Mein Wortkarussell

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Thema: Im Strom der Zeit

Der Mann ohne Gesicht

Damals in jener Zeit,
als ich ungeduldig darauf wartete,
dass eine große wundervolle Liebe
meinen Weg kreuzen würde,
träumte ich von dir jede Nacht, so intensiv,
dass ich nicht mehr aufwachen wollte;
von dir; dem Mann ohne Gesicht.
Es war immer der gleiche Traum,
in welchem wir uns regelmäßig trafen
wie, zu einem heimlichen Rendezvous

Wir bauten eine Hütte
aus ungeformten, scharfkantigen
Felssteinen, die wir versuchten,
mühsam aufeinander zu stapeln.
Noch heute merke ich,
wenn ich daran denke,
die  Kraft, die Anstrengung
die ich empfand tief in mir.
Dann diese Freude,
wenn wir es geschafft hatten,
uns um den Hals fielen,
dieses  Glücksgefühl,
was ich nach dem Erwachen
mit keinem Menschen  teilen wollte.

In deinen Armen fühlte ich mich geborgen
ich liebte dich , den Mann ohne Gesicht.

Dich mit in meinen Alltag zu tragen,
verlieh mir ungeahnte Kräfte.
Ich trotzte allen Widrigkeiten,
die mir das Leben schwer machen wollten.
Lernte, mich auf die Dunkelheit zu freuen,
auf meinen Traum , meine Rendezvous mit dir,
dem Mann ohne Gesicht.

Du und ich haben
viele Jahre miteinander verbracht,
wir haben ganze Siedlungen
von Hütten aus Felsbrocken gebaut.
Ich traf dich,
wann immer ich Sehnsucht hatte,
wann immer ich dich brauchte.

Wenn man mich zu sehr verletzte,
flüchtete ich mich
auch am hellen Tag in deine Arme!
Tagträume mit dir,
dem Mann den ich liebte,
dem Mann ohne Gesicht.

Dann kam er,
dieser große unvergessliche Tag,
der alles schlagartig veränderte!

Ich begegnete einem Wunder,
einer Liebe so groß, so gewaltig,
die mir meine Sinne raubte.
Von da an,
beherrschte  meine Liebe zu IHM
mein ganzes Ich!

Ich habe nie wieder von dir geträumt,
dem Mann, mit dem ich Hütten
aus Felsgestein baute,
dem Mann ohne Gesicht.
Wortlos bist du verschwunden
aus meinen Träumen,
aus meinem Leben!

Merkwürdig, wenn ich den Mann,
den ich liebe anschaue,
sein Gesicht sehe,
 in seinen Augen diese Zärtlichkeit lese,
dann ist mir,
als würde ich dich in ihm wieder finden.

Wir haben unsere Zukunft,
unser Haus auf einen Felsen gebaut,
auf einen Felsen, so stark wie unsere Liebe,
so groß wie unser Vertrauen!

Viele Felssteine mussten wir
aus dem Weg  räumen,
kantige Hindernisse,
um das Ziel zu  erreichen!

Ich habe IHM oft erzählt
von meinem Traum,
mit dem Mann, den ich liebte.

Dem Mann, mit dem ich Hütten
aus Felsgestein baute;
Dem Mann ohne Gesicht!

Urheberrecht Celine Rosenkind

Wie alle Werke in dieser Rubrik,
beruht auch dieses kleine Werk, auf einer wahren Begebenheit in meinem Leben

Nickname 05.08.2009, 14.15 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Die Regentonne

Die Regentonne

Unterm Scheunendach ganz hinten
gezeichnet von Beulen, mit Rost beschlagen,
wenn man mich suchte, hier war ich zu finden,
besonders nach langen Regentagen.

Denn wenn die Sonne aufs Wasser schien,
dann lockte das Funkeln so manches Getier,
oft meint ich da hätte doch jemand geschrien,
mit einem Stock bewaffnet hielt Wache ich hier!

Hier war ich der Held und Retter zugleich
groß und mächtig kam ich mir hier vor,
meine Kämpfe und Siege machten mich reich,
ich hatte für alle ein Herz und ein Ohr.

Wie magisch vom Sonnenlicht angezogen,
wohl denkend es wäre ein prachtvolles Ding,
kam Biene und Schmetterling angeflogen,
bevor es im Regenwasser ums Leben ring.

Auch liess sich von unsrem Kastanienbaum
manch garstige eklige Spinne blenden,
sie webte herab sich in den nassen Traum,
nicht wissend sie müsse grausam verenden.

Doch da stand ja ich mit langem Ast,
stand Wache um zu retten das Leben,
und half manchem unfreiwilligen Gast
wieder in die Sonne zu schweben.

Ich hatte auch einen kleinen Tisch
für besonders kranke Patienten,
erklärte gewichtig,: “du bist doch kein Fisch
um in der Tonne im Wasser zu enden.“

Nur vor den Spinnen da hatte ich Angst,
besonders so schwarze, hässliche und fette,
doch war mir klar, wie das ist wenn man bangt,
und dass es gut ist, wenn auch diese ich rette!

Noch war ich ein Kind, doch ich hatte begriffen,
dass man Leben soll retten und nicht zerstören,
wie schön ist doch helfen ohne betteln zu müssen,
auf sich selbst und nicht auf die anderen hören.

Und noch etwas habe ich früh begriffen
dies scheint das Wichtigste mir zu sein,
dass funkelnde Dinge nicht schön sein müssen,
denn ach wie oft trügt uns der Schein!

Unterm Scheunendach ganz hinten
gezeichnet von Beulen, mit Rost beschlagen,
wenn man mich sucht, hier bin ich zu finden
besonders nach langen Regentagen.


Urheberrecht Celine Rosenkind

 

Nickname 29.07.2009, 19.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Blauäugig

Blauäugig

An Hoffnung hat es mir niemals gefehlt
auf meinem Wandel durch`s Leben
hab immer geglaubt, dass Wahrheit nur zählt,
das konnte mir niemand ausreden

Oft musste ich begreifen wie`s andersrum ist
wie mächtig  auch unehrliche Worte
sie schlugen wie Peitschenhieb mir ins Gesicht
von Menschen gar übelster Sorte

Aus Weiß  wurde  Schwarz, aus Rot wurde Gelb
vielleicht hab ja falsch ich gesehen
 Glaubte nur immer als ehrlicher Held
aufrecht durchs Leben zu gehen

Auch glaubte ich, mich kann man nicht schrecken,
weil doch Liebe und Wahrheit stet´s nur siegt
hab nie heimlich getuschelt in dunklen Ecken
war gern in der Sonne, wo jeder mich sieht

Ich liebte die Menschen egal wie sie waren
ob gut oder böse, ich wollt sie verstehn
nun musste ich lernen in all den Jahren
hab blauäugig Wichtiges übersehn

Doch werd ich mit meinem Gott nicht hadern
jammern gar schimpfen auf all sein Gebot
werd meinen Glauben niemals verraten
und sei ich in noch so großer Not

Hab Menschen getroffen die nachdenklich stimmen
sie leben die Liebe im Handeln und Tun
werd weiter gegen den  Strom gerne  schwimmen
hab noch vieles zu lernen, keine Zeit auszuruhn

An Hoffnung hat es mir niemals gefehlt
auf meinem Wandel durch´s Leben
glaub immer noch dran, dass  nur Wahrheit zählt
werd niemals geschlagen mich geben

Urheberrecht Celine Rosenkind


 

Nickname 20.07.2009, 15.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Mein nächtlicher Besucher



Mein nächtlicher Besucher

Ich habe mich in einer lauen Sommernacht mit Herrn Goethe getroffen!
Glaubt ihr mir das nicht?
Es war wirklich so und ich kann mich nicht erinnern,
wann ich das letzte Mal so ungern wach werden wollte.
Na ja, also irgendwann muss man ja die Augen aufmachen aber ich versichere, dass ich es nicht gerne tat.

Wir hatten schließlich ein sehr interessantes Gespräch, also Herr Goethe und ich.
Er war recht lustig gekleidet. Lange graue Kniestrümpfe trug er, eine kurze Pluderhose. Seine grüne Jacke sah trachtenähnlich aus und sein wallendes graues Haar wurde von einem kecken Dreieckshut bedeckt.

Er fragte mich, ob ich denn einige seiner Werke gekauft hätte.
Ich begann, in meinem Arbeitszimmer zu suchen. Glaubt nur, ich habe meinen ganzen Bücherschrank auf den Kopf gestellt und fand – nicht einen Gedichteband von ihm.
Dabei hatte ich sie doch am Tag noch recht sorgsam ausgepackt und einsortiert.
Eifrig versuchte ich, ihn zu überzeugen, dass sie wahrscheinlich durch unseren Umzug noch in einer der wenigen, unausgepackten Kisten sein müssten.
Herr Goethe zeigte sich sehr hilfsbereit.
So kam es, dass wir nebeneinander auf den Knien liegend, gemeinsam nach seinen Büchern suchten. Nebenbei wurde kräftig gefachsimpelt.
Draußen war herrlicher Sonnenschein.
Ich bat ihn, kurz zu warten damit ich meine Wäsche schnell aufhängen kann.
Für meinen Gast war das kein Problem.
Ihr werdet es nicht glauben --- Herr Johann Wolfgang von Goethe half mir eifrig beim Wäsche aufhängen --- echt.
Wir haben uns über Waschmittel unterhalten.
Ich empfahl ihm eifrig mein Persil-Megaperls und natürlich diese rosarote Dose mit dem Fleckentferner.
Beschwert habe ich mich über meine Waschmaschine und meine Angst kundgetan, sie würde wohl nicht mehr lange ihren Dienst tun.

Interessant fand ich seine Tipps, die er mir gab, was das Schreiben betraf.
Auch seine Naturbetrachtungen haben mich sehr beeindruckt.
Ich wusste zum Beispiel nicht, wie gerne er Spekulatius mag und um seine Vorliebe für Himbeertee. Komischerweise hatte ich beides in meinem Küchen- schrank.

Während Herr Goethe genüsslich seinen Himbeertee schlürfte, ließ ich es mir nicht nehmen, weiter nach einem Gedichtsband von ihm zu suchen.
Ich hatte Glück und hob stolz meinen alten  Goetheband in die Luft, drehte mich um und schaute in die lustigen Augen von - meinem Schatz.

Dem habe ich dann am folgenden Sonntagmorgen meinen Traum erzählt.

Wir lachten beide um die Wette und sind ausgelassen in den neuen Tag gestartet.
Ist das nicht herrlich, wem man in seinen Träumen über den Weg laufen kann?

Übrigens Himbeertee und Spekulatius beherbergt mein Küchenschrank nicht, aber in meinem Bücherschrank stehen mehrere alte und neue Ausgaben von meinem nächtlichen Besucher.

© Celine Rosenkind

Nickname 19.07.2009, 17.24 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Mein Geheimrezept



Das Geheimrezept

Es war eben ihre unsinnige Angewohnheit, die mir so viel Angst einjagte.
Wenn sie spät am Abend den Plattenspieler anwarf, mit einer Zigarette in den Mundwinkeln und einem kleinen Plastikeimer bewaffnet das Blumenfenster ansteuerte.
Ja, dann wusste ich was kommen würde.  Angst kroch an meinem Körper hoch und drohte mich zu erwürgen. Die grellgeschminkte Tante vom Jugendamt hatte mich einfach wie immer im Stich gelassen.
Neidisch drückte ich mir die Nase am Fenster platt, um zu schauen, wie liebevoll meine Freundin Karin, im Haus gegenüber von Mutter zu Bett gebracht wurde. Ich sehe dieses Bild noch heute vor mir und spüre die Trauer wie damals.
Wenn Tante Otti die Vorhänge zuzog und das Licht ausging, war der Tag für mich noch lange nicht zu Ende.
Ja die Karin, die hatte es gut und ich war ziemlich traurig.
Oft fragte ich mich, warum denn das bei mir alles anders war.
Es war bestimmt schon spät, denn draußen war es bereits dunkel.
Ängstlich sah ich dem geschäftigen Treiben meiner Mutter zu die emsig begann, das große Blumenfenster abzuräumen, um dabei zu entdecken, dass wieder einmal alle Pflanzen auf den Komposthaufen gehörten.
Sie nahm einen großen Zettel und fing an zu schreiben.
Wie gut ich dieses Ritual schon kannte.
Danach würde sie zur Nachbarin gehen, um zu telefonieren.
Kein Wort redete sie dabei, sie schien mich gar nicht zu bemerken.
So wie sie es immer tat, übersah sie mich einfach!
Mich und meine Angst, von der sie nie etwas wissen wollte.
Wir wohnten in einem kleinen Taunusdorf. Zur damaligen Zeit wurde dort um 22 Uhr die Straßenbeleuchtung ausgemacht. Dann lag das ganze Dorf in völliger Dunkelheit.
Ich wartete vergeblich, dass Mutter rasch nach Hause kam. Sie wusste doch um meine Angst.
Als hätte SIE nur auf den Anbruch der Nacht gewartet, kam SIE endlich schnaufend die Treppe hoch und legte mir den verdammten Zettel in die Hand. Wie immer erklärte SIE mir, der Friedhofsgärtner würde schon auf mich warten.
Wortlos und ich auch ungläubig sah ich diese Frau an, die so groß und mächtig mein Leben bestimmte.
Nur etwas war noch größer wie SIE, meine Angst vor diesem langen dunklen Weg, den ich nun gehen musste.
Wir wohnten am Ende des kleinen Dorfes und ich musste mich am Licht der Fenster orientieren, um bis zum Friedhofs- berg zu kommen.
Keuchend rannte ich die Bahnhofstraße hoch, quer durch den Ort um alles schnell hinter mich zu bringen.
Es war wirklich totenstill.  Kein Laut kam aus der Dunkelheit, als ich endlich den Friedhof erreichte.
Das schwere Eisentor quietschte, als ich mich mühsam dagegen  stemmte, um es zu öffnen.
Hier begann der schlimmste Teil meines Weges.
Manchmal hatte ich Glück. Dann waren Mond und Sterne am Himmel meine Begleiter.
Ängstlich musste ich mich von Grabstein zu Grabstein zu tasten, um nicht vom Weg, wenn man den so nennen konnte, ab zukommen.
Mein Herz klopfte bis zum Hals und ich erinnerte mich an all die Geschichten, die man sich über die Toten, die nachts aus ihren Gräbern kommen, so erzählte.
Da half nur eins.
Ich musste den Geistern zeigen, dass ich ein liebes Mädchen war und so versuchte ich, mir selbst zu helfen.
In diesen Nächten, kann ich dem Leser versichern, sang ich alles, was mir gerade einfiel.
Ja, ich sang bestimmt so inbrünstig, dass alle Geister Mitleid mit mir haben mussten.
Besonders „Ein feste Burg ist unser Gott“ dachte ich mir, müsse doch den Geistern klar machen, dass ich brav zur Kirche ging.
So versuchte ich mit lautem Gesang die Angst besiegen und mir Mut zu machen.
Der letzte grauenvolle Abschnitt war der Weg, der an der Leichenhalle vorbeiführte.
Hier war wenige Tage zuvor eine alte Bauersfrau hingebracht worden und ich wusste genau, dass man sie dort einge- schlossen hatte.
Ich sang, was das Zeug hielt!  Sehr laut aber auch andächtig! So erreichte ich das Gärtnerhaus, wo noch Licht brannte.
War ich froh, als ich endlich auf den Klingelknopf drücken konnte, Hundegebell hörte und eine raue Stimme mich fragte, ob ich denn gar keine Angst hätte, so spät noch durch das ganze Dorf zu laufen. Ich und Angst?  Das hätte ich damals niemals zugegeben.
Ich dachte nur an den Rückweg und an mein Bett, als mir der Gärtner die viel zu schwere Kiste auf beide Ärmchen legte. So ging ich den Weg zurück, den ich gekommen war.
Singend und in der Hoffnung ich würde heil zu Hause ankommen.
Damals habe ich mir angewöhnt zu singen, wenn ich in eine bedrohliche Situation kam – heute sage ich, ich habe die Angst mit meinem Gesang besiegt – sie weg gesungen.
So hatte ich mein eigenes Rezept entdeckt und war stolz.
Glaubt mir, ich musste noch oft diesen fürchterlichen Weg zu den ungewöhnlichsten Zeiten gehen. Die Angst war immer da, genauso wie mein Gesang, mir immer wieder half, alles zu meistern.
Vielleicht resultiert aus diesen Erlebnissen meine große Liebe zur Musik, denn das Singen ist für mich genauso wichtig wie das Schreiben.
Meine beiden großen Waffen um mein Leben zu meistern. denn auch in meiner Zukunft lauerte das Grauen….

Urheberrecht © Celine Rosenkind

Nickname 19.07.2009, 16.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Ich liebe Dich




Ich liebe Dich!

Wenn der Wind durch deine Haare zaust,

Frech wie ein Lausbub du mich anschaust,

Lachfalten prägen dein Gesicht,

dann fühle ich,

Ich liebe Dich!


Wenn du dich plagst mit Schmerzen

und du weinst nicht nur im Herzen,

verstohlen Deine Tränen abwischst,

dann fühle ich,

Ich liebe Dich!


Wenn der rauhe Alltag uns konfrontiert

mit Problemen die nicht einkalkuliert,

zaubern Sorgenfalten auf unser beider Gesicht,

dann sagen wir uns,

Ich liebe Dich.


Wenn unser Leben neigt sich dem Ende

zittrig geworden unsere Hände,

sitzen auf unserer Bank dann vorm Haus

müde geworden und ruhen uns aus,

dann streicheln meine Augen sanft dein Gesicht

sagen dankbar dir,

Ich liebe Dich!


 ©Celine Rosenkind

Nickname 18.07.2009, 16.13 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Pssst....



Draußen dämmert schon Morgen
hab dir beim Schlafen zugeschaut
schläfst ganz friedlich ohne Sorgen
jeder Atemzug ist mir vertraut

Ich gehe in deinem Gesicht spazieren
meine Augen streicheln dich ganz zart
niemals mehr will ich dich verlieren
du Menschenkind der besonderen Art

Bist einfach in mein Herz gepurzelt
mit großen Augen und Zauberblick
fühle im Herzen wie tief wir verwurzelt
hab dich so lieb mag nicht mehr zurück

Mein kleiner Prinz hast soviel Fragen
neugierig eroberst du täglich die Welt
gestern hörte ich dich endlich „Oma“ sagen
hast mein Leben total auf den Kopf gestellt

Liebevoll deck ich dein Füßchen zu
frage mich ob deine Träume wohl schön
will jedoch bevor auch ich gehe zur Ruh
mich als Oma eine Weile stolz im Spiegel besehn !

Urheberrecht Celine Rosenkind


Nickname 18.07.2009, 15.42 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Auch ich.....

Nickname 12.07.2009, 12.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Glückspilz


(Celine 6 Monate jung) ©C.R.

Ich bin ein Glückspilz,
ins Leben gesprungen,
obwohl ich
gar nicht willkommen war;
trotzte Lieblosigkeit und Kälte
komm auch mit großen Problemen klar!

Bin oft auch dem Tod
von der Schippe gesprungen,
schon wartend stand da der Sensenmann,
erfolgreich hab ich um Träume gerungen
habe bewiesen,
dass ich etwas kann!

Mein Lachen habe ich selten verloren,
auch wenn manches so ausweglos schien
hab Menschen getroffen die an mich glaubten
nur so konnte ich werden,
das was ich jetzt bin.

Mein Herz hängt nicht
an Macht, Ruhm und Geld,
nie aufzugeben macht doch einen Held!
Auch Mensch zu bleiben an schwierigen Tagen,
nicht über jeden Kummer weinen und klagen.

Den Hass mit Liebe zu besiegen,
das hab ich mir immer zum Ziel gesteckt,
offen meine Meinung zu sagen,
auch wenn ich damit oft angeeckt.

Ich suchte die Liebe und
hab dich gefunden,
auch wenn ich
daran schon nicht mehr geglaubt.
Auf einer kleinen Treppenstufe
hat dein Lächeln mir die Sinne geraubt.

Ich liebe das Leben und
das Leben liebt mich,
drum verkünde ich stolz:
"Ja, ein Glückspilz bin ich!"

© Celine Rosenkind


Nickname 11.07.2009, 17.55 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Fremde Schuhe

 Fremde Schuhe
(Eine wahre Episode aus meine Kindheit)

Die wichtigsten Jahre meines Lebens habe ich in fremden Schuhen laufen müssen.
Das war sehr schmerzhaft zumal die Schuhe entweder zu klein oder zu groß gewesen.
Wenn ich Schuhe brauchte, kletterte meine Mutter auf den Dachboden, um in ihrer großen Kiste zu wühlen. Allerlei wunderliche Schätze flogen mir, während sie stöberte um die Ohren.
Zerfledderte Notenblätter, wundervoll weiche Stoffe und zusammen mit vergilbten Fotos  die geheimnisvollen alten Bücher.
Meistens wurde sie schnell fündig auf ihrer Suche nach Schuhen, die sie mir grinsend übereignete.
Immer mit den Worten, „es wird schon für eine Weile gehen.“
Dann sammelte sie in Windeseile ihre Schätze wieder ein, um die Truhe zu verschließen.
Davon abgesehen, dass die Schuhe mir nie gepasst haben, tröstete mich die Gewissheit, eines Tages einmal das Geheimnis der alten Kiste lösen zu können.
Die Schuhe gehörten nicht zu mir, meine Füße fühlten sich darin nicht zuhause.
Jeder Schritt tat unheimlich weh und die Tränen kullerten, ohne dass ich sie zurückhalten konnte. Das machte mich oft wütend, denn keiner durfte sehen, dass ich und ob ich traurig war oder Schmerzen hatte. Meistens musste ich meine Fußzehen umklappen, um laufen zu können. Die Schuhe waren meistens zu klein. Oft trug ich aber auch große schwere Skistiefel, in denen meine Füße keinen Halt hatten. Ich rutsche darin haltlos hin und her und bekam große Blasen beim Laufen.
Aber ich bin gelaufen, ich bin nicht stehen geblieben und habe niemals aufgegeben.
Oft stand ich in unserem kleinen Dorf vor dem einzigen Schuhladen und bewunderte diese blank polierten wundervollen Schuhe. Ich las die Preise und träumte davon, ganz schnell groß zu werden, um Geld zu verdienen. Dann wollte ich mir auch eigene Schuhe kaufen.
Ich habe mich nicht unterkriegen lassen. Ich lernte darin, auch unter Schmerzen Würde zu bewahren. Jammern vor anderen Kindern oder gar den Erwachsenen, habe ich niemals getan. Das Einzigste, was mir sehr schwer fiel. war meine Gangart zu beherrschen.
Dann kam der große Tag in meinem Leben.
Ich hatte mein erstes Lehrlingsgehalt bekommen. und ich kaufte mir die ersten eigenen Schuhe. Ich weiß noch, dass sie aus schwarzem Lack waren, und ich gerade 14 Jahre alt.
Sie passten, sie waren bequem und ich war so stolz.
Für mich war es eigentlich das erste Mal, wo ich erfahren durfte, wie sehr es sich lohnt warten zu können, wenn man sein Ziel nicht aus den Augen verliert.
Übrigens das Geheimnis der Kiste habe ich niemals lösen können.
Man hat mir später nur versichert es sei besser gewesen.
Und ich habe von vielen Menschen in dem kleinen Dorf Anerkennung eingeheimst.
Eigentlich bin ich dankbar, diese schmerzvolle Erfahrung gemacht zu haben.
Man hat mir wehtun wollen, in dem man mir zeigte, dass ich nicht mal ein paar Schuhe wert sei - nur mit dem Ergebnis hat keiner gerechnet.

(aus meiner Biografie: "Annies Tochter"

Urheberrecht Celine Rosenkind

Nickname 09.07.2009, 13.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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