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Blogeinträge (themensortiert)
Thema: gelesene, gefundene Perlen
Die Geschichte der kleinen Welle
Es war einmal eine kleine Welle.
Tief in ihrem Innern war sie sehr unglücklich und klagte: "Ich fühle mich so schlecht. Die anderen Wellen sind so groß und so stark, während ich nur so klein und schwach bin. Das Leben ist ungerecht!"
Zufällig kam eine große Welle vorbei.
"Ich habe deine Worte gehört." sagte sie. "Dir geht es so, weil du noch nicht deine wahre Natur erkennst. Dir geht es schlecht, weil du denkst, dass du nur eine kleine Welle bist, aber das ist nicht wahr."
"Was sagst du da?" fragte die kleine Welle. "Natürlich bin ich eine Welle" Schau, hier ist meine Krone und das hier ist mein Wellenschlag. Ich bin klein, aber ich bin eine Welle!"
"Was du als "Welle" bezeichnest, ist nur deine Form. Du bist in Wahrheit Wasser. Wenn dir gelingt, zu verstehen, dass du nur eine zeitlang eine Welle bist, aber immer Wasser sein wirst, wirst du nicht mehr unglücklich sein."
"Aber wenn ich Wasser bin, was bist dann du?"
"Auch ich bin Wasser. Ich habe für eine kurze Zeit die Form einer Welle, die größer ist als du. Aber meinem Wesen nach bin ich Wasser. Ich bin du und du bist ich. Wir sind beide Teile eines großen Ganzen."
nach Xin Zhou Li, aus dem Buch "Wenn das Leben schmerzt"
15.05.2011, 15.20 | PL
Das Monument
Das Monument
Gott, bevor er seine Kinder zur Erde sandte, gab jedem von ihnen ein sehr sorgfältig ausgewähltes Paket von Problemen.
Diese, versprach er lächelnd, gehören alleine dir. Kein anderer wird die Segnungen haben, die diese Probleme dir bringen werden.
Und nur du hast die speziellen Talente und Fähigkeiten, die nötig sein werden, um diese Probleme zu deinen Dienern werden zu lassen.
Nun geh hinab zu deiner Geburt und zu deiner Vergesslichkeit. Wisse, dass ich dich liebe über alle Maßen...
Die Probleme, die ich dir gab, sind ein Symbol für diese Liebe. Das Monument, das du aus deinem Leben machst, mit der Hilfe deiner Probleme, wird ein Symbol deiner Liebe zu mir sein.
©Anthony de Mello
15.05.2011, 15.04 | PL
Frühlingszeit

Was wir Natur nennen, ist ein Gedicht, das in geheimer, wunderbarer Schrift verschlossen
. Doch könnte das Rätsel sich lösen, würden wir die Odyssee des Geistes darin erkennen, der wunderbar getäuscht, sich selber suchend , sich ewig flieht.
Denn durch die Sinnenwelt blickt nur wie durch Worte der Sinn, nur wie durch halbdurchsichtigen Nebel das Land der Phantasie, nach dem wir trachten!
© Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling

05.03.2011, 18.42 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Das große Treffen der Gefühle
Gefühle
Es war wirklich nicht mehr zu übersehen. Die Gefühle: sie wurden weniger. Zügig hatte ihre Zahl und gewaltig ihr Einfluss in den letzten Jahren abgenommen. So wurde beschlossen, eine Versammlung abzuhalten, um die Lage zu besprechen. Landaufwärts, landabwärts verbreitete sich die Nachricht, dass es ein Treffen geben sollte, schnell. Und so strömte in jener Nacht ein ganzes Heer von Gefühlen zum Versammlungsort, das sich unterdrückt, verdrängt, überspielt, versteckt, abgewiesen, ausgenutzt und auch diskriminiert fühlte.
Es soll an dieser Stelle einmal erwähnt werden, dass es grundsätzlich zwei Arten von Gefühlen gibt. Sicher höre ich jetzt so manchen sagen, „gute und schlechte!“ So wird es auch oft dargestellt und ich meine, dass diese Bewertung und Einordnung einmal eines der Themen auf der Tagung der Gefühle sein sollte. Richtig ist, dass es zwei Arten gibt. Jedoch nicht nur „gut und schlecht“ bilden den Unterschied, sondern „echt und unecht!“
Die Versammlung zu der in jener Nacht die Gefühle zusammenströmten, war ein Treffen der echten Gefühle, kurz die „Echten“ genannt. Ihre Aufgabe und Wirkung besteht darin, den Menschen wirklich lebendig sein zu lassen. Wenn ein Mensch seine echten Gefühle kennt, akzeptiert und den Mut hat, zu ihnen zu stehen, damit leben zu können, fühlt er sich stabil, wohl und gut. Das ist nicht mißzuverstehen: Es gibt durchaus Konflikte in solch einem Leben.
In jüngster Vergangenheit breiteten sich ganz massiv „die Unechten" aus und schienen immer mehr Anklang zu finden, also die Gefühle die eigentlich nur Ersatz für die Echten waren.
Natürlich waren an diesem Abend der Echten, auch Spione von der anderen Seite vertreten: Sie sollten Informationen sammeln, um so gegebenenfalls Maßnahmen der Gesellschaft der Echten rechtzeitig unterwandern zu können. Für einen Unechten war es eine Leichtigkeit, sich unter die Echten zu mischen, da die Ersatzgefühle Meister in der Fähigkeit sind, als echt daherzukommen.
Doch nun wollen wir einmal hören, was es auf der Versammlung zu besprechen gab.
Eines der Echten eröffnete den Abend. "Liebe Mitgefühle! Kaum einem von uns ist es entgangen, dass wir, die echten Gefühle, immer weniger mit den Menschen zusammenkommen, angenommen werden und wirken können. Die Unechten, dieses scheinheilige Gesindel, dagegen sind gut im Geschäft. Sie mussten sich sogar dringend vermehren, um den Bedarf decken zu können. Auch haben sie äußerst erfolgreich eine Kampagne gegen diejenigen von uns durchgebracht, die nicht angenehm erscheinen und deshalb oft als negativ abgetan werden. Da werden mir die Geschwister Wut und Ärger, das Selbstvertrauen, der Ehrgeiz ebenso wie die Trauer, die Angst und Furcht und viele andere zustimmen; eben all jene, die angeblich nicht mehr gesellschaftsfähig und >angebracht< sind.
Lasst uns gemeinsam überlegen, ob wir etwas tun können, damit die Menschen tiefer fühlen, uns akzeptieren und dadurch auch selbst echter werden."
Es wurde eine lange Nacht.
Nach diesen einleitenden Worten meldete sich ein Gefühl zu Wort, groß und mächtig von Statur, jedoch verhärmt und verunsichert in der Ausstrahlung. "Ich bin Stellvertreter für die Wut. Wie unser liebes Mitgefühl einleitend ganz richtig sagte haben wir Wutgefühle immer weniger Gelegenheit, zum Ausbruch zu kommen. Wir können, ebenso wie der Ärger, den Menschen noch so sehr quälen, bedrängen- oftmals kommen wir damit nicht durch. Überall hört man auch, der Mensch soll sich im >Griff haben<, sich >zusammenreißen<, nur keine >Blöße< zeigen usw.."
Hier gab es zustimmendes Gemurmel und Applaus, denn die Wut hatte einen sehr wichtigen Punkt angesprochen, der fast allen Gefühlen Schwierigkeiten machte.
Durch die allgemeine Zustimmung sichtlich ermuntert setzte die Wut ihre Rede fort: "Meine Konkurrenten Zerstreuung, Unehrlichkeit, Heuchelei und wie sie alle heißen machen mir schwer zu schaffen.
Aber besonders besorgt bin ich darüber, dass ich unsere allerhärtesten Gegner immer häufiger antreffe..." - Hier machte die Wut, deren Rede immer flammender wurde, eine Pause. - "Immer mehr begegne ich bei den Menschen der Angst, mit all ihren Varianten im Schlepptau, von der Feigheit über die Ungerechtigkeit bis hin zur Selbstaufgabe und Resignation.
Wenn ich auch noch so heftig tobe, so gelingt es den Menschen doch erstaunlich oft, mich zu unterdrücken und wegzustecken. Und es würde euch schaudern, wüsstet ihr, wie viele darauf auch noch sooo stolz sind..."
„Stolz sind! Das glaubst du doch wohl nicht wirklich! Meine liebe Wut, wenn ich auch all deinen bisherigen Ausführungen zustimmen kann, hier muss ich einhaken“, meldete sich hocherhobenen Hauptes ein Vertreter des Stolzes. „Wir wissen wohl alle, dass es sich hier um den falschen Stolz handelt, der von den Unechten so eifrig angepriesen wird. Wirklichen Stolz kennen doch nur die wenigsten.“
„Sicher, da muss ich dir zustimmen“, räumte die Wut ein. „Ich habe mich etwas ungenau ausgedrückt. Auch mir ist lange kein Mensch mehr begegnet, der wirklich stolz war. Wie ich schon sagte, sind die meisten angepasst.“
Und so fuhr die Wut fort, „das Ärgste ist, ich bin sicher, dass die meisten Menschen so weit von ihren echten Gefühlen entfernt sind, sich gare nicht wohl fühlen.“
"Da kann ich nur zustimmen, leider..." meldete sich ein sehr zart und zerbrechlich anmutendes Gefühl zu Wort. "Ich bin die Liebe" sprach es, "und wenn ich euch erzähle, was die Menschen mir, und damit sich selbst antun, wird noch deutlicher, wie schlimm und bedenklich die Situation ist. Fast immer wenn ich auftauche, ist das ja - das wird hier niemand abstreiten - ein erfreuliches Erlebnis. Wie oft werde ich herbeigesehnt, gewünscht und sogar besungen. Aber bald schon - oft stehe ich fassungslos davor, wie schnell gibt es Probleme, - Probleme, die daraus entstehen, dass die meisten Menschen mich gar nicht richtig verstehen.
Liebe verspüren heißt für viele, Ansprüche stellen zu können, den anderen zu formen und lenken zu wollen, ihm Vorschriften machen zu können uws.. Naja ihr kennt das ja alle. Es gibt Tausende von Varianten, die die Menschen erfinden um sich zu quälen. Und so fühle ich mich manchmal machtlos und gerupft durch die Eifersucht und die daraus entspringende Unehrlichkeit und Intrige. Diese Scheingefühle haben die Unechten ja nur zu gut eingeführt."
Die Stellvertreterin der Liebe machte eine Pause und tat einen tiefen Seufzer. "Ihr könnt bestimmt nachfühlen, wie mir zumute ist, wenn ich bei zwei Menschen erwacht bin und wenn sie mich dann- nach den Phasen der Eifersucht, der Gewöhnung, der Unehrlichkeit und Feigheit - zerstören. Und sollten sie sich abfinden, dann fristen sie ihr Leben in Anpassung und Selbstaufgabe nebeneinander her vor dem Fernsehgerät, oft angefüllt mit Alkohol und Tabletten oder anderen Drogen.
"Meine liebe Liebe", sagte da eine leise, aber doch auffallend feste Stimme, "du sprichst bei diesen Menschen von >sich abgefunden haben< und von >Selbstaufgabe<. Wenn dem wirklich so wäre, dann wäre das ja nicht so schlimm, aber im allgemeinen herrschen auch hier die Unechten. Es handelt sich um die Resignation und die Lüge.
Was den Alkohol, die Tabletten und all den anderen Ersatz betrifft, gebe ich dir natürlich recht", seufzte die Demut. „Wie sollten sie es denn auch sonst ausschalten“, warf die Enttäuschung ein. „Ihr glaubt kaum, wie oft wir, gerade wir. Die Enttäuschung, der Schmerz, die Trauer und die Wut, durch diese Mittelchen verdrängt werden sollen!“
„Und dann glauben die Menschen auch noch, sie hätten mich erreicht“, maulte die Zufriedenheit. „Nichts haben sie erreicht, außer billigem Ersatz und Selbstbetrug“, fügte sie unzufrieden hinzu.
So ging es die ganze Nacht hindurch. Die Spitzel von der Gegenseite machten sich eifrig Notizen.
Der Egoismus beschwerte sich lang und eindringlich über die Diskriminierung, die ihm seit langem widerfuhr: "Wenn die Menschen aus lauter Angst vor mir nur noch sich anpassen, gegen sich leben und dann zwangsweise hinterhältig und intrigant werden, kann ihnen das ja letztendlich einfach nicht gut tun. Wie oft stehe ich dem hilflos gegenüber." endete er schließlich leise.
Die Zuneigung, die Verantwortung, die Geborgenheit, der Hass, die Neugier und der Ekel, sie alle meldeten sich zu Wort. Nur noch die lange Rede des Selbstvertrauens will ich wiedergeben. Was die anderen zu berichten hatten, wissen wir eigentlich alle selbst: Wir wissen es, wenn wir ganz ehrlich zu uns sind.
Der Stellvertreter des Selbstvertrauens war der vorletzte Redner. „Liebe versammelte Gefühlswelt“, begann er vorsichtig. „Es soll keine Protzerei sein, aber ihr wisst alle, welchen Stellenwert ich in unserer Welt und bei den Menschen habe. Oftmals bedarf es erst meiner, damit andere Gefühle eine echte Basis, eine Chance haben – und der Mensch auch.“
Hier gab es wieder einmal Zustimmung. Das Selbstvertrauen, seines Standes gerecht werdend, brauchte diese zwar nicht, freute sich aber doch darüber und fuhr fort: „Weil ich und alle meine Kollegen aber so wichtig sind, begegnet uns ein relativ neues Problem: Die Gegenseite hat uns zu einem Modewort kreiert. Das hat ausgesprochen fatale Folgen. Wir wissen alle, dass viele Menschen, um uns als Gefühl aufzubauen, manchmal Hilfe von anderen brauchen. Das ist sehr ernst zu nehmen. Seit aber die Unechten es geradezu modern gemacht haben, Selbstvertrauen zu üben, Selbstverwirklichung zu suchen, Selbstbehauptung zu trainieren oder wie immer sie das nennen und verpacken, gibt es ein solches Überangebot an angeblichen Wegen zum „Seelenheil“ und ein solches Durcheinander, dass die Menschen überhaupt nicht mehr Bescheid wissen und vom echten Selbstvertrauen sehr weit entfernt sind oder ihnen manchmal der letzte Rest geraubt wird.
Die Unechten verdienen daran sehr gut und stellen einfach alle wirklichen echten Bemühungen, Selbstvertrauen zu erlangen, als veraltet hin.
Es ist sogar soweit gekommen, dass Menschen, die wirklich Hilfe suchen (Hilfe brauchen ja noch viel mehr), sich verunsichern lassen und nun auch bald meinen, Selbstvertrauen könne man ihnen einsetzen wie einen Herzschrittmacher oder wie Zahnersatz einbauen oder aufkleben wie ein ABC-Pflaster.
Und schon sind diese Menschen wieder da, wo sie schon einmal gescheitert sind, sie legen die Verantwortung für ihr Wohlbefinden in andere Hände ... und wo, bitte, bleibe ich da!?“ schloss das Selbstvertrauen.
Wie schon gesagt, es wurde eine lange Nacht
Die Gefühle, so unterschiedlich sie auch sind, kamen am Ende überein, dass sie es auf gar keinen Fall noch einmal riskieren wollten, die Menschen für eine Nacht zu verlassen, um weitere Versammlungen abzuhalten.
Wie Beobachter berichteten war zuviel in dieser Nacht passiert, als die Menschen einmal ohne echte Gefühle waren. Gott sei Dank war es nur eine Nacht, aber die Verantwortung trat ganz entschieden dafür ein, dass ein weiteres Treffen ein zu großes Risiko sei, weil die Menschen damit völlig von den Gefühlen verlassen seien. Angst und Furcht malten darauf beeindruckend aus, was hätte geschehen können, hätte dieses Treffen tagsüber stattgefunden.
Somit hatte die Hoffnung das Schlusswort. "Wenn wir Echten uns nur in der Nacht wegstehlen können und uns sicher sind, es gäbe eine Katastrophe, wären wir einen Tag nicht da, dann können wir sicher davon ausgehen, dass die Unechten uns zwar kurzfristig ersetzten können, auf Dauer aber nie. Dazu sind wir zu tief im Menschen verwurzelt.
Wir Echten gehören einfach zum Menschen und in diese Welt. Wir sind nicht unter den Tisch zu diskutieren, und wir müssen uns verstärkt durchsetzen, bei den Menschen konsequent bemerkbar machen, damit sie aufwachen und ihre Chancen wahrnehmen.
Manchmal wird es ihnen wehtun, und sie werden lange brauchen, bis sie uns wieder zulassen und unseren Wert erkennen, und sie werden zu kämpfen haben mit denen, die länger schlafen und sich den Unechten hingeben. Aber ich bin mir sicher, das wir letztendlich den Sieg davontragen." so endete die Hoffnung.
Sie erhielt Beifall, wenn auch nur geteilten. Und ebenso geteilt war die Stimmung, als die langsam auseinander strömten. Der Morgen graute. Viele waren sich nicht sicher, ob sie sich durchsetzen können, weil die Konkurrenz durch die Unechten sehr groß war. Andere vertrauten auf ihre Ursprünglichkeit, die einfach Gültigkeit hat.
Einig jedoch waren sie sich, dass sie als Gefühle dem Menschen zwar beistehen können, dass sie aber nicht allein für ihn und sein Wohlbefinden verantwortlich waren. Das ist der Mensch mit seinem Verstand im gleichen Maße. Und gerade auch dieser Verstand ist ein ernstzunehmender Gegner, wenngleich er ursprünglich als Partner der Gefühle gedacht ist. Die Unechten gehen jedoch in der Regel über den Verstand. Sie hatten das Denken des Menschen schon zum Teil erobert, was ein weiteres Hindernis für die Gefühlswelt darstellte.
Die Gefühle trennten sich mit dem festen Vorsatz, sich weiterhin in den Menschen bemerkbar zu machen und niemals aufzugeben.
Hast du es auch schon gespürt?
Verfasser unbekannt
05.03.2011, 17.55 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Was ich Dir wünsche
Von jedem Leid verschont zu bleiben
- nein, das wünsche ich dir nicht.
Dass dein künftiger Weg nur Rosen für dich trage
- nein, das wünsche ich dir nicht.
Dass du nie bittere Tränen weinen musst
und niemals Schmerz erfahren
- nein, auch das wünsche ich dir nicht.
In Tränen kann das Herz geläutert, im Leid geadelt werden.
Schmerz und Not nehmen es auf in eine besondere Gemeinschaft,
deren Lächeln dich heilen und segnen wird.
Möge der Herr Dich in seiner Hand halten
- aber nie seine Faust zu fest zumachen.
Mögest Du immer Arbeit haben, für Deine Hände etwas zu tun.
Mögest Du immer Geld in der Tasche haben, eine Münze oder zwei.
Immer möge das Sonnenlicht auf Deinem Fenstersims schimmern
und in Deinem Herzen die Gewissheit wohnen,
dass ein Regenbogen auf den Regen folgt.
Die gute Hand eines Freundes möge Dir immer nahe sein,
und Gott möge Dir dein Herz mit Freude erfüllen
und Deinen Geist ermuntern, dass Du singst.
Möge Gott auf dem Weg, den Du vor Dir hast, vor Dir hergehen.
Das ist mein Wunsch für Deine Lebensreise.
Mögest Du die hellen Fußstapfen des Glücks finden
und ihnen auf dem ganzen Weg folgen.
Möge Dein Leben heiter sein, wie der sprudelnde Quell,
die Tage fröhlich, wie das Lachen einer Schar Kinder,
die Stunden voller Licht und Freude.
So wirst Du stets die unendliche Lebenskraft der Blumen in Dir tragen
und Deinem Leben Sinn und Richtung geben.
Gottes Liebe wärme dich,
Gottes Gegenart umstrahle dich,
Gottes Geist möge in dir sein.
Gottes Kraft soll in dir wirken,
Gottes Zärtlichkeit soll dich beschützen,
Gottes Friede soll dich umgeben.
Gott sei vor dir,
um dir den rechten Weg zu zeigen.
Gott sei neben dir,
um dich in die Arme zu schließen und dich zu schützen.
Gott sei hinter dir,
um dich zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen.
Gott sei unter dir,
um dich aufzufangen, wenn du fällst,
und dich aus der Schlinge zu ziehen.
Gott sei in dir,
um dich zu trösten, wenn du traurig bist.
Gott sei um dich herum,
um dich zu verteidigen, wenn andere über dich herfallen.
Gott sei über dir, um dich zu segnen.
Möge Gott dir immer geben, was du brauchst:
Arbeit für deine fleißigen Hände,
Nahrung für deinen hungrigen Leib,
Antworten für deinen fragenden Geist,
Freude und Liebe für dein warmes Herz
und Frieden für deine suchende Seele.
Mut wünsche ich dir am hellen Tag und auch in der dunklen Nacht.
Mut wünsche ich dir, wenn es dir leicht fällt,
und auch, wenn dich ein Sturm vernichten will.
Mut wünsche ich dir, wenn dir die Nachbarn freundlich entgegenkommen,
und auch, wenn sie feindselig sind.
Mut wünsche ich dir zu dir selbst, und dass Gott dir dazu helfe.
(Ein alt irischer Segen)
28.02.2011, 18.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Der Grashalm
Ein Grashalm
Ich habe die Menschen der Wissenschaft
und Technik gebeten,
mir einen Grashalm zu machen.
Und sie machten einen Grashalm.
Er sah aus wie ein echter Grashalm,
so grün, so dünn und so biegsam.
Als ich ihn näher anschaute,
sah ich, dass er tot war.
Er konnte nicht atmen.
Er konnte nicht wachsen.
Er konnte nicht leben und nicht sterben.
Eigentlich hatte er
nichts von einem echten Grashalm,
nur den Namen.
Keine Kuh und nicht einmal eine Ziege
konnte ihn fressen
und Milch daraus machen.
Ich hörte,
wie alle Grashalme der Welt
über den Grashalm der Menschen lachten:
Die großen Menschen können
mit ihrer Wissenschaft
und Technik nicht einmal
einen kleinen Grashalm machen.
© Phil Bosmans
25.02.2011, 13.13 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Der Sorgensack
Die Geschichte vom Sorgensack
Eines Tages wurde einer Frau ihr Sorgensack zu schwer, sie schien fast darunter zu zerbrechen. Sie wusste nicht mehr, wie sie es schaffen sollte, ihn weiter zu tragen. Irgendwann hatte sie von einer Stelle tief im Wald gehört, an der es eine verschlossene Höhle gab, in der man unter bestimmten Voraussetzungen seinen Sorgensack loswerden konnte.
Heimlich machte sie sich auf den Weg. Nach nicht allzu langer Zeit fand sie den Ort. Vor der Höhle sass ein alter Mann, der sie freundlich willkommen hiess. "Ich möchte hier bei dir meinen Sorgensack loswerden", bat sie ihn. Er schaute sie eindringlich an: "Das möchten viele, und das können sie hier auch tun. Aber es gibt eine Bedingung: In diesem Raum stehen viele Sorgensäcke, und du kannst deinen nur loswerden, wenn du ihn gegen einen anderen umtauschst".
Die Frau willigte ein, und der Alte führte sie in ein riesiges Gewölbe. Erleichtert stellte sie ihren Sorgensack ab. Dann versuchte sie, ihn gegen einen passenden einzutauschen. Eilig rannte sie von Sack zu Sack und schaute hinein. Enttäuscht band sie jeden schnell wieder zu.
Nach langem Suchen schlich sie zu ihrem Sack zurück, packte ihn wieder auf die Schultern und verliess nachdenklich den Raum. Ihr Sorgensack schien ihr plötzlich so leicht, dass sie ihn gar nicht mehr auf ihren Schultern spürte und sie ging leichtfüssig und guten Mutes davon.
Und jedem, den sein Sorgensack fast zu erdrücken schien, erzählte sie von ihrem Erlebnis.
So wie ich sie jetzt weiterreiche.....
25.02.2011, 13.09 | PL
Seelenproviant für den Tag

Das Herz und die Vernunft
Einst sprach die Vernunft zum Herz: "Der Mensch kann froh sein das es mich gibt. Ich sage ihm immer was für ihn richtig ist."
"Ja", antwortet das Herz, "Du meinst es nur gut, und doch wirst du oft zum Werkzeug, mit dem die Menschen ihr eigenes Unglück schmieden."
"Das stimmt nicht!" entgegnete die Vernunft, "Ich bin es, die dem Menschen viel Ärger erspart."
"Gelegentlich", wandte das Herz ein, "Aber wenn es um die Liebe geht, unterdrückst du mich. Du wirst zum Lügner, weil du dich zu oft von der Angst täuschen lässt. Ich kann nicht lügen, ich zeige den Menschen was gut für sie ist. Doch da sich die Menschen sehr oft von dir leiten lassen, hören sie meine Stimme nicht mehr."
"Und dennoch bewahre ich sie vor Enttäuschungen", warf die Vernunft ein.
"Da irrst du dich gewaltig" widersprach das Herz, "Wenn du mich unterdrückst, ist der Mensch schon enttäuscht. Denn du hast die Liebe erstickt, die ihn hätte glücklich machen können."
Da wurde die Vernunft sehr traurig........
15.02.2011, 19.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Eine gute Frage ....

An einem schönen Sommertage war um die Mittagszeit
eine Stille im Wald eingetreten.
Die Vögel steckten ihre Köpfe unter die Flügel.
Alles ruhte.
Da reckte der Buchfink sein Köpfchen hervor und fragte:
Was ist eigentlich das Leben?
Alle waren betroffen über diese schwierige Frage.
Die Rose entfaltete gerade ihre Knospe
und schob behutsam ein Blatt nach dem anderen
heraus. Sie sprach:
Das Leben ist eine Entwicklung.
Weniger tief veranlagt war der Schmetterling.
Lustig flog er von einer Blume zur anderen, er sagte:
Das Leben ist lauter Freude und Sonnenschein.
Drunten am Boden schleppte sich eine Ameise
mit einem Strohhalm, zehnmal länger als sie selbst,
und war der Meinung:
Das Leben ist nichts anderes als Mühe und Arbeit.
Geschäftig kam eine Biene von einer honighaltigen Blume
zurück und wisperte:
Das Leben ist ein Wechsel von Arbeit und Vergnügen.
Wo so weise Reden geführt wurden,
steckte der Maulwurf seinen Kopf aus der Erde
und sagte:
Das Leben ist ein Kampf im Dunkeln.
Es hätte nun fast einen Streit gegeben,
wenn nicht ein feiner Regen eingesetzt hätte,
der war der Ansicht:
Das Leben besteht aus Tränen, nichts als Tränen.
Dann zog er weiter zum Meer.
Dort brandeten die Wogen und warfen sich mit
aller Gewalt gegen die Felsen und stöhnten:
Das Leben ist ein stets vergebliches Ringen nach Freiheit.
Hoch über ihnen zog majestätisch ein Adler
seine Kreise, der frohlockte:
Das Leben, das Leben ist ein Streben nach oben.
Nicht weit davon stand eine Weide, die hatte der Sturm
schon zur Seite gebogen. Sie ächzte:
Das Leben ist ein Sich neigen unter eine höhere Macht.
Dann kam die Nacht.
Mit lautlosem Flug glitt ein Uhu durch das Geäst des
Waldes und krächzte: Das Leben heißt:
die Gelegenheit nutzen, wenn die anderen schlafen.
Und schließlich wurde es still im Wald.
Nach einer Weile ging ein junger Mann durch die
menschenleeren Strassen nach Hause;
er kam von einer Lustbarkeit und murmelte vor sich hin:
"Das Leben ist das ständige Suchen nach Glück
und eine Kette von Enttäuschungen."
Auf einmal stand die Morgenröte in ihrer vollen Pracht
auf und sprach:
Wie ich, die Morgenröte, der Beginn des kommenden
Tages bin, so ist das Leben der Anbruch der Ewigkeit.
ein altes Märchen aus Skandinavien
15.02.2011, 18.36 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
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nach Kalendertagen
planen,lachen,
lieben,scherzen,
lasse dich
durchs Leben tragen,
mit Datenspeicherung
im Herzen
© Celine Rosenkind

Ist der Himmel grau
und trübe
glaub mir nur
die Sonne scheint
vom Strahlen ist sie
manchmal müde
wie auch ein Mensch
der einmal weint
© Celine Rosenkind

Gott lebt in uns und wir in ihm
das muss man nur erkennen
er ist des Lebens tiefster Sinn
egal wie wir ihn nennen
©Celine Rosenkind

Glückmomente sammle ich
lebe gut von ihren Zinsen
beutelt dann das Böse mich
reichen diese um zu grinsen
© Celine Rosenkind

Dem Negativen
die Stirn zu zeigen
weil es das Positive
nicht sehen will
erreicht man
mit vielen Kleinigkeiten
das will ich erreichen
weil es mein Ziel
©Celine Rosenkind


Meistens bete ich ganz leise
Still im Herzenskämmerlein,
Send den Kummer auf die Reise
Aber auch das Dankbar sein
© Celine Rosenkind

Weil Engel die bösen Geister sind, die sich bekehrt haben, können desto mehr Engel wachsen, je mehr böse Geister um uns sind.
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