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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Trost und Trauer

Pech gehabt...

Nickname 16.08.2015, 18.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Verabredung







Die Verabredung

Sie freut sich wie ein kleines Kind
während sie sich schön macht
für IHN , ihren Liebsten.
Ein Lächeln umspielt die Lippen
der kleinen zierlichen Greisin,
gehüllt in ein viel zu schwarzes Kleid
welches Enkel und Kinder
ihr befohlen zu tragen.

Schwarz, diese Farbe mag er nicht
murmelt sie vor sich hin,
öffnet nestelnd den dicken Haarknoten
der die lange silberne Haarpracht
nach langem Mühen endlich freigibt.
Zitternd gehen faltige Hände auf
Suche nach der Bernsteinkette
welche er ihr geschenkt.

Ein Hauch Tosca
aus jenem Flakon den Er
ihr zum letzten Weihnachtsfest schenkte.
Sie hütet es wie einen Augapfel
heute Abend jedoch will sie
begehrenswert sein,
ganz die Frau die er so liebt.

Mit weinroten Kerzen in der Hand öffnet
sie mit laut pochendem Herzen
endlich die Tür.
Jene Tür zu jenem Raum
der Zärtlichkeit durchflutet
ein ganzes glückliches Eheleben
widerspiegelt.

Wortlos fallen sie sich in die Arme,
gestammelte Liebesschwüre,
nur unterbrochen von der Wanduhr
die zwölfmal schlägt
so wie sie es bei jedem Treffen
der beiden macht.

Sie lächelt ihn an und sagt:
„Du hast dich nicht verändert,
seit ich dich das letzte Mal sah“
und
ihr Blick wandert zu dem Foto an der Wand
welches eine schwarze Schleife ziert.

                                                     
© Celine Rosenkind

Nickname 25.11.2012, 11.31 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ewigkeitstage




Wenn auf den Gräbern Kerzen brennen
Die Kirchen erfüllt sind von Gesängen
Wir in Wehmut unserer Totem gedenken
Unsere Schritte zum Friedhofstor lenken
Dann zeigt der Kalender es ist wieder soweit
Lasst uns feiern die Tage der Ewigkeit

In die Ewigkeit sind jene gegangen
An denen unsere Herzen so gehangen
Unwissend über das Jenseits von Eden
Bleibt uns nur Trauer, Hoffen und Beten.

Der Glaube allein lässt uns alles ertragen
Besonders an diesen oft trüben Tagen
Stehend am Grab spürt man tief insgeheim
Einst wird man wieder beisammen sein

Denn wird man ganz still, horcht in sich hinein
Hört man sagen das Herz, du bist niemals allein

©Celine Rosenkind

Nickname 24.11.2012, 16.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Totensonntag von Elli Michler

Totensonntag
Verfärbtes Laub vom Ahornbaum,
verblüht, verwelkt, verdorben.
So mancher Freund in diesem Jahr
ist mir hinweg gestorben.

Nun will ich mich novemberlich
zu Gräbern hinbegeben
und allen Toten inniglich
versichern, dass sie leben.
Elli Michler

© Elli Michler,  aus "Wie Blätter im Wind"

Nickname 18.11.2012, 17.59 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Lebendig begraben


Ein Mann hat in kurzer Zeit seine geliebte Frau und seinen einzigen Sohn verloren. Ich bin mit ihm auf den Friedhof gegangen. Augenblicke voller Schmerz. Man hat dort mit seiner Frau und seinem Sohn das größte Stück seines eigenen Lebens begraben.Lange stand wir da, stumm vor Schmerz.

Nach einer Weile ging ich ein wenig über den Friedhof, durch diese Stadt von Marmor und Stein. Zwischen gepflegten Gräbern sah ich andere, von Gras und Unkraut überwuchert, verfallen. Seit vielen Jahren war niemand mehr da gewesen. Die vergessenen Toten!

Dann gingen meine Gedanken in die Stadt der Lebenden. Dass man Tote vergisst, lässt sich noch begreifen. Doch in der Stadt der Lebenden Mitmenschen vergessen, vielleicht den eigenen Vater, die eigene Mutter - lebendig begraben in Gleichgültigkeit, die wie Unkraut alles überwuchert?

Gib Acht, dass sich solch ein Friedhof nicht womöglich in deiner Umgebung, deinem Haus ausbreitet.

© Phil Bosmans

Nickname 18.11.2012, 17.37 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Allerheiligen/Allerseelen




Allerheiligen

Auf den Gräbern leuchten Kerzen
vom Tal her mahnt der Glocke Klang,
wir tragen Trauer in unseren Herzen
für all Jene die uns gingen voran.

Besuchen die letzten Ruhestätten
wo Menschen nun schlafen, die wir geliebt,
wünschend dass wir sie wieder hätten -
weinen weil Gott sie zu sich rief.

Am Himmel ziehen vom Wind getragen
die grauen Wolken gemächlich dahin,
es ist mir, als hörte ich sie uns fragen
ob wir vergessen den Lebenssinn

Wir haben nur leblose Hüllen begraben
die Seelen flogen zum Schöpfer zurück,
wenn wir das im Herzen begriffen haben
erkennen wir auch im Tod Sinn und Glück.

Auf den Gräbern leuchten Kerzen
vom Tal her mahnt uns der Glocke Ruf,
entzündet die Lichter in euren Herzen
weil jeder von uns einst gehen muss!

© Celine Rosenkind

Nickname 04.11.2012, 16.16 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Verwaiste Wege




Durch die Einsamkeiten laufen,
werfen sie auch lange Schatten,
immer mutig vorwärts schreiten,
Anker lichten, Leinen kappen.

Auch wenn dunkel nun die Täler
es führt ein Weg zu neuem Leben,
scheint er auch manchmal schmäler
zeigend Ziel wird Richtung geben.

Fürchte nicht die Dunkelheit
will sie dich auch erfassen,
musst einfach nur das Sterngefunkel
bewundernd auf dich fallen lassen.

Auch darfst du nicht vergessen,
dass jedem Winter folgt ein Mai,
ich sage es dir ganz vermessen,
wie sehr ich mich darauf freu!

©Celine Rosenkind

Nickname 01.11.2012, 15.40 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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