, diese schmerzvolle Erfahrung gemacht zu haben.
Man hat mir wehtun wollen, in dem man mir zeigte, dass ich nicht mal ein paar Schuhe wert sei - nur mit dem Ergebnis hat keiner gerechnet.

(aus meiner Biografie: "Annies Tochter"

Urheberrecht Celine Rosenkind

Nickname 09.07.2009, 13.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Am Ufer meines Lebens | Tags: Tagebuch

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und trübe
glaub mir nur
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vom Strahlen ist sie
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wie auch ein Mensch
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Gott lebt in uns und wir in ihm
das muss man nur erkennen
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Glückmomente sammle ich
lebe gut von ihren Zinsen
beutelt dann das Böse mich
reichen diese um zu grinsen

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weil es das Positive
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das will ich erreichen
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Still im Herzenskämmerlein,
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Ich nehme
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Eine Tat ist erst dann groß, wenn sie aus einem großen Vorsatz erwächst; ansonsten blendet sie nur.

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