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Blogeinträge (themensortiert)
Thema: Gedankenwelten
Ein Tag wie dieser

Ein Tag wie dieser
Dieser Tag heute, jede Stunde und Sekunde ist unwiederbringlich!
Es wird ihn kein zweitesmal geben.
Was ich aus diesem Tag mit seinen Stunden und Sekunden mache, liegt allein in meiner Hand.
Ich bestimme für mich selbst wie er sein wird,
was er mir bringen wird und ich aus ihm machen werde.
Ich habe beschlossen, ihn zu nutzen um
wieder ein bisschen zu wachsen - im Glauben und mit meinem Tagewerk.
Ich habe mich entschieden, jede Sekunde zu nutzen um
Glück zu geben und glücklich zu sein.
Will wie ein kleiner Sonnenstrahl Licht in das Dunkel unserer Erde bringen.
Wenn wir alle zusammen strahlen würden , wie hell und wie schön wäre unsere Welt!!
© Celine Rosenkind
20.10.2009, 17.16 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Gedanken während eines Herbstspaziergangs

Gedanken während eines Herbstgspazierganges
Wieder einmal zieht der Herbst ins Land. Die Tage werden kürzer zwischen den länger werdenden Nächten. Auch die dünner werdenden Sonnenstrahlen und das Blau des Himmels, können nicht über den Abschied des Sommers hinwegtäuschen.
Die Zeit, der geschenkten Sonnentage ist angebrochen.
Ich gehe langsam und nachdenklicher durch die Gärten, Felder und Wälder.
Im Tal liegen die ersten Nebelschwaden auf den in der Frühe schon frierenden Gräsern.
Am Waldrand lasse ich mich auf einem gefällten Baumstamm nieder, den die Sonne noch wärmt.
Ein Schwarm Raben streicht übers Stoppelfeld. Er läßt sich mit Gekrächze auf einer großen Pappel nieder, die ernst und schmal zwischen dem Vergangenen und Kommenden steht. Sie blickt weit über unser schönes "Bergisches Land"
Während ich dieses Naturschauspiel beobachtend genieße, kommen Sehnsüchte und Gedanken auf.
Ich möchte still und groß wie die Papel sein, möchte genau wie sie Überblick und Ruhe tragen, möchte die Blätter meines Lebensbaumes silbern leuchten und lächeln lassen über Wechsel und Wandel der Zeit.
Ist nicht alles was wir Leid nennen in unserem Leben, erst durch Resignation und Mutlosigkeit zu der Größe gelangt, die wir ihm einräumen? Ist nicht das was wir Schicksal nennen, unserer eigenen Kraft und Verantwortung anvertraut, damit wir selbst Einfluß nehmen und es formen können?
Wenn Unheil und Kummer uns versuchen das Leben unerträglich zu machen, uns zu zerbrechen drohen, tragen dann nicht eigene Schwäche und Sturheit daran Schuld? Nicht unser sogenanntes Schicksal, sondern wie wir damit umgehen, gibt unserem Leben Sinn und Zweck.
Hier auf der Höhe und am Rande des abgeernteten Feldes überlege ich, wie wohl meine Lebensernte ausfallen wird.
Habe ich meine Verpflichtungen und Möglichkeiten gut angelegt um eine gute Ernte einzufahren wenn mein Lebenswinter kommt? Werden die erlebten, gesammelten schönen Momente mir helfen, den Lebenswinter zu genießen?
Denn er wird kommen - unweigerlich....
© Celine Rosenkind
30.09.2009, 15.33 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
Gedanken über die Zärtlichkeit

Gedanken über die Zärtlichkeit
Nichts ist wichtiger als Zärtlichkeit,
weil ohne sie keine positiven Gefühle
existieren oder entstehen können.
Dankbarkeit und Verständnis könnten
ohne sie den Weg zu unserem Herzen niemals finden!
Zärtlichkeit hat viele Gesichter
Zärtlich ruht auf dir mein Blick Geliebter
wenn ich dir beim Schlafen zusehe,
Zärtlichkeit ist der Mechanismus der meine Hände
dich liebkosen lässt,
sie auf Entdeckungsreise schickt um
deinen Körper zu erkunden.
Zärtlichkeit ist die Tochter der Liebe,
sie ist sanft, nicht aufdringlich
und wohltuend für Mensch, Tier und alles
was sich im Universum bewegt.
Wenn unsere Sinne wach sind, begegnen wir auch
in der Natur mit ihren so verschiedenen Gesichtern,
den Spuren dieser sanften und zärtlichen Kraft!
Das Wasser der Quelle,
wenn es über unsere Hände läuft,
das Singen der Vögel,
das Rauschen der Bäume,
die Sonne, die uns sanft wärmt,
das weiche Gras, das zum Ausruhen einlädt.
Alle die vielen Blüten, die sich öffnen,
das Treiben der immer emsigen Ameisen.
ein Regenwurm der sich im nassen Sand genüsslich
bewegt -
die vier Jahreszeiten welche
uns den ewigen Kreislauf versuchen
verständlich zu machen.
Der Stein welcher manchem Getier einen Ruheplatz
bietet!
Es will mir scheinen, als seien sie nichts anderes
als eine Symphonie der Zärtlichkeit.
Sehr viele Menschen denken im Hinblick
auf das Thema Zärtlichkeit vor allem an das,
was sie für sich ersehnen.
Ich bin mir nicht sicher, was beglückender ist,
Zärtlichkeit verschenken zu können oder sie empfangen
zu dürfen.
Beides ist von unendlicher Kostbarkeit.
Es ist die Zärtlichkeit, der ich begegne, wenn sich die
feuchte, kühle Schnauze meines Hundes in meine
Hand schmiegt.
Die flaumige Feder,
das welk gewordene Blatt
oder die Schneeflocke die der Wind
unerwartet vor meine Füße weht, ist ein Gruß
der Zärtlichkeit meines Schöpfers an mich.
Wer verbinden Zärtlichkeit meistens mit einem
Geschehen zwischen dem ICH und DU. Es gibt
jedoch auch eine Zärtlichkeit jenseits des
Zwischenmenschlichen.
Die Art und Weise etwa, wie ich etwas in die Hand
nehme, dessen Wert ich tief in meinem innersten begriffen habe,
kann von Zärtlichkeit
durchdrungen sein. Zärtlich bin ich den Dingen
gegenüber, wenn ich den
den Charakter erkenne und es zulassen kann,
mich berühren lassen
von Gefühlen, Formen, Farben und Düften.
In meiner Nachbarschaft lebt ein alter Mann,
der selbstversunken mit
seinen Händen die Blüte einer Rose streichelt,
dankbar den Blick zum Himmel schickt und,
sich zu ihr herunterbeugt
um sie mit den welkgewordenen Lippen zu liebkosen!
Wie liebevoll und zärtlich ist diese Geste!
Während ich ihn heimlich beobachte
macht sich ein Riesenglücksgefühl in meinem Herzen breit
und ich freue mich weil ich sicher bin
den wahren Reichtum erkannt zu haben!
Urheberrecht Celine Rosenkind
11.09.2009, 17.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Das Leben
Das Leben ist wie eine Lotterie, meinen viele Menschen,
sie hätten nur nicht das richtige Los gezogen.
Sie sind überzeugt , was noch schlimmer ist ,
der Nachbar, der fröhliche,
der mehr feiert,
hätte das viel bessere Los bekommen.
Doch so ganz verschieden sind die Lose nicht.
Der Eine kann sich ein paar Dinge mehr als der Andere leisten.
Aber das ist auch alles.
Der Unterschied liegt am WIE, wie man es ansieht, wie
man es annimmt. Das allerdings hängt von uns ab.
Ich habe viele Menschen getroffen,
jeder anders,
alle verschieden.
Ich habe mir ihren Kummer, ihre Sorgen angehört
und dabei mich selbst vergessen,
die blauen Flecken auf meiner Seele nicht mehr gespürt.
Auch
die schlecht verheilten
Knochenbrüche, taten plötzlich nicht mehr weh!
Ich war einfach glücklich zuhören zu dürfen,
dankbar für das Vertrauen
und ich habe mit gelitten.
Aber etwas habe ich nie gesagt; “ ich habe nun mal kein Glück!“
Da war ER doch da, an den ich immer geglaubt habe.
ER nahm alles ohne zu schreien.
Es gab auch manche, die mit lachenden Augen von ihrem Schmerz erzählten.
Das fand ich wunderbar, sie waren und sind immer ein Teil von mir.
Gewiss, es gab auch Menschen in meinem Umfeld die ständig resignierten.
Sie hatten das
Gleiche durchgemacht oder ähnlich dem, was mir wiederfahren war.
Und doch, es ist so schade einfach aufzugeben.
Wenn wir Gott wirklich suchen --- wie weit müssen wir dann laufen???
Schau in das Gesicht der Anderen, schau in die Augen.
Es stimmt, einige sind nichts sagend und leer,
andere strahlen dich voll Zuversicht an.
Ich liebe beide, die Zuversicht und auch das Leid.
Das Leben ist manchmal wie eine Lotterie,
aber es lässt sich viel ändern, wir können, so viel daraus machen.
Wollen müssen wir nur, dass ist alles!
Ostern ------ Auferstehung------ Hoffnung!!!
Bitte stehe auf und blinzle in die Sonne oder in die Wolken.
Es ist wunderschön zu leben,
es tut weh zu leiden.
Aber es ist wunderschön zu lieben,
denn Liebe spiegelt sich in Liebe wieder.
Es gibt sie wirklich, schau in die Augen der Kinder
sie strahlen Dich an.
Ich versichere dir,
ich bin durch die Hölle gegangen,
und kann heute diese Zeilen schreiben!!!!
Ich liebe, ich lebe und ich bin so froh,
dass es einen Glauben gibt für jeden Menschen.
© Celine Rosenkind

21.08.2009, 16.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Freude schenken
Sie muss nicht materieller Natur sein,
nein oft sind es nur ein paar liebevolle Blicke,
die ich einem Kind, einem traurigen Menschen
oder einem Bettler schenke.
Ich schaue einfach hin und schenke Aufmerksamkeit verbunden mit liebevollen Gedanken.
Manchmal ist es ein tröstendes Wort
und manchmal eine sanfte Berührung oder Umarmung.
Aber die besten Geschenke sind die, welche die Seele eines Menschen berühren!
Dazu braucht man sehr viel Einfühlungsvermögen, Sensibilität und Zeit.
Zeit, sich in andere Menschen hineinzudenken.
Aber brauche ich die nicht bei allen Dingen um Freude zu schenken?
Urheberrecht Celine Rosenkind
20.07.2009, 16.20 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Glück.....
Glücklich sein
Es gibt viele Menschen die können es nicht,
obwohl es doch so einfach ist, das Glücklich sein!
Meist sind es materielle Dinge denen sie meinen,
nachtrauern zu müssen.
Stets schweift ihr Blick unruhig zu jenen Menschen,
die behaupten, sie hätten ihr Glück gefunden.
Das passt einfach nicht in ihr Weltbild.
So kommt es, dass sie sich statt auf den Weg zu machen,
um nach dem Glück zu suchen, versuchen das was andere
Glück nennen, Stück für Stück auseinander zu nehmen.
Es gibt nichts, was sie nicht anzweifeln.
So wird dann mit Gleichgesinnten, die reichlich vorhanden,
getuschelt über das Wenige, mit dem sich manch einer zufrieden gibt.
Der Neid, den sich nicht wahrhaben wollen, lässt sie immer mehr verbittern,
ihren Alltag grau werden und ihre Seele traurig.
So sind sie immer nur mit sich selbst beschäftigt und vergeuden jene Kraft,
die sie eigentlich brauchen, um ihr Leben schön und harmonisch zu gestalten.
Denn das gehört nun einmal dazu um glücklich sein zu können.
So werden nette Gesten und liebe Worte als Belästigung empfunden,
gute Ratschläge werden als Bevormundung und Besserwisserei abgetan.
Treffen sie auf Menschen die in sich selbst ruhen, sich selbst genug sind,
dann werde diese als überheblich abgestempelt.
Glückliche Menschen sind für alles dankbar, was ihnen gegeben wird.
Sie freuen sich am kleinen Wunder ohne Wunder von anderen zu erwarten.
Schade nur, dass manche anders denkende das nicht akzeptieren können…….
© Celine Rosenkind

20.07.2009, 16.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Sich rechtzeitig auf den Weg machen

Sich rechtzeitig auf den Weg machen.....
Es war einmal eine Schnecke, die sich an einem nasskalten, grauen und stürmischen Frühjahrstag aufmachte, am Stamm eines Kirschbaumes hinaufzuklettern.
Die Spatzen, die überall im Garten saßen, lachten über die Schnecke und zwitscherten: "Du bist ja ein Dummkopf - schau doch, da sind überhaupt keine Kirschen am Baum! Warum machst du dir die Mühe, da hochzuklettern?"
Die Schnecke kroch unbeirrt weiter und sagte zu den Spatzen: "Das macht mir nichts - bis ich oben angekommen bin, sind Kirschen dran!"
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
So wie der kleinen Schnecke ergeht es mir auch oft.
Ich stecke mir Ziele, mache mich rechtzeitig auf den Weg, um sie im Schneckentempo zu erreichen.
Das geht nun einmal bei mir nicht anders.
Oft macht es mich schon ein wenig traurig, dass ich nicht schneller vorankomme. Da habe ich eine Geschichte im Kopf, möchte unbedingt drauflos schreiben nur, es fehlt mir einfach die Zeit.
Ich liebe die Weisheit der kleinen Schnecke, weil es sich immer wieder dann doch erweist, dass wenn ich mein Ziel erreicht habe, alles, was ich erreichen wollte, bereits fertig ist.
Sicher, es dauert alles etwas länger, aber wenn ich dann oben angekommen bin, darf ich ernten.
Manchmal ist man sich selbst der ärgste Feind.
Mir geht es oft so. Wenn ich meinen Tag gut und mit Freude geplant habe, kommt oft etwas dazwischen und ich bin abends unzufrieden und ärgerlich.
Denke ich zurück, lasse den Tag noch einmal an mir vorbeiziehen, stelle ich fest, dass ich wieder einmal selbst schuld bin.
Warum habe ich unwichtige Telefonate in die Länge gezogen?
Warum musste ich mich am täglichen Treppenhausplausch beteiligen?
Warum musste ich mir den neusten Kollegentratsch anhören?
Es gibt viele Dinge, die mir dazu einfallen.
Aber ist es nicht wichtig, sich auch Zeit für solche Dinge zu nehmen.
Das eigene Ziel einmal für kleine Momente, Stunden, Tage oder gar Wochen
in den Hintergrund zu stellen um ganz und gar für meine Mitmenschen da zu sein?
Ein Telefonat kann für den Menschen am anderen Ende der Leitung sehr wichtig sein.
Der sogenannte Treppenhaustratsch trägt zu einer besseren Hausgemeinschaft bei, wenn es inhaltlich nicht nur darum geht, was Herr Müller und Frau Maier wieder angestellt haben.
Und wenn schon, ich kann ja dem Inhalt des Gespräches eine positive Wendung geben.
Wenn ich mich jedoch aus allem ausschließe, entsteht leicht der Eindruck ich sei eingebildet oder
wolle gar etwas Besseres sein.
Es sind diese Kleinigkeiten, diese kleinen Momente Zeit zu schenken, die für mich selbst zur täglichen Pflicht gehören um nicht unhöflich
zu erscheinen~~aber sie summieren sich!
So hat der Tag dann viel zu wenig Stunden und ich habe nicht annähernd das getan,
was ich doch eigentlich wollte. Aber hätte es mir mehr Freude bereitet, meine mir
selbst gestellten Aufgaben konsequent zu erfüllen zu erfüllen ohne meine Mitmenschen zu beachten?
Sie sind mir wichtig um mich innerlich gut zu fühlen.
Wie aber soll ich es anstellen, konsequent den angeblich unwichtigen Dingen aus dem Weg zu gehen, ohne einen Menschen zu verletzen?
Ich bin kein Einzelgänger, doch wenn ich so darüber nachdenke, wäre es nicht besser auch öfters einmal nein zu sagen?
Wenn da nur nicht mein Gewissen wäre…
Na ja, ich arbeite daran, aber ein Trost ist es mir nicht, weil NEIN sagen mir viel zu oft furchtbar schwer fällt.
Ich bin und bleibe eben eine Schnecke,
oft belächelt aber immer mein Ziel im Auge....
Ich habe für mich entschieden, dass es nicht auf die Schnelligkeit ankommt.
Sich rechtzeitig auf den Weg machen, damit noch Zeit bleibt nach links und rechts zu schauen, darauf kommt es an.
Situationen einschätzen lernen, um zu wissen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist.
So habe ich auch meine Gedanken im "Schneckentempo" lange geplant -
aber doch noch geschafft sie heute aufzuschreiben...
© Celine Rosenkind

20.07.2009, 15.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Von Sparkassen und Lebensbanken
Hast Du schon einmal eine ganze Stunde, vor einem Bankinstitut, wartend im Auto verbracht?
Da kann man wirklich Etwas erleben, wenn man wie ich, neugierig die Menschen beobachtet.
Es war an einem unser wunderschönen Ausflugstage. Man traf sich mit der Familie um ein altes Sparbuch aufzulösen. Ich wollte nicht stören und blieb im Auto sitzen.
Anfangs schaute ich fasziniert den Bäumen zu, durch die der Sturm fegte.
Ich überlegte, aber das gehört hier nicht hin.
Es war langweilig. Draußen war es stürmisch, und die Sonne hatte sich hinter dunklen Wolken versteckt.
Ich begann, dem regen Treiben der Menschen, zuzuschauen. Irgendwann bemerkte ich neben mir im Nachbarauto einen Mann, der sich verzweifelt die Haare raufte, nachdem er seinen Kontoauszug gelesen hatte.
Er parkte genau neben meinem Autofenster, und er fiel mir auf, weil er beschwingt und fröhlich gewesen, vor wenigen Minuten auf den Eingang zugesteuert war.
Nun saß er wie ein Häufchen Elend in seinem Wagen. Was mochte wohl passiert sein?
Es gab nur einen möglichen Grund – sein Konto wird leergewesen sein.
Nun war die Langeweile verflogen denn ich hatte eine Lieblingsbeschäftigung wieder aufleben lassen. Ich hatte zwar kein Buch mit, las dafür aber in den Gesichtern der Menschen.
Es ist schon interessant, in welcher Körpersprache, Menschen in eine Sparkasse streben.
Der eine strotz vor Selbstbewusstsein und macht so richtig einen auf „dicke Hose.“
Andere wiederum schauen ein wenig ängstlich, ich sage mal, sie schleichen zum Geldautomaten. Dann gibt es da noch die ganz Geschäftigen, mit dem Gesichtsausdruck; „Ich bin wichtig," oder z.B., "Alles reine Routine.“
Ich habe sie also beobachtet, diese Kontobesitzer. Ich sah sie hineingehen aber auch wieder herauskommen. Und der Unterschied war manchmal verblüffend und zum Teil auch sehr traurig.
Ich las Fassungslosigkeit, Freude, Ratlosigkeit, Schmerz und Überheblichkeit.
Wie viele Schicksale hängen von ein paar Euros ab und was macht ein Mensch, der gar nichts mehr hat?
Ich habe nachgedacht, wie oft auch ich, in solchen Situationen gewesen bin. Alles was ich an diesem Nachmittag erlebt – in einer einzigen Stunde, hatte ich auch schon durchlebt, erlebt und überlebt.
Hast Du schon einmal über den Kontostand Deiner Lebensbank nachgedacht?
Nein, ich will hier niemanden veräppeln oder so.
Eine Lebensbank zu haben, ist sehr wichtig.
Hier zahle ich meine gelebten Glücksmomente, meine überlebte Traurigkeit mit Gebrauchsanweisung, meine Enttäuschungen, Erfahrungen aber auch meine Erfolgserlebnisse, seit ich denken kann, treu und brav ein.
Ich habe nun schon fast 60 Jahre eingezahlt. Immer wenn ein Tief meinen Lebenshimmel verdunkelt hat, konnte ich von meiner Lebensbank abheben, was ich brauchte.
Ein bisschen Glück für traurige Stunden, um wieder auf die Beine zu kommen. In traurigen Zeiten konnte ich gut meine Gebrauchsanweisungen lesen, und fand eine Lösung, wieder herauszukommen. Ich zehre also, von den Zinsen, meiner Erlebnisse und Erfahrungen.
Gelebte, durchlebte und überlebte Freude, Trauer und Schmerz, alles kann ich wirklich verwenden und gebrauchen. So mache ich es bis zum heutigen Tage.
Ich glaube, dass viele Menschen eine Lebensbank haben, und wer noch keine hat, der sollte schnellstens ein Konto eröffnen.
Erlebnisse und gefühlte Momente sollte man niemals wegwerfen.
Nichts in unserem Leben geschieht ohne Grund, und was man momentan nicht gebrauchen kann,
sollte man zur Seite legen, für spätere Tage.
Aber nun noch einmal zurück, zu dieser Stunde, vor der kleinen Sparkasse.
Es war ein Erlebnis, dass ich nicht missen möchte.
Ich habe seit jenem Nachmittag sehr viel nachgedacht, und mir sind Dinge eingefallen, die ich längst vergessen glaubte.
Vielleicht konnte ich ja meine Leser zum Nachdenken anregen. Ich bin mir einfach sicher, dass es sich lohnt, darüber nachzudenken.
© Celine Rosenkind
09.07.2009, 13.32 | (0/0) Kommentare | TB | PL
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| 27 | 28 | 29 | 30 |
Nicht nur
nach Kalendertagen
planen,lachen,
lieben,scherzen,
lasse dich
durchs Leben tragen,
mit Datenspeicherung
im Herzen
© Celine Rosenkind
Glückmomente sammle ich
lebe gut von ihren Zinsen
beutelt dann das Böse mich
reichen diese um zu grinsen
© Celine Rosenkind

Ganz privat erlebt man mich :

Gefühle muss man sorgsam hegen
mit Liebe wie mit Ehrlichkeit
es ist ein gar aufwendiges Pflegen
doch sicher ist´s es lohnt die Zeit
©Celine Rosenkind

Ist der Himmel grau
und trübe
glaub mir nur
die Sonne scheint
vom Strahlen ist sie
manchmal müde
wie auch ein Mensch
der einmal weint
© Celine Rosenkind


in Tagen: 430
















