Mein Wortkarussell

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Thema: Im Strom der Zeit

Meine Hängematte


Meine Hängematte

Entdeckt habe ich sie im Werkzeugschuppen
in einer Ecke unter Schrott und Müll.
Beim Hervorziehen musste ich reißen und zotteln
immer denkend daran, dass ich sie haben will.

Alt sah die Arme wirklich aus,
die Seile ziemlich arg zerzaust!
Großvater fragte kopfschüttelnd mich:,
„Wozu du die brauchst,verstehe ich nicht!“

Nur warnen tat er mich nicht wenig,
dass das Gewebe brüchig und alt.
Zwischen Birnbaum und Apfelbaum
war allein ich jetzt der König,
schwebte hoch über der Erde im Obstbaumland!

Ich bunkerte in Ihr alles was man so braucht,
zum Lesen, Schreiben und Wolkenraten spielen.
Hab beim klettern oft mir die Knöchel verstaucht,
wenn vom Gartenstuhl mich in die Matte wollt hieven.

Groß war die Freude über mein Büro
welches versteckt zwischen den Bäumen.
Es machte mich selbstsicher und froh,
hier konnte ich vom "Erwachsensein" träumen.

Denn eines war für mich damals schon klar
ich würde alles ganz anders dann machen.
Ich träumte von einer Welt so wunderbar,
wo Kinder nicht weinen sondern lachen.

Und keiner schreit mehr Ohren taub,
das hab ich mir damals geschworen!
Auch dass ich Wehtun niemals erlaub,
meine Vorsätze wurden damals geboren.

Dann kam der Tag ganz ohne Warnung,
zu hören nur ein komisches Geräusch.
Was kommen würde, keine Ahnung,
ich fand mich wieder im Gesträuch.

Die gute alte Hängematte,
zerrissen die Seile weil müde und alt.
So vieles sie mir zu geben hatte,
ließ meinen Verstand und Herz nicht kalt!

Denn auch wenn man alt und müde ist
kann man noch Lasten helfen tragen.
Erfahrene Weisheiten nicht vergisst,
was man gelernt, der Jugend sagen.

Auch dass, wer steckt sein Ziel zu hoch,
unvernünftig nach den Sternen will greifen.
Oft fällt er tief in ein schwarzes Loch,
weil alles erst langsam muss reifen.

Entdeckt hab ich sie im Werkzeugschuppen,
in einer Ecke unter Schrott und Müll.
Werde nicht mehr an ihr reißen und zotteln
weil sie vom Leben nun ausruhen will.

© Celine Rosenkind

Nickname 17.07.2013, 14.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Richtig geparkt...



Begegnung

Ich parkte
meine Träume
auf dem
Sehnsuchtsparkplatz des
 Lebens.
Nicht ahnend,
dass sie deinen
dort begegnen würden.

Für alle,
Liebe
 auf den ersten Blick!

Gemeinsames
träumen
nun Selbstverständlichkeit...

©Celine Rosenkind

Nickname 14.04.2012, 17.59 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Worte wie Pfeile




Worte wie Pfeile

Weißt du noch,
wie wir uns das erste Mal begegnet sind?
In meinem Leben
herrschte gerade Gewitterstimmung.

Ein Platzregen
prasselte ohne Vorwarnung auf mich nieder,
Worte spitz wie Pfeile
trafen meine Seele, versetzten mich in Trauer

Still, fast unwirklich
erkannte ich dich schemenhaft
auf der anderen Seite im Sonnenlicht,
bemerkte sehr wohl deinen prüfenden Blick.

Deine Augen winkten
ausgebreitete Arme machten mir Mut
die Seiten zu wechseln in Welten die mir fremd
viel hast du mich gelehrt

Du legtest mir eine Rüstung an
geflochten aus Worten der Menschlichkeit und Güte
staunend sehe ich zu
wie sie zu Staub zerfallen diese Worte spitz wie Pfeile…..

Urheberrecht Celine Rosenkind


Nickname 11.04.2012, 17.43 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Erinnerungen sind kostbar



Erinnerungen
An einem Sonntag ergatterte ich auf dem Flohmarkt einige Kostbarkeiten. Kostbarkeiten in Form von alten Büchern - Zeitzeugen die ich so liebe. Beim Lesen entdeckte ich zwischen mehreren Seiten, gepresste Blumen!

Ich fand Veilchen und Klee, ja sogar mehrere Rosenblätter in einem
Büchlein , zwischen kleinen Liebesgedichten und Geschichten.

Wie wichtig Erinnerungen sind, darüber musste ich dann nachdenken!Ich legte das Buch aus der Hand und holte meinen kleinen Schuhkarton hervor.

Warum meine Erinnerungen in einem Schuhkarton liegen? Ganz einfach, auch er ist eine Kostbarkeit für sich. Er erinnert mich immer wieder an den Tag, als ich für meine Tochter Anika die ersten Schuhe kaufen durfte.
Anika begann durch eine Krankheit sehr spät die ersten Schritte zu machen.

Deshalb ist dieser kleine Karton etwas ganz besonderes, wie alles was darin verborgen
schlummert.

Eine Muschel, eine vergilbte Postkarte, der alte Briefumschlag welcher den letzten Brief meiner Großmutter beherbergt, gehören zu meinen Schätzen.
Einige vergilbte Fotos auf denen Momente meiner Kindheit festgehalten wurden.
Die ersten Liebesbriefe von meiner Jugendliebe, der ich in mancher Stunde noch nachtrauere, und vieles mehr...

Alles kostbare Erinnerungen durchzogen vom goldenen Faden der Liebe und Zärtlichkeit.
So sind sie mein krisenfestes Kapital, und geleiten mich durch alles, was ich noch erleben darf. Zinsen werden sie tragen in Form von Lebensmut und Zuversicht.

Sie sind wie eine Brücke über die ich laufen kann-
von der Vergagenheit hinüber in die Zukunft, Halt gebend und Weg weisend.

Es gibt aber auch Erinnerungen anderer Sorte.

Erinnerungen an Misserfolge, Verletzungen, Versagen. Schlimme Dinge, von denen ich betroffen, an denen ich beteiligt gewesen.
Nur ich habe ihnen den Stachel entfernt; sie unschädlich gemacht mit einem kleinen Schildchen. Was darauf steht wollt Ihr wissen?
Ganz einfach: "Erfahrungen die mir halfen - beim Wachsen und Erkennen"

Gerade sie, sind von unschätzbarem Wert.

© Celine Rosenkind

Nickname 25.01.2012, 14.40 | PL

Gedanken über den Ton

 





Nickname 17.10.2011, 17.31 | PL

Das Geheimnis der Blechbüchse



Wie wichtig es ist für die Armen dieser Erde immer ein paar Euros wöchentlich wegzulegen, habe ich bereits in meiner Kindheit, im Jahr 1954 erlebt. Ich werde dieses Erlebnis niemals vergessen, und möchte es gerne mit dem Leser meiner kleinen Erzählung teilen.

Ganz hinten in Großmutters Küchenschrank, versteckt zwischen dem guten Porzellan, stand  diese kleine aber wichtige Blechbüchse. Dass sie sehr wichtig zu sein schien, verriet mir jede Woche Omas Gesichtsausdruck, wenn sie dieses geheimnisvolle etwas vorsichtig herausnahm, um Markstücke oder Geldscheine in den Schlitz zu schieben. Einmal, als sie meinem neugierigen Blick bemerkte, erklärte sie mir, dass ich alles verstehen würde, wenn ich eines Tages die Bibel lesen könnte. Auch musste ich ihr versprechen, dieses Versteck niemanden zu verraten. Es war unser Geheimnis und ich war sehr stolz darauf. Unser Gemeindepfarrer kam alle paar Monate vorbei um die gut gefüllte Büchse, gegen eine leere auszutauschen. Das war für Großmutter eine große Freude. Sie strahlte über das ganze Gesicht, während sie die Blechbüchse übergab. „Ich habe sehr sorgsam gewirtschaftet“, sagte sie jedes Mal stolz. Der  Pfarrer nickte wohlwollend mit dem Kopf. Als ich endlich das Lesen gelernt hatte, konnte ich auch die Aufschrift der Blechbüchse entziffern. „Brot für die Welt“ war darauf zu lesen und im Kindergottesdienst, den ich eifrig besuchte, erzählte uns der Pfarrer von den Ärmsten dieser Erde. Es waren die Kinder mit ihren Familien in Afrika, die er uns auf Fotos zeigte. Sie wohnen in Hütten, die aus Ästen und Kuhdung gebaut werden erzählte er uns. Viele kleine Hütten zusammen, oft kreisförmig gebaut, nennt man Dorf. Das die Sonne dort fast immer vom blauen Himmel herunterbrannte, die Menschen kaum etwas zu essen hätten, und der Hunger dort zuhause war, wurde uns erklärt. So lernten wir in der Gemeinde, und in  unserer kleinen Dorfschule, wie wichtig es ist zu teilen, etwas abzugeben, und auch, dass die kleine Blechdose einen tiefen Sinn hatte. So klein wir noch waren, aber wir haben es bereits damals verstanden.
Wir hatten lebendige Vorbilder in unseren Familien, so wie ich - meine Großmutter.
Dann kam der Tag, an dem meine kleine Welt einzustürzen drohte. Wie das oft im Leben ist, plötzlich und unerwartet.
Der Pfarrer hatte sich angesagt um wieder einmal die Sammelbüchse auszutauschen.
Nach einem kurzen Plausch zwischen Tür und Angel, eilte Großmutter zum Küchenschrank um sie zu holen. Sie bückte sich, schob wie immer die Teller zur Seite und schrie entsetzt auf.
Ich werde das, was dann kam, niemals im Leben vergessen. Ohne ein Wort zu sagen, starrte sie mich bleich, mit hasserfüllten Augen an. Die kleine Blechbüchse hielt sie in der einen Hand, und mit der anderen verpasste sie mir eine kräftige Ohrfeige. Sie schrie mich an, und nannte mich eine böse und heimtückische Diebin. Die Sammelbüchse war leer. Jemand hatte den Boden aufgeschnitten und das Geld entwendet. Schlimme Beschimpfungen prasselten auf mich herunter. Ich war wie gelähmt. Niemals hätte ich so etwas tun können, aber wie konnte Großmutter nur so von mir denken?  Der Pfarrer war es, der Großmutter daran erinnerte, dass außer Großvater und mir, noch meine Mutter, und meine kleine Schwester im Haus wohnten. Egal was er sagte, für Großmutter stand fest, dass nur ich es gewesen sein konnte.
Das war für uns alle ein harter Schlag. Sie war um ihr gespartes Geld betrogen, die Menschen in Afrika um Großmutters Spende, und ich war angeblich eine gemeine Diebin.
Meine  kleine Schwester hatte, ohne dass ich es bemerkte, das Geschehen beobachtet. Sie grinste zufrieden vor sich hin. Vieles ist mir an diesem denkwürdigen Nachmittag plötzlich aufgefallen. Woher hatte Alexandra eigentlich das Geld für den Pausenbäcker, der immer zur Schule kam? Ich hatte jeden Tag die verhasste Ziegenbutter auf meinem Pausenbrot und Geld für Bonbons hatte ich auch nicht. Ich dachte immer, sie hätte es von Mutter bekommen. Schließlich war sie deren Lieblingskind. Aber was, wenn Mutter nicht der edle Spender war?
Nun und wenn schon, es war mir egal und petzen tut man nicht hatte man mir beigebracht.
Großmutters Vorwürfe taten mir richtig weh. Ich verkroch mich, wie immer wenn ich Kummer hatte, hinter unserem alten Kirschbaum im Garten.

Meine Großeltern und ich haben nie wieder darüber gesprochen. Als ich dann 10 Jahre später nach Berlin umziehen musste, stand dieser Diebstahl immer noch zwischen Großmutter und mir.
Es war an meinem 17. Geburtstag als sie mich dort anrief um mir zu gratulieren. Sie weinte in den Hörer und bat mich um Verzeihung. So erfuhr ich, dass sie mich verdächtigt hatte, weil ihr sehr oft Geld entwendet wurde, während ich bei ihr und Großvater wohnte. Ich erfuhr auch, dass sie meine kleine Schwester auf frischer Tat beim Diebstahl einer großen Summe, ertappt hatte.

An diese Begebenheit muss ich in den letzten Monaten immer wieder denken, wenn ich die Bilder der hungernden Menschen in Afrika sehe. Auch sehe ich diese kleine so bedeutsame Blechbüchse in Gedanken vor mir.
© Celine Rosenkind

Nickname 17.10.2011, 17.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Glücksmomente

Glücksmomente
Es gibt Menschen die sammeln allerlei Wunderliche und schöne Dinge.
Auch ich bin ein Sammler! Ich sammle Glücksmomente.
Sie zu erleben und zu finden ist schwer in unserer hektischen Zeit aber ich finde immer wieder welche, kleine und auch große.
...Ich genieße sie, heimse sie ein, und verstecke sie ganz tief in meinem Herzen.
Dort lege ich sie in meine Schatztruhe damit Ihnen auch ja nichts geschieht.
Daneben habe ich eine kleine schwarze Kiste zu stehen. Darin lagert meine Traurigkeit.
Die Trauer über verlorenes Glück, die Trauer welche ich empfinde, wenn mir ein Mensch den ich liebe weh getan hat und wenn man mich ungerecht behandelt hat.
Wenn ich beide Truhen wiegen würde; welche würde wohl das größere Gewicht haben?
Ich verrate es dir, meine Glücksmomente.
Weißt du auch, warum?
Weil ein bisschen Glück so unendlich viel Trauer zerstören kann!
© Celine Rosenkind
 

Nickname 25.05.2011, 14.14 | PL

Ich liebe Dich

Nickname 14.05.2011, 14.12 | PL

Du

Du gabst der Liebe ein Gesicht
Der Seele gabst Du Deine Augen
Worten gibst Du Wärme und Licht
Was du sprichst darf ich glauben!

Der Hass der mich so oft verletzte
Hast ihn verbannt, hast ihn verjagt,
Angst die mich durchs Leben hetzte
Wich Deinem Mut und gutem Rat!

Auch Trauer die mein Dauergast
Hast Du ersetzt mit Fröhlichkeit
die Ruhelosigkeit und Hast
Wich Worten, ich hab immer Zeit!

Auch Worte die mir wehgetan
Kämpfen vergebens gegen Deine
Mit Dir nur fing mein Leben an
Fühl mich nun niemals mehr alleine!

Wie ich Dir dafür danken kann
Das rauszufinden war nicht schwer
Du bist für mich mein liebster Mann
Ich geb Dich niemals wieder her!

© Celine Rosenkind

Nickname 14.05.2011, 13.47 | PL

Aufbruch

Neue Ufer

Vergangenheit  haftet noch an meinen Fersen
wie Pech oder Kaugummi,
lässt sich einfach nicht abstreifen.

Die Gegenwart erfüllt mit Wagemut,
Leitet meine ersten Schritte hinaus ins Ungewisse.

Herauswollen aus gewohnter Alltäglichkeit macht  Mut .
Mut aufzubrechen mit dir Geliebter zu neuem Ufer –
Ufer dass sich Leben nennt.

Wir wissen nicht was uns erwartet bei dem Abenteuer.

Leben war für uns bislang nur die Pflicht für andere da zu sein,
nicht schlapp zu machen und doch
erledigten wir diese Pflichten gern um jetzt mit reinem Gewissen
alles hinter uns lassen zu können.

Wir haben uns auf den Weg gemacht Liebster, auf einen Weg der steinig ist,
mit Sorgen gepflastert und ungeweinten Tränen.

Uns hat niemand eine Träne nachgeweint – warum auch –
Sie haben uns doch alles genommen.

Unseren Stolz, unsere sichere Zukunft, unser Zuhause.

Und doch haben wir jene die uns so wehgetan wütend gemacht
weil sie ohnmächtig vor unserer Liebe kapitulieren mussten.

Kein Fluch von frommen Kirchgängern hat uns was anhaben können,
über leer geräumte Konten haben wir irgendwann nur noch gelächelt –
schnöder Mammon………..

Wird unser Weg in verdorrte Wüste der Gottverlassenheit führen
oder in ein Land wo Milch und Honig fließt

Wir vertrauen unserem Gott und sind aufgebrochen.

Aufbruch:
Entscheidung,
mit dem Loslassen ernst machen,
Leben neu zu durchforsten
Getrieben von der Unrast
eigener Menschenwürde.

Aufbruch:
Stimme des Herzens,
das Neue wagen,
dem Gipfel des Lebens entgegengehen
in eine erfüllte Stille
nur durchdrungen von dem Schlag unserer Herzen
in Liebe vereint
bedingungslos…

© Celine Rosenkind  

Nickname 14.05.2011, 13.42 | PL

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