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Blogeinträge (themensortiert)
Thema: Am Ufer meines Lebens
Erinnerungen sind kostbar

An einem Sonntag ergatterte ich auf dem Flohmarkt einige Kostbarkeiten. Kostbarkeiten in Form von alten Büchern - Zeitzeugen die ich so liebe. Beim Lesen entdeckte ich zwischen mehreren Seiten, gepresste Blumen!
Ich fand Veilchen und Klee, ja sogar mehrere Rosenblätter in einem
Büchlein , zwischen kleinen Liebesgedichten und Geschichten.
Wie wichtig Erinnerungen sind, darüber musste ich dann nachdenken!Ich legte das Buch aus der Hand und holte meinen kleinen Schuhkarton hervor.
Warum meine Erinnerungen in einem Schuhkarton liegen? Ganz einfach, auch er ist eine Kostbarkeit für sich. Er erinnert mich immer wieder an den Tag, als ich für meine Tochter Anika die ersten Schuhe kaufen durfte.
Anika begann durch eine Krankheit sehr spät die ersten Schritte zu machen.
Deshalb ist dieser kleine Karton etwas ganz besonderes, wie alles was darin verborgen
schlummert.
Eine Muschel, eine vergilbte Postkarte, der alte Briefumschlag welcher den letzten Brief meiner Großmutter beherbergt, gehören zu meinen Schätzen.
Einige vergilbte Fotos auf denen Momente meiner Kindheit festgehalten wurden.
Die ersten Liebesbriefe von meiner Jugendliebe, der ich in mancher Stunde noch nachtrauere, und vieles mehr...
Alles kostbare Erinnerungen durchzogen vom goldenen Faden der Liebe und Zärtlichkeit.
So sind sie mein krisenfestes Kapital, und geleiten mich durch alles, was ich noch erleben darf. Zinsen werden sie tragen in Form von Lebensmut und Zuversicht.
Sie sind wie eine Brücke über die ich laufen kann-
von der Vergagenheit hinüber in die Zukunft, Halt gebend und Weg weisend.
Es gibt aber auch Erinnerungen anderer Sorte.
Erinnerungen an Misserfolge, Verletzungen, Versagen. Schlimme Dinge, von denen ich betroffen, an denen ich beteiligt gewesen.
Nur ich habe ihnen den Stachel entfernt; sie unschädlich gemacht mit einem kleinen Schildchen. Was darauf steht wollt Ihr wissen?
Ganz einfach: "Erfahrungen die mir halfen - beim Wachsen und Erkennen"
Gerade sie, sind von unschätzbarem Wert.
© Celine Rosenkind
25.01.2012, 14.40 | PL
Das Geheimnis der Blechbüchse


Ganz hinten in Großmutters Küchenschrank, versteckt zwischen dem guten Porzellan, stand diese kleine aber wichtige Blechbüchse. Dass sie sehr wichtig zu sein schien, verriet mir jede Woche Omas Gesichtsausdruck, wenn sie dieses geheimnisvolle etwas vorsichtig herausnahm, um Markstücke oder Geldscheine in den Schlitz zu schieben. Einmal, als sie meinem neugierigen Blick bemerkte, erklärte sie mir, dass ich alles verstehen würde, wenn ich eines Tages die Bibel lesen könnte. Auch musste ich ihr versprechen, dieses Versteck niemanden zu verraten. Es war unser Geheimnis und ich war sehr stolz darauf. Unser Gemeindepfarrer kam alle paar Monate vorbei um die gut gefüllte Büchse, gegen eine leere auszutauschen. Das war für Großmutter eine große Freude. Sie strahlte über das ganze Gesicht, während sie die Blechbüchse übergab. „Ich habe sehr sorgsam gewirtschaftet“, sagte sie jedes Mal stolz. Der Pfarrer nickte wohlwollend mit dem Kopf. Als ich endlich das Lesen gelernt hatte, konnte ich auch die Aufschrift der Blechbüchse entziffern. „Brot für die Welt“ war darauf zu lesen und im Kindergottesdienst, den ich eifrig besuchte, erzählte uns der Pfarrer von den Ärmsten dieser Erde. Es waren die Kinder mit ihren Familien in Afrika, die er uns auf Fotos zeigte. Sie wohnen in Hütten, die aus Ästen und Kuhdung gebaut werden erzählte er uns. Viele kleine Hütten zusammen, oft kreisförmig gebaut, nennt man Dorf. Das die Sonne dort fast immer vom blauen Himmel herunterbrannte, die Menschen kaum etwas zu essen hätten, und der Hunger dort zuhause war, wurde uns erklärt. So lernten wir in der Gemeinde, und in unserer kleinen Dorfschule, wie wichtig es ist zu teilen, etwas abzugeben, und auch, dass die kleine Blechdose einen tiefen Sinn hatte. So klein wir noch waren, aber wir haben es bereits damals verstanden.
Wir hatten lebendige Vorbilder in unseren Familien, so wie ich - meine Großmutter.
Dann kam der Tag, an dem meine kleine Welt einzustürzen drohte. Wie das oft im Leben ist, plötzlich und unerwartet.
Der Pfarrer hatte sich angesagt um wieder einmal die Sammelbüchse auszutauschen.
Nach einem kurzen Plausch zwischen Tür und Angel, eilte Großmutter zum Küchenschrank um sie zu holen. Sie bückte sich, schob wie immer die Teller zur Seite und schrie entsetzt auf.
Ich werde das, was dann kam, niemals im Leben vergessen. Ohne ein Wort zu sagen, starrte sie mich bleich, mit hasserfüllten Augen an. Die kleine Blechbüchse hielt sie in der einen Hand, und mit der anderen verpasste sie mir eine kräftige Ohrfeige. Sie schrie mich an, und nannte mich eine böse und heimtückische Diebin. Die Sammelbüchse war leer. Jemand hatte den Boden aufgeschnitten und das Geld entwendet. Schlimme Beschimpfungen prasselten auf mich herunter. Ich war wie gelähmt. Niemals hätte ich so etwas tun können, aber wie konnte Großmutter nur so von mir denken? Der Pfarrer war es, der Großmutter daran erinnerte, dass außer Großvater und mir, noch meine Mutter, und meine kleine Schwester im Haus wohnten. Egal was er sagte, für Großmutter stand fest, dass nur ich es gewesen sein konnte.
Das war für uns alle ein harter Schlag. Sie war um ihr gespartes Geld betrogen, die Menschen in Afrika um Großmutters Spende, und ich war angeblich eine gemeine Diebin.
Meine kleine Schwester hatte, ohne dass ich es bemerkte, das Geschehen beobachtet. Sie grinste zufrieden vor sich hin. Vieles ist mir an diesem denkwürdigen Nachmittag plötzlich aufgefallen. Woher hatte Alexandra eigentlich das Geld für den Pausenbäcker, der immer zur Schule kam? Ich hatte jeden Tag die verhasste Ziegenbutter auf meinem Pausenbrot und Geld für Bonbons hatte ich auch nicht. Ich dachte immer, sie hätte es von Mutter bekommen. Schließlich war sie deren Lieblingskind. Aber was, wenn Mutter nicht der edle Spender war?
Nun und wenn schon, es war mir egal und petzen tut man nicht hatte man mir beigebracht.
Großmutters Vorwürfe taten mir richtig weh. Ich verkroch mich, wie immer wenn ich Kummer hatte, hinter unserem alten Kirschbaum im Garten.
Meine Großeltern und ich haben nie wieder darüber gesprochen. Als ich dann 10 Jahre später nach Berlin umziehen musste, stand dieser Diebstahl immer noch zwischen Großmutter und mir.
Es war an meinem 17. Geburtstag als sie mich dort anrief um mir zu gratulieren. Sie weinte in den Hörer und bat mich um Verzeihung. So erfuhr ich, dass sie mich verdächtigt hatte, weil ihr sehr oft Geld entwendet wurde, während ich bei ihr und Großvater wohnte. Ich erfuhr auch, dass sie meine kleine Schwester auf frischer Tat beim Diebstahl einer großen Summe, ertappt hatte.
An diese Begebenheit muss ich in den letzten Monaten immer wieder denken, wenn ich die Bilder der hungernden Menschen in Afrika sehe. Auch sehe ich diese kleine so bedeutsame Blechbüchse in Gedanken vor mir.
© Celine Rosenkind
17.10.2011, 17.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Glücksmomente
Es gibt Menschen die sammeln allerlei Wunderliche und schöne Dinge.
Auch ich bin ein Sammler! Ich sammle Glücksmomente.
Sie zu erleben und zu finden ist schwer in unserer hektischen Zeit aber ich finde immer wieder welche, kleine und auch große.
...Ich genieße sie, heimse sie ein, und verstecke sie ganz tief in meinem Herzen.
Dort lege ich sie in meine Schatztruhe damit Ihnen auch ja nichts geschieht.
Daneben habe ich eine kleine schwarze Kiste zu stehen. Darin lagert meine Traurigkeit.
Die Trauer über verlorenes Glück, die Trauer welche ich empfinde, wenn mir ein Mensch den ich liebe weh getan hat und wenn man mich ungerecht behandelt hat.
Wenn ich beide Truhen wiegen würde; welche würde wohl das größere Gewicht haben?
Ich verrate es dir, meine Glücksmomente.
Weißt du auch, warum?
Weil ein bisschen Glück so unendlich viel Trauer zerstören kann!
© Celine Rosenkind
25.05.2011, 14.14 | PL
Du
Du gabst der Liebe ein Gesicht
Der Seele gabst Du Deine Augen
Worten gibst Du Wärme und Licht
Was du sprichst darf ich glauben!
Der Hass der mich so oft verletzte
Hast ihn verbannt, hast ihn verjagt,
Angst die mich durchs Leben hetzte
Wich Deinem Mut und gutem Rat!
Auch Trauer die mein Dauergast
Hast Du ersetzt mit Fröhlichkeit
die Ruhelosigkeit und Hast
Wich Worten, ich hab immer Zeit!
Auch Worte die mir wehgetan
Kämpfen vergebens gegen Deine
Mit Dir nur fing mein Leben an
Fühl mich nun niemals mehr alleine!
Wie ich Dir dafür danken kann
Das rauszufinden war nicht schwer
Du bist für mich mein liebster Mann
Ich geb Dich niemals wieder her!
© Celine Rosenkind
14.05.2011, 13.47 | PL
Aufbruch
Neue Ufer
Vergangenheit haftet noch an meinen Fersen
wie Pech oder Kaugummi,
lässt sich einfach nicht abstreifen.
Die Gegenwart erfüllt mit Wagemut,
Leitet meine ersten Schritte hinaus ins Ungewisse.
Herauswollen aus gewohnter Alltäglichkeit macht Mut .
Mut aufzubrechen mit dir Geliebter zu neuem Ufer –
Ufer dass sich Leben nennt.
Wir wissen nicht was uns erwartet bei dem Abenteuer.
Leben war für uns bislang nur die Pflicht für andere da zu sein,
nicht schlapp zu machen und doch
erledigten wir diese Pflichten gern um jetzt mit reinem Gewissen
alles hinter uns lassen zu können.
Wir haben uns auf den Weg gemacht Liebster, auf einen Weg der steinig ist,
mit Sorgen gepflastert und ungeweinten Tränen.
Uns hat niemand eine Träne nachgeweint – warum auch –
Sie haben uns doch alles genommen.
Unseren Stolz, unsere sichere Zukunft, unser Zuhause.
Und doch haben wir jene die uns so wehgetan wütend gemacht
weil sie ohnmächtig vor unserer Liebe kapitulieren mussten.
Kein Fluch von frommen Kirchgängern hat uns was anhaben können,
über leer geräumte Konten haben wir irgendwann nur noch gelächelt –
schnöder Mammon………..
Wird unser Weg in verdorrte Wüste der Gottverlassenheit führen
oder in ein Land wo Milch und Honig fließt
Wir vertrauen unserem Gott und sind aufgebrochen.
Aufbruch:
Entscheidung,
mit dem Loslassen ernst machen,
Leben neu zu durchforsten
Getrieben von der Unrast
eigener Menschenwürde.
Aufbruch:
Stimme des Herzens,
das Neue wagen,
dem Gipfel des Lebens entgegengehen
in eine erfüllte Stille
nur durchdrungen von dem Schlag unserer Herzen
in Liebe vereint
bedingungslos…
© Celine Rosenkind
14.05.2011, 13.42 | PL
Unsterblich
Unsterblich
Unsterblich ist sie
meine Liebe zu dir !
Auch wenn die Welt um uns
droht
zu verblühen
klagende Stimmen
durch
den Lebenswald ziehen
ob
finstere Gespenster uns jagen
hab
keine Angst, musst nicht verzagen !
Unsterblich ist sie
meine Liebe zu dir !
Wenn die Wolken am Himmel
deinen
Lebensmut trüben
soll
ein Lächeln von mir
dir
zum Frohsinn genügen
niemals
straucheln soll dein Fuß
noch
die Hände dir zittern
die
Leere dich lähmen
oder
Angst dich erschüttern !
Unsterblich ist sie
meine Liebe zu dir ,
aus Dir und Mir
ward geboren
das WIR !
Urheberrecht Celine Rosenkind
14.05.2011, 13.31 | PL
Mein Wunsch
würde ich deine Käfigtür aufstoßen
hinter die du dich geflüchtet hast
in all deinem Kummer und Schmerz
dich mit ehrlichen, lieben Worten
in die Lebenssonne locken
heraus aus deinem täglichen Alltagsgrau
in den Wind der Freiheit
und doch liegt es alleine an dir
ob für jede graue Feder
die dir dabei ausgeht
eine farbige nachwächst...
© Celine Rosenkind
05.05.2011, 18.20 | PL
Das Ziel
Das Ziel
Weißt du noch Schwester ,
welche Träume wir zusammen geträumt
in jener Zeit ,
die wir Kindheit nannten?
Kein Ziel schien uns zu hoch,
kein Weg zu weit,
wir wollten beide nur das Eine,
ankommen!
Gemeinsam liefen wir
ein Stück des Weges zusammen,
an der Kreuzung der Entscheidungen
trennten sich unsere Wege.
Oh, dein Start war wirklich rasant,
während meiner eher steinig.
Davongebraust bist du
auf der Schnellstraße des Lebens,
ohne dich einmal nach mir umzudrehen.
Mein Weg führte mich
über Berge und Täler,
Freude und Leid meine treuen Begleiter,
Erkenntnisse mein Lohn.
Zugeben muss ich,
dass deine Briefe mich oft zweifeln ließen
ob mein Weg nicht falsch gewählt,
weil noch kein Ende abzusehn.
Doch bitte ich dich, mir Worte zu erklären,
wie Langeweile, Sinnlosigkeit und Überdruss
weil sie mir fremd.
Denn mein Ziel ist noch weit – sehr weit
Urheberrecht Celine Rosenkind
10.04.2011, 19.48 | PL
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| 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 |
| 27 | 28 | 29 |
nach Kalendertagen
planen,lachen,
lieben,scherzen,
lasse dich
durchs Leben tragen,
mit Datenspeicherung
im Herzen
© Celine Rosenkind

Ist der Himmel grau
und trübe
glaub mir nur
die Sonne scheint
vom Strahlen ist sie
manchmal müde
wie auch ein Mensch
der einmal weint
© Celine Rosenkind

Gott lebt in uns und wir in ihm
das muss man nur erkennen
er ist des Lebens tiefster Sinn
egal wie wir ihn nennen
©Celine Rosenkind

Glückmomente sammle ich
lebe gut von ihren Zinsen
beutelt dann das Böse mich
reichen diese um zu grinsen
© Celine Rosenkind

Dem Negativen
die Stirn zu zeigen
weil es das Positive
nicht sehen will
erreicht man
mit vielen Kleinigkeiten
das will ich erreichen
weil es mein Ziel
©Celine Rosenkind


Meistens bete ich ganz leise
Still im Herzenskämmerlein,
Send den Kummer auf die Reise
Aber auch das Dankbar sein
© Celine Rosenkind

Tritt ein Intelligenter für eine falsche Sache ein, so ist das erschütternder als wenn ein Dummkopf für die richtige eintritt.
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