Das Wortkarussell
 

© für den Buchwussel-Gif

 Wolfgang Stoesser



Ein schöner Ort



Zufallsspruch:
Man könnte kaum die Bevölkerungsexplosion erklären, wenn es auf der Welt wirklich so viel Hass gäbe, wie oft behauptet wird.

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Lyrikecke - Lyrik-Linkliste


Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Märchen für Erwachsene

Das Glöckchen des Poeten





Das Glöckchen des Poeten

Vor langer Zeit,  lebte am Meer ein alter Poet. Sein ganzer Reichtum bestand aus seinem Ideenreichtum und einem kleinen silbernen Glöckchen. Beides hatte er von seinem Vater geerbt. Er liebte es, auf der Veranda zu sitzen und aufs Meer hinaus zu schauen. Seine Gedichte hatte er auf feinstes Papier geschrieben und in die Bäume seines kleinen Gartens gehangen. Sobald der Wind nur ein kleines bisschen wehte – und am Meer weht er ständig-, bewegte sich das Papier, und das silberne Glöckchen läutete gar lieblich. Schön war dieser Klang und im ganzen Land zu hören.
Nicht weit von dem alten Poeten lebte ein gar grimmiger Bursche.
Schon lange hatte er keine Ideen mehr, sein Papierbedarf war mächtig gesunken und die Tinte zum Schreiben längst ausgetrocknet. Er war wütend in seiner Einfallslosigkeit. Als er den Alten so eifrig schreibend auf seiner Veranda sitzen sah und das beruhigende Läuten des silbernen Glöckchens hörte, wusste er mit einem Schlage, dass das Glöckchen wohl die Ursache des Erfolges sei. Wenn er es nur für einen einzigen Tag hätte, dachte er,
wäre er wieder ein gemachter Mann.
Er überlegte nicht lange, setzte sein Sonntagsgesicht auf und bat den Alten, ihm das Glöckchen für einen einzigen Tag zu überlassen.
„Warum sollte ich es dir nicht borgen“, sagte der Poet freundlich. „Doch vergiss nicht, es gleich morgen früh wiederzubringen, denn ohne das Glöckchen bin ich schnell traurig.“  Nun sah sich der Einfaltslose in seiner Vermutung bestärkt. Er versprach es pünktlich zurück zubringen und eilte mit dem Glöckchen erwartungsvoll zu seinem Haus. Dort angekommen hängte er das Glöckchen an die Hauswand und wartete ungeduldig auf das liebliche Läuten. Doch das Glöckchen blieb stumm. Stunden vergingen und nichts geschah. Der alte Poet aber saß auf seiner Veranda und schrieb. „Wie ist das nur möglich“, begann der Einfaltslose zu schimpfen. Alles, was er empfand, war Hass und Neid. Es wurde Abend und die Sonne ging unter. Das kleine silberne Glöckchen hing unbeachtet noch immer an der Hauswand. Obwohl der Wind an jenem Abend eher einem Sturm glich, blieb es
stumm. Auch unser Poet wartete vergeblich auf einen wenigstens klitzekleinen Klang. Es war so beängstigend still geworden im Reich der Schreiberlinge, dass mancher sich fragte, was geschehen sei.
Am nächsten Tag wartete unser Poet vergeblich auf die Rückkehr des silbernen Glöckchens.
Trauer und Sorge trieben ihn voran, als er sich auf den Weg zum Nachbarn machte.
Dieser saß mürrisch an seinem Schreibtisch, kaute gelangweilt auf seiner Feder herum, während er ein leeres Blatt nach dem anderen zerknüllte.
„Ich habe auf dich vergeblich gewartet“, sagte unser Poet nach dem Morgengruß. „Schade, dass du dich nicht an unsere Abmachung gehalten hast denn so kann ich dir das Glöckchen nie wieder borgen.“ Kaum hörte das Glöckchen die ruhige Stimme seines Herrn, da begann es vor Freude so lieblich zu läuten, dass es im ganzen Land zu hören war.
„Oh weh“, sagte der Alte, „hat man dich einfach an die Hauswand gehangen. Wie sollst du auch läuten, wenn hier nicht ein einziger Baum steht?“ Er begann sich im Garten umzusehen und erklärte unserem Griesgram, dass es um schöne Werke zu schreiben auf die
Umgebung ankomme. In einem verwilderten Garten und Lieblosigkeit im Herzen können keine guten Ideen zustande kommen. Vieles hat der Poet dem verbitterten Nachbarn an jenem Tag an Erkenntnissen weitergegeben. Auch dass Ideenreichtum nicht von Glockenklang abhängig ist, sonder eher umgekehrt.
„Wie soll das Glöckchen läuten können, wenn man ihm nicht Raum gibt zum Schwingen“, erklärte der Alte.
„Wer mit sich selbst im Reinen ist und mit offenen Augen durch die Welt geht, der nur kann Wunder entdecken, sich begeistern und schreiben.“ Ja, und Fantasie gehört dazu lieber Leser denn sonst wäre diese Geschichte von mir nicht geschrieben worden.
Wenn du die Augen schließt und es hören kannst, das kleine silberne Glöckchen, dann habe ich dein Herz erreicht…..

Urheberrecht Celine Rosenkind

Nickname 27.08.2009, 16.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der Zaubervogel (Anfang)




Der Zaubervogel


Einst lebte auf einer kleinen Insel eine Vogelschar in Eintracht und Frieden miteinander.
Jeder von ihnen war auf unterschiedlichste Weise sehr schön.
Etwas hatten sie alle gemeinsam. Sie hatten sich vorgenommen,
mit ihrem Gesang die Menschen zu verzaubern. Wussten sie doch,
dass der Herrgott erwartete, diese Gabe die er ihnen schenkte,
auch zu nutzen.
Eines Tages aber wurde die kleine friedliche Schar aufgescheucht,
denn ein wunderschöner Artgenosse kreiste über ihnen und lauschte.
Der Gesang verstummte, als der Schönling inmitten der kleinen Schar landete.
So ein schönes Gefieder hatten sie alle noch niemals gesehen.
Bewundernd schauten sie ihn an und zwitscherten aufgeregt durcheinander.
Da machte der Neuankömmling seinen Schnabel auf und begann zu singen.
So etwas Schönes hatten die Vögel nie gehört.
Ehrfürchtig verstummten sie.
Da, so dachte wohl mancher von ihnen, können wir einfach nicht mithalten.
So kam es, dass so mancher seinen Kopf unter die Flügel steckte, weil ihm die Lust am Singen vergangen war.
Resignation machte sich unter Jenen breit, die sich nun überflüssig vorkamen.
Dachten, dass die Menschen dieses bunte, schillernde und stimmgewaltige Wesen
mehr lieben würden wie sie.
Oh ja, der Neuankömmling schaffte es tatsächlich, die Menschen in seinen Bann zu ziehen.
Begann der bunte Vogel zu singen, versammelte man sich scharenweise um ihn.
Auch brachten die Zuhörer ihm die schönsten Trauben und mancher Wissenschaftler schmeichelte, indem er bestätigte, dass dieser Gesang alles vorher Gehörte überträfe.

Die kleine Vogelschar hatte längst das Feld geräumt. Sie beobachteten das Geschehen aus der Ferne.
Sahen traurig, wie mancher Artgenosse sich dem Zaubervogel erst vorsichtig näherte, um dann zu bleiben.
So wurde die kleine, einst so friedliche Gemeinschaft immer mehr auseinandergerissen.
Das alles beobachtete ein kleiner Sperling.
Er wusste um seine Unscheinbarkeit und war sich bewusst, dass er im Gesang niemals mit den anderen Vögeln mithalten könne.
Aber etwas hatte der Sperling allen Vögeln voraus. Er hatte Mut und Selbstbewusstsein.
So kam es dann, dass er sich einfach unter die traurige kleine Schar mischte und sprach:
„Fällt euch denn gar nicht auf, dass dieser, den ihr Zaubervogel nennt, immer nur die gleiche Melodie singt? Das können doch die Menschen auf Dauer nicht gut heißen!"
Da steckten die übrig gebliebenen Vögel die Köpfe wieder hervor und sahen den kleinen Sperling verwundert an. Aufgeregt zwitscherten sie durcheinander, begannen einmal genauer hinzuhören, was dieser Zaubervogel wirklich sang.
„Er singt immer wieder die gleichen Töne“, bemerkten sie erstaunt.
Auch dass es langweilig sei, seine Anhänger es wohl auch bald erkennen würden, äußerten sie hoffnungsvoll.
Es geschah, wie der kleine Sperling es vermutet hatte.
So schnell, wie der Zaubervogel an Berühmtheit einst gewann, so schnell verloren die Menschen an seinem eintönigen, wenn auch schönen Gesang, das Interesse.
Sie fingen an, sich nach dem Singen der kleinen Vogelschar zu sehnen.
War es doch voller Vielfalt und abwechslungsreich, mit Höhen und Tiefen, die es im Leben zu genüge, gibt.
Nun hörten sie auf, den Zaubervogel mit Leckereien zu verwöhnen.
Sie spürten, dass hinter diesem eintönigen Gesang keine Freude steckte!
Auch wurden Vermutungen laut, dass der Zaubervogel gar nicht singen könne, weil ihm einfach die Seele fehle.
Schnell war der Zaubervogel beleidigt und er begann, seine Artgenossen und die Menschen zu beschimpfen. Er, der er doch der Liebling Vieler war, saß plötzlich alleine und unbeachtet in der Ecke.
Fassungslos machte ihn aber auch, dass all seine Beschimpfungen die er bis zur Heiserkeit krähte, ohne Erfolg blieben.
Man ließ ihn einfach links liegen.
„Eines Tages wird er davonfliegen“, versicherte der kleine Sperling. Die Vögel bewunderten die Klugheit des unscheinbaren Gefährten. Prompt erklärten sie ihn zu ihrem künftigen Berater.

Ähnlichkeiten mit den Menschen sind rein zufälliger Natur.

Urheberrecht Celine Rosenkind

Dies ist der Anfang eines Märchens welches noch viele Fortsetzungen haben wird.....





Nickname 19.07.2009, 13.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Unentbehrlich.....



Unentbehrlich...

Es war wieder einmal soweit.

Erneut war ein Streit zwischen Gut und Böse entbrannt.
Alle Tugenden und Laster kämpften miteinander auf Leben und Tod.
Furchtbare Wunden fügten sie sich zu, und das Blut floss in Strömen.
Die Hinterlist und die Tücke hatten die Gerechtigkeit überwältigt und ihr
die Arme gelähmt.
Zerfleischt von den Zähnen des Hasses und der Eifersucht lag die Liebe im Sterben,
während die Habgier versuchte, die Großmütigkeit zu erwürgen.
Es war ein schlimmer Kampf für beide Seiten.

Mitten im Schlachtfeld aber stand ganz unversehrt die Güte.

Obwohl man sie mit Steinen beworfen, Pfeile des Undanks sie durchbohrt hatten,
hatte sie sich doch unverwundet aus dem Staub erhoben.

Sie schaute schaudernd über jene die am Boden lagen. Unentschieden war der Kampf ausgegangen.

Die Güte machte sich auf den Weg die Leidenden zu trösten. Sie hatte für jeden ein liebes Wort, egal auf welcher Seite er gekämpft. Sie holte Wasser und begann die Wunden zu versorgen.
Fortan hatten sogar ihre Feinde begriffen, dass sie unbesiegbar und unentbehrlich war.

© Celine Rosenkind




Nickname 19.07.2009, 13.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Auf der Suche nach Gott



Auf der Suche nach Gott
Es geschah in diesen Tagen, dass ein Mensch sich aufmachte um Gott zu suchen.
Sein Weg führte ihn durch viele prächtige Kirchen. Jeder Priester dieser Paläste
behauptete Gott zu kennen. Der Mensch hörte sich viele Versionen von sonderbaren Geschichten an,
nur zufrieden wollte er sich damit nicht geben. So wanderte er von Land zu Land und von Volk zu Volk. Er sah die schrecklichen Kriege, die man angeblich im Namen dessen führte,
den er nur aus Büchern kannte. Er weinte über die vielen Toten – getötet im Namen des Herrn über Himmel und Erde.
Verzweifelt und ausgebrannt beschloss er, die Suche aufzugeben.
Diesen Gott wollte er nicht, brauchte er nicht. Er hatte genug gehört und gesehen.
Wenn da nur diese innere Unruhe nicht gewesen wäre, diese Gewissheit, dass das Leben doch einen
Sinn haben müsse.
Erschöpft ließ er sich im Wald, an einem kleinen Bach nieder um seinen Durst zu stillen.
Als er sich hinab beugte um das frische Wasser zu trinken hörte er plötzlich eine Stimme.

„Oh Menschenskind, du suchtest an falschen Orten,
man kann mich nicht finden in Kirchen und Worten.
Ich bin in der Blumen duftendem Blüh´n,
in den Sternen am Himmel, die für alle glüh`n,
du findest mich im Sturm und im Wind,
in Licht, Luft und Sonne, Tau und Regen der rinnt.
Ich bin in der Vögelein Gesang,
im Lachen der Kinder wie Glockenklang!
Auch findest du mich bei den Ärmsten der Armen,
in jedem Menschen der noch fühlt das Erbarmen!
Auch bin ich im Baum, bis zum kleinsten Blatt,
im Saatkorn das aufgeht, um zu machen dich satt.
Auch bin ich dein Heimweh, deine Sehnsucht, dein Hoffen,
verschließe dein Herz nicht, lass es für mich offen.
Dann können wir stets miteinander reden.
wer fest an mich glaubt, nennt dies auch beten.
Einen ständigen Dialog mit dir -
liebes Menschenskind, das wünsche ich mir."

So plötzlich diese Stimme zu hören war, so schnell verstummte sie auch, während auf dem Bach ein helles Licht tanzte. In dem Suchenden machte sich ein großes Glücksgefühl breit.
Er bewunderte die Schönheit des Waldes, hörte mit Freude das Singen der Vögel und machte sich beschwingt auf den Heimweg.
Und mal ganz unter uns gefragt: „Was kann es Schöneres geben als zu erkennen, wie göttlich
unser Leben sein kann, wenn man auf seine innere Stimme hört?“

© Celine Rosenkind




Nickname 19.07.2009, 13.03 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der Baum der Wünsche





Der Baum der Wünsche

In einem kleinen verträumten Städtchen, hinter dem Regenbogen, lebte einst ein alter Mann zufrieden mit seiner Familie.
74 Jahre alt war er mittlerweile, und sein ganzer Sonnenschein war seine kleine Enkeltochter Anna.
Er erinnerte sich noch genau an den Tag, wo dieses kleine Wunder in sein Leben trat,
so als wolle es sagen: „Hier bin ich, hast du mich gerufen?"
Liebevoll blickte er auf seinen alten Apfelbaum, ihm hatte er bisher all seine Wünsche und Träume anvertraut . Er war fest überzeugt, sein Baum hatte viel zur Erfüllung seiner Wünsche beigetragen.
Seine kleine Enkeltochter war wunderschön und war bereits drei Jahre alt.
Stolz war Anton, wenn sie auf seinen Schoß gekrabbelt kam und fragte: „Opa gehen wir auf den Spielplatz, oder gehen wir zusammen zum Café Merkel Erdbeerkuchen essen?"
Sie lachten und scherzten viel Miteinander, bevor Anna dann erschöpft in seinem Arm einschlief.
Meistens musste die Oma eine Geschichte aus dem alten dicken Buch vorlesen.
Überhaupt, sie waren schon ein glückliches Gespann, die Drei.
Türmchen bauen, mit der Oma kochen und Kuchen backen, um hinterher den Kochlöffel abzuschlecken, fand Anna einfach toll.
Antons 75 Geburtstag rückte immer näher und er wurde immer nachdenklicher.
Er saß jetzt öfter als sonst auf der alten Bank, die unter seinem Apfelbaum stand.
Nachdenklich zog er an seiner Pfeife und brütete vor sich hin.
Manchmal sah man, wie er liebevoll den alten Baumstamm streichelte.
Hörte ihn dazu leise murmeln.
Was hatten die Beiden nicht schon miteinander erlebt.
Auch hatten sie ein Geheimnis, welches sie verband.
Der Apfelbaum besaß eine ganz besondere Fähigkeit.
Immer, wenn Anton mit ihm sprach, und ihm seine Wünsche erzählte, gab ihm der Baum ein Zeichen des Verstehens.
Mal warf er ein paar grüne Blätter ab oder ein Zweiglein, und kam die Apfelzeit, warf der Baum einen Apfel ab, und säuselte: "Wünsch dir was, es geht bestimmt in Erfüllung."
Nur nun waren sie miteinander alt geworden.
Der Stamm war nun alt und knorrig, und der Baum zu groß und schwerfällig, um Anton immer zu antworten.
Eines Tages, Anton saß wieder nachdenklich und traurig unter dem Baum, als dieser ihn leise fragte:
"Mein Freund was bedrückt dich?"
"Ach, seufzte Anton" und schubste gedankenverloren die kleine Schaukel an, welche er an einem der starken Äste für Anna befestigt hatte;" man müsste noch ein paar Jahre jünger sein. Das Alter, und der bevorstehende Geburtstag machen mir Angst.
Ich würde meine kleine Anna so gerne groß werden sehen.
Wer weiß, wie lange mich unser Herrgott noch auf dieser Erde lässt!"
Traurig schüttelte Anton seinen Kopf.
"Und wie denkt die kleine Anna darüber," fragte der Baum.
"Ach, sie ist so lustig und unbekümmert, sie macht mir so viel Freude. Wenn ich mit ihr zusammen bin, vergesse ich, dass meine Tage auf Erden gezählt sind," erwiderte der Großvater.
"Na dann gibt es nur eine Lösung. Du musst mit ihr zusammen die Fee der Weisheit befragen," säuselte der Apfelbaum.
"Sie kommt jeden Abend, um mir gute Nacht zu sagen."
"Das ist eine schöne Idee," antwortete der alte Mann.
"Ich werde bei Sonnenuntergang mit Anna wiederkommen. Sie schaukelt doch so gerne vor dem Schlafen gehen." Gesagt, getan!
Als die Sonne langsam untergehen wollte, kamen die beiden Hand in Hand zum Apfelbaum gelaufen.
Schön waren sie zusammen anzusehen, wie sie den Weg zum Apfelbaum schritten.
Die Fee der Weisheit saß längst in den Zweigen und beobachtete die beiden. Der Apfelbaum hatte ihr längst alles erzählt.
Als Anton auf der Bank Platz nahm, um Anna beim Schaukeln zu zusehen, fing die Fee an zu sprechen: “Anton, flüsterte sie, du bittest mich um Jugend?"
"Oh ja," das wäre schön sagte der alte Mann. "Sieh dir doch mein Enkelkind an, ich will sie groß werden sehen. Ich will ihr helfen ein glücklicher Mensch zu werden!"
"Bist du denn so unzufrieden? Denke einmal gründlich nach; “ meinte die Fee.
Sie wies ihn darauf hin, dass auch das Alter seine Vorteile habe.
“Ach, was für Vorteile;“ fragte Anton traurig und schaute seiner Enkelin beim Schaukeln zu.
"Hör doch hin, wie sie lacht, und schaue in ihre glücklichen Augen.“; „Ja, das mag wohl wahr sein,“ murmelte Anton, „sie gibt mir sehr viel Kraft und Jugend.“
"Siehst du,“ sagte die Fee der Weisheit; „und du zeigst ihr, wie man das Leben meistern kann.
Das ist der Kreislauf des Lebens.
Das Alter ist eine schöne Sache, wenn man etwas daraus macht.
Erkläre Anna die Weisheiten des Lebens und sie wird lachen und lernen.
Jugend und Alter ergänzen einander!“
“So habe ich das noch nie gesehen,“ sagte Anton.
Der Apfelbaum säuselte leise:
"Anton, sie hat Recht,“ auch ich gebe dir doch etwas ab. Ich spende dir mehr Schatten mit meinen Ästen, und ich habe starke Arme, um Annas Schaukel zu tragen. In jungen Jahren hätte ich das nicht gekonnt.
Durch Ihr Lachen sind die Vögel zurückgekehrt und bauen wieder Nester in meinen Zweigen. Siehst du, so profitiere auch ich davon,“ sagte der alte, knorrige Apfelbaum. "So ihr beiden,"
sagte die Fee der Weisheit leise, „ nun fliege ich weiter. „Vergesst beide nie, alles im Leben, hat seine Zeit und alles ist gut, wenn man den Sinn darin erkennt."
Sprach es und husch, weg war sie!
Antons Geburtstag war gekommen und jeder wollte ihm gratulieren.
“Warum strahlst du alter Haudegen so,“ wollten seine Freunde wissen.
Der aber hatte seine Anna auf dem Arm und schmunzelte.
"Ist es nicht schön 75 Jahre alt zu sein?"
Fragend schauten ihn alle an. Er lächelte bloß und der Schalk blitzte in seinen Augen.
Was wohl in ihm vorging?
Wir, meine Freunde wissen es und wer mag, sollte diese Geschichte weiter erzählen...

Urheberrecht Celine Rosenkind




Nickname 19.07.2009, 11.47 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Schöpfung der Rosen



Die Schöpfung der Rosen

Damals als Gott die Rosen geschaffen hatte, ließ er deren Seelen zu sich kommen
um sie zu fragen, ob sie glücklich seien oder noch Wünsche hätten.
Ein kleines schüchternes Rosenseelchen antwortete zaghaft: Ich danke dir, oh Herr für mein Dasein unter all meinen herrlichen Geschwistern, nur bin ich so klein und zart. Ich friere im hellsten Sonnenschein.“
Da lächelte der liebe Gott mild und gütig. Liebevoll hüllte er das blasse Blumenkind
in ein duftig grünes Moosmäntelchen.
„Bist du nun glücklich,“ fragte er.
Dankbar sah das Moosröschen unseren Herrgott an und lächelte.
„Wer hat noch einen Wunsch?“
Eine prächtige rote Rosenseele drängte sich energisch vor. Geziert ordnete sie ihre kostbaren Blütenblätter und sprach: „Mein Gewand scheint mir zu dürftig für meinen prächtigen Wuchs, kannst du ihn nicht etwas herrlicher gestalten, Schöpfer der Herrlichkeit?“
Nachdenklich schüttelte unser Herrgott seinen Kopf.
Er sah dieses stolze Gewächs fast etwas traurig an und sprach: „Nun gut, ich werde deinen Wunsch erfüllen; tausend Blätter gewähre ich dir, damit du die gewünschte Pracht entfalten kannst, aber hüte dich vor deinem Hochmut!“
Alle Blumenseelen umringten darauf den Gottvater, hoben ihre Blumenkelche aufwärts und baten: „Lass uns zu deiner Ehre blühen!“
Nur eine wunderschöne Rosenseele mit bleichem Aussehen schloss sich dieser Bitte nicht an.
Traurig versteckte sie ihr Köpfchen unter den grünen Blättern.
„Hast du keinen Wunsch oder ein Anliegen an mich,“ fragte Gott und beugte sich liebevoll über sie.
„Ach Vater, Schöpfer aller Wunder und Schönheiten, der Himmel ist voll mit Herrlichkeiten. Hier werde ich nicht gebraucht. Aber die Menschen in all Ihren Freuden und Leiden, sie brauchen uns; für sie möchte ich da sein. Bitte lass mich blühen für alle, die sich deiner Schöpfung in Dankbarkeit erfreuen werden. Auch wenn sie schwach und manchmal ungerecht im Denken und Handeln sind, jede Freude hilft ihnen besser und positiver zu werden.
Diese Antwort brachte den Schöpfer zum strahlen und er sprach:
„Du alleine hast unter all deinen Geschwistern den Zweck meiner Schöpfung erkannt. Den Menschen zur Freude habe ich Euch alle geschaffen, nicht für den Himmel!“
Er wandte sich zur Rosenseele, die immer noch gebeugten Hauptes vor ihm stand.
„Du sollst zum Dank für dieses Erkennen und Verstehen die Menschen besonders glücklich machen. Gelb sei die Farbe deines Blütenkelches und ich schenke dir den köstlichsten Duft,
damit selbst ein Blinder nicht ohne im Herzen Freude zu verspüren, an dir vorübergehen kann.
So schuf der Herrgott die Teerose und wer kennt und liebt sie nicht?

Sie hatte ihre Bestimmung erkannt und wenn eine Rose das kann, dann können wir Menschen das auch oder..

© Celine Rosenkind




Nickname 19.07.2009, 11.18 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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Suche
Es wird in allen
Einträgen gesucht.

Nicht nur

nach Kalendertagen

planen,lachen,

lieben,scherzen,

lasse dich

durchs Leben tragen,

mit Datenspeicherung

im Herzen

© Celine Rosenkind



Glückmomente sammle ich

lebe gut von ihren Zinsen
beutelt dann das Böse mich
reichen diese um zu grinsen 

© Celine Rosenkind








Ganz privat erlebt man mich :





Gefühle muss man sorgsam hegen

mit Liebe wie mit Ehrlichkeit
es ist ein gar aufwendiges Pflegen
doch sicher ist´s es lohnt die Zeit

©Celine Rosenkind






Ist der Himmel grau
und trübe

glaub mir nur
die Sonne scheint

vom Strahlen ist sie
manchmal müde

wie auch ein Mensch
der einmal weint

© Celine Rosenkind


Online seit dem: 30.06.2009
in Tagen: 430